Battlefield Heroes

Battlefield Heroes Review

Review

Charakterwahl

Die Battlefield-Reihe gehört zu den bekanntesten und erfolgreichsten Spieleserien der Geschichte. Mit Battlefield Heroes kommt nun ein Ableger der Serie in euren Browser, in dem ihr ab sofort schnelle und unkomplizierte Action-Gefechte erleben könnt.
 
Doch bevor ich euch in den Kampf stürzen dürft, müsst ihr euch einen Account anlegen. Im Zuge dessen entscheidet ihr euch auch für eine der beiden Fraktionen, die im Spiel zur Auswahl stehen: Entweder ihr tretet auf der Seite der Royal Army an oder ihr entscheidet euch für die National Army. Ist die Seitenwahl getroffen, folgt die Auswahl der Klasse, derer es auf beiden Seiten drei gibt: Den Soldaten, den Gunner und den Commando. Jede Klasse besitzt dabei eigene Vor- und Nachteile und richtet sich an verschiedene Spielertypen. Der Soldat ist eine Supportklasse, die andere Spieler durch den Einsatz von Verbandsmaterial heilen und selbst mithilfe von Maschinenpistolen und Granaten in den Kampf eingreifen kann. Außerdem verfügt diese Klasse auch über eine Schrotflinte für den Nahkampf.
 
Der Gunner ist dagegen eher der Mann fürs Grobe; er verfügt nicht nur über ein Maschinengewehr, mit dem er seine Gegner in Schach hält, sondern ist auch für den Kampf gegen Jeeps und Panzer bestens geeignet. Dazu verfügt der Gunner über einen Raketenwerfer, der von anderen Klassen nicht genutzt werden kann. Wer dagegen eher aus der Distanz kämpfen möchte, sollte sich für den Commando entscheiden, denn dieser verfügt über ein Scharfschützengewehr und kann sich darüber hinaus auch zeitweise tarnen.
 
Nachdem ihr euch für eine Klasse entscheiden habt, könnt ihr das äußere Erscheinungsbild eures Helden anpassen und Details wie die Frisur, die Haarfarbe oder die Gesichtsbehaarung verändern, bevor ihr ins Spiel einsteigt.

Bewährtes Konzept

Solltet ihr euch zunächst mit der Steuerung vertraut machen wollen, könnt ihr zunächst das Tutorial durchspielen, das euch die grundlegenden Spielelemente beibringt. Wer jedoch bereits einen First- oder Third-Person-Shooter gespielt hat, wird sich schnell zurechtfinden, denn die Entwickler orientieren sich am Genre-Standard: Mit den WASD-Tasten steuert ihr eure Spielfigur durch die Welt, während ihr euch mithilfe der Maus umschauen könnt. Hindernisse überwindet ihr dank der Leertaste im Sprung und wer ein kleineres Ziel abgeben möchte, kann sich darüber hinaus auch noch Ducken. Mehr Steuerungsmöglichkeiten gibt es nicht, sieht man einmal vom Abfeuern und Zoomen der Waffe ab.
 
Dementsprechend schnell ist auch der Einstieg ins Spiel: Ohne große Vorwarnung landet ihr mitten im Geschehen und könnt sofort kräftig mitmischen. Da sich das Spiel nicht wirklich ernst nimmt und alles stark überzeichnet, dürft ihr hier auch keinen all zu großen Realismus erwarten. Überall hüpfen die Spieler wie Kanickel durch die Gegend und versuchen gar nicht erst Deckung zu suchen. Stattdessen gilt es möglichst viel Schaden zu verursachen, bevor man selbst ins Gras beißt und einige Sekunden später wieder von den Toten aufersteht.

Spielmodi

In Sachen Spielmechanik verfügt Battlefield Heroes über insgesamt drei Spielmodi: Conquest, King of the Hill und Capture the Flag. Im Conquest-Modus starten beide Teams mit einem bestimmten Punktekonto, das sich durch jeden Tod eines Mitspielers verringert. Das Team, das als Erstes alle Punkte aufgebraucht hat, verliert das Match. Außerdem könnt ihr zahlreiche auf der Karte verteilte Flaggenpunkte erobern; besitzt ihr mehr als die Hälfte aller Flaggen, verringert sich der Punktestand des anderen Teams schneller. Dieses Modus entspricht also in etwa dem klassischen Deathmatch. Entscheidet ihr euch dagegen für die Variante King of the Hill, die in Battlefield Heroes V2 Vengeance genannt wird, kämpft ihr um die Startrampe einer Rakete, die abgeschossen werden soll. Solange euer Team diesen Ort hält, läuft ein Countdown ab. Erreicht dieser Null wird die Rakete abgeschossen und euer Team gewinnt die Runde. Verliert ihr jedoch die Kontrolle, beginnt der Countdown eurer Gegner zu ticken, sodass ihr gut darauf achten solltet, diesen Zustand nicht all zu lange bestehen zu lassen. Zu guter Letzt gibt es auch noch den klassischen Capture the Flag-Modus, in dem jedes Team eine eigene Flagge besitzt, die das jeweils gegnerische Team stehlen und in die eigene Basis bringen muss.


Fähigkeiten

Durch jeden Abschuss und Aktionen wie das Einnehmen von Flaggenpunkten erhaltet ihr Erfahrungspunkte, die euren Helden mit der Zeit immer weiter aufsteigen lassen. Nach jedem Levelaufstieg könnt ihr neue Fähigkeiten freischalten, die euch im Spiel vorübergehend Vorteile verschaffen. Als Soldat könnt ihr beispielsweise euch und eure Kameraden heilen oder vorübergehend brennende Munition verwenden, die deutlich mehr Schaden verursacht. Wer dagegen einen Commando spielt, kann sich durch die Stealth-Fähigkeit für einige Sekunden unsichtbar machen; sehr nützlich, wenn man sich auf die Lauer legen will, um Feinde aus dem Hinterhalt zu erlegen. Außerdem lässt sich der vom Scharfschützengewehr verursachte Schaden kurzzeitig erhöhen, sodass ihr eure Feinde deutlich schneller erledigen könnt. Der Gunner darf sich dank seiner Fähigkeiten kurzzeitig mit einem Schild umgeben, das Schaden absorbiert und den Spieler damit schützt. Außerdem kann diese Klasse eine Fähigkeit erlernen, die einen kurzen Sprint zulässt und sich damit bestens eignet, um schnell aus brenzligen Situationen zu entkommen.
 
All diese Fähigkeiten könnt ihr nicht nur erlernen, sondern auch in fünf Stufen ausbauen, wodurch sich deren Effektivität verbessert. Habt ihr diese Boosts aber im Kampf eingesetzt, müsst ihr einige Zeit warten, bevor ihr euch erneut einen Vorteil verschaffen könnt.
 
Neben den verschiedenen Waffen, die ihr im Spiel einsetzen könnt, bietet Battlefield Heroes Spielern auch die Möglichkeit verschiedene Fahrzeuge einzusetzen. So könnt ihr dank eines Jeeps schnell über die Karte flitzen und mit etwas Glück eure Spieler überfahren; setzt ihr euch dagegen ans Steuer eines Panzers, verfügt ihr über eine nicht zu verachtende Feuerkraft, die sich nur schwer aufhalten lässt. Wer es dagegen etwas luftiger mag, kann auf einigen Karten sogar ins Cockpit eines Flugzeugs steigen und seine Gegner aus der Luft bekämpfen; das ist aber wegen der schwammigen Steuerung ein eher schwieriges Unterfangen und erfordert viel Übung.

Der Shop

Auch wenn ihr Battlefield Heroes grundsätzlich kostenlos ist, gibt es die Möglichkeit sich durch den Einsatz von echtem Geld einige Vorteile zu erkaufen. Dazu gehören unter anderem auch bessere Waffen, die mehr Schaden verursachen. Oder aber ihr kauft euch im Shop neue Kleidung und Accessoires für euren Helden. Auf diese Weise könnt ihr euren Charakter weiter individualisieren und müsst nicht mit der Standardkleidung herumlaufen.
 
Das sich das Spiel nicht wirklich Ernst nimmt wird wohl am deutlichsten an der Comicgrafik und den Slapstickeinlagen der Spielfiguren deutlich. So überrascht es nicht, dass man gelegentlich Spieler sieht, die auf den Tragflächen eines Flugzeugs sitzen und von dort aus die Gegner aufs Korn nehmen, während der Pilot wilde Manöver fliegt. Aber gerade aus diesem Grund ist Battlefield Heroes genau das richtige Spiel für eine kurze Runde in der Mittagspause oder nach Feierabend. 


Über den Autor
Christina | Editor/Redakteurin

Christina ist eine Expertin wenn es um Browserspiele geht. Egal ob MMO oder Gelegenheitsspiele - Christina kann sich für alles begeistern.


comments powered by Disqus