Asterix & Friends

Asterix & Friends Review

Review

Widerstandsnester

Ganz Gallien ist von den Römern besetzt! Wirklich ganz Gallien? Nein, denn ein kleine Dorf... nun ja eigentlich sind es jede Menge Dörfer, die im Browsergame Asterix & Friends Widerstand gegen die römischen Besatzer leisten, denn jeder Spieler darf hier sein eigenes Dorf errichten und die herumlungernden Legionäre kräftig vermöbeln.

Doch bevor ihr euch um römische Patrouillen kümmern könnt, gilt es zunächst einmal das eigene Dorf wiederaufzubauen und neu zu bevölkern, denn zu Beginn liegt das Dorf in Schutt und Asche. Damit sich das schnell ändert, bekommt ihr die Kontrolle über den Charakter Rumklix, der für euch in der Spielwelt agiert. Mit einem einfachen Klick schickt ihr den Gallier dabei an jeden beliebigen Ort auf der Karte, während ein Klick auf einen anderen Charakter oder ein benutzbares Objekt eine Aktion auslöst. Das ist auch schon alles, was ihr zur Steuerung wissen müsst, denn das Spiel beschränkt sich auf diese einfachen Mechanismus und kommt damit auch gut aus.

Die ersten Klicks, die ihr im Rahmen des Tutorials ausführt, sorgen dann auch gleich für etwas Ordnung im zerstörten Dorf, denn die Ruinen der Häuser müssen beseitigt werden, damit Platz für neue Gebäude entsteht. Dadurch bekommt ihr nicht nur einige Erfahrungspunkte, sondern auch einen Teil der Ressourcen. Davon gibt es in Asterix & Friends einige, denn Baumaterialien wie Holz, Stroh und Steine sind nur der Anfang. Zusätzlich gibt es auch noch Nahrung, die die aus Browsergames bekannte Energie ersetzt und für jede Aktion benötigt wird. Auch bei den Galliern geht nichts ohne Geld, sodass ihr auch Sesterzen benötigt; und dann wäre da natürlich auch noch die Premiumwährung, die in Asterix & Friends stilecht aus Römerhelmen bestehen.


Wiederaufbau

Habt ihr für etwas Platz gesorgt, so könnt ihr auch gleich mit dem Bau der ersten Gebäude beginnen, wobei ihr je nach ausgewähltem Bauplatz nur bestimmte Gebäudetypen errichten könnt. Ein freies Platzieren von Gebäuden ist im Spiel nicht möglich, sodass ihr eure Produktionsgebäude und Wohnhäuser nur an den dafür vorgesehenen Stellen errichten könnt. Ein Haus kostet euch dabei zunächst einmal eine bestimmte Menge Sesterzen. Habt ihr diese gezahlt, erscheint aber nur eine Baustelle, denn die Baumaterialien für ein Gebäude müsst ihr ebenfalls beschaffen. Dadurch zwingt euch das Spiel dazu, regelmäßig für Nachschub zu sorgen.

Sesterzen könnt ihr euch in den Wohnhäusern in Form von Steuern abholen, während ihr Stroh auf Feldern, Holz im Wald und Steine in Steinhaufen findet. Pro Klick erhaltet ihr dabei eine Einheit der Ressource, sodass ihr mehrmals klicken müsst, um die entsprechende Menge zu sammeln. All das kostet euch Energie; sind eure Nahrungsvorräte aufgebraucht so ist zunächst einmal Schluss mit arbeiten. Dann he9ißt es der Dorffarm einen Besuch abzustatten, denn hier könnt ihr in Regelmäßigen Abständen neue Nahrung besorgen. Eine weitere Möglichkeit an Nahrung zu gelangen ist, wer hätte es gedacht, die Jagd nach Wildschweinen. Dazu müsst ihr sie aber zunächst einmal aufspüren: In der Nähe der Wälder findet ihr bei genauem Hinschauen verräterische Wildschweinspuren. Klickt ihr diese an, verschwinden sie und tauchen an einer anderen Stelle erneut auf. Dieses Spielchen müsst ihr ein paar Mal spielen, bis das Wildschwein selbst zum Vorschein kommt und erlegt werden kann. Auch das Fischen in Flüssen oder im mehr ist eine gute Möglichkeit, zusätzliche Nahrung zu beschaffen; ansonsten bleibt nur der Kauf von zusätzlichen Lebensmitteln für echtes Geld.


Verstärkung

Je mehr Gebäude ihr errichtet, desto mehr Dorfbewohner kehren zurück. Den Anfang macht dabei der schon etwas ältere Gerontologix. Dieser alte Herr hat auch prompt einige Aufträge für euch, durch die ihr zusätzlich Geld und Erfahrungspunkte verdienen könnt. Im Laufe der Zeit kehren auf diese Weise immer neue Charaktere zurück, die nicht nur euer Dorf bevölkern und euch Arbeit anbieten, sondern natürlich auch im Kampf gegen die Römer zur Verfügung stehen.

Die Römer findet ihr natürlich auch im Spiel wieder und zwar in Form von Patrouillen, die sich rund um euer Dorf herum gruppieren. Dies braucht euch zunächst erst einmal nicht zu stören, immerhin verhalten sie sich friedlich und greifen euch nicht an, während ihr mit eurem Charakter mitten durch ihre Reihen laufen könnt. Problematisch wird es aber, wenn ihr an die Ressourcen wollt, die in ihrem Einflussbereich liegen, denn durch ihre bloße Anwesenheit blockieren sie diese Feld. Da gibt es dann nur eins: kräftig draufhauen und Römer verjagen. Dazu klickt ihr einfach die jeweilige Patrouille an und landet dann in einem Fenster, in dem ihr auswählen könnt, welche Dorfbewohner sich der Legionäre annehmen sollen. Abhängig von der Stärke des Römertrupps und der Stärke und Anzahl eurer Dorfbewohner errechnet das Spiel dann eine Erfolgswahrscheinlichkeit für den Angriff; reicht euch dieser aus so könnt ihr euch in den Kampf stürzen. Gewinnt ihr so bekommt ihr nicht nur Ruhm, Ehre und Beutegegenstände, sondern auch Widerstandspunkte. Diese benötigt ihr beispielweise für das Training eurer Charaktere. Diese lassen sich nämlich in den jeweiligen Wohnhäusern hochleveln; sofern ihr die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt und genug Gegenstände besitzt. Alternativ lässt sich die Stärke eines Dorfbewohners auch die Nutzung von Gegenständen für eine bestimmte Zeit erhöhen. Wenn ihr einen Charakter beispielsweise mit einem Speer oder einem Schwert ausrüstet, so kämpft er in den darauffolgenden Gefechten effektiver. Allerdings nutzen sich diese Items mit jedem Kampf ab und kosten Zeit und Ressourcen in der Herstellung. Solltet ihr aber irgendwann an einen Punkt gelangen, an dem ihr nur ganz knapp gegen die Römer verliert, so können diese Gegenstände vielleicht den Sieg herbeiführen.


Helden

Das Spiel würde natürlich nicht Asterix & Friends heißen, wenn nicht auch der bekannte Bartträger und sein übergewichtiger Freund Obelix einen Auftritt hätten. Zum einen erscheinen sie im Spiel als Questgeber und bieten euch zum Teil mehrstufige Aufgaben an, für deren Lösung ihr Belohnungen erhaltet. Außerdem können sie euch dann auch im Kampf gegen die Römer unterstützen, was den Vorteil hat, dass Angriffe mit einem der Charaktere nicht scheitern können. Schließlich sind die beiden Helden unbesiegbar.

Ebenfalls nützlich sind die beiden unbesiegbaren Gallier, wenn ihr euch mit ganzen Legionen anlegt, denn von Zeit zu Zeit marschieren die auf euer Dorf zu. Ruft ihr die Freundeskarte auf, so könnt ihr nicht nur die Dörfer aller anderen Spieler sehen, sondern auch eventuell anrückende Armeen und deren Stärke. Jede Legion verfügt dabei über eine Lebensenergieanzeige; diese schrumpft mit jedem erfolgreichen Angriff, den ihr auf sie ausführt. Ihr habt eine vorgegebene Zeitspanne, um die Lebensenergie der Armee auf null zu bekommen. Schafft ihr dies nicht rechtzeitig, so erreicht sie euer Dorf und frischt alle Patrouillen rund um eure Behausung erneut auf; sehr ärgerlich, wenn ihr euch gerade erst den Weg zu dringend benötigten Ressourcenfeldern freigekämpft habt. Seid ihr alleine zu schwach um die Römer zu bekämpfen, so könnt ihr eure Nachbarn um Hilfe bitten. Schließlich können alle Spieler die anrückenden Armeen angreifen. Umgekehrt könnt ihr auch eurerseits euren Freunden Schützenhilfe leisten. Vergesst dabei aber nicht, dass eure Charaktere nach jedem Scharmützel, sei es nun mit einer kleinen Gruppe Römer oder gleich der ganzen Legion, an Stärke verlieren und sich zunächst ausruhen müssen. Beschleunigen lässt sich dies, indem ihr ihnen Nahrung verabreicht. Allerdings ist das bei besonders starken Charakteren ein sehr teures Unterfangen, weshalb ihr zumindest gelegentlich eine Pause einlegen und einfach abwarten solltet. Die Römer laufen euch schließlich nicht davon.


Expansion

Wer sich den Weg durch die immer stärkeren Patrouillen kämpft, bekommt nicht nur Zugang zu neuen Ressourcenfeldern, sondern erreicht bald schon besondere Orte dem Steinbruch, der Südlichen Farm oder der Forsthütte. Diese liefern euch in regelmäßigen Abständen zusätzliche Ressourcen und sind daher besonders begehrt. Achtet aber darauf, dass sich die Römer auch ohne das Eintreffen einer ganzen Legion im Laufe der Zeit neu gruppieren. Damit ist sichergestellt, das euch nie die Gegner zum Vermöbeln ausgehen und ihr immer wieder neue Herausforderungen habt. Immerhin ist Asterix & Friends als klassisches Browsergame darauf ausgelegt, dass ihr es über eine lange Zeit spielen könnt und nicht dauerhaft anwesend sein müsst.



Über den Autor
Christina | Editor/Redakteurin

Christina ist eine Expertin wenn es um Browserspiele geht. Egal ob MMO oder Gelegenheitsspiele - Christina kann sich für alles begeistern.


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