Cities in Motion

Cities in Motion Review

Review

Öffentlicher Nahverkehr

Der öffentliche Nahverkehr ist für viele Großstadtbewohner eine unverzichtbare Instanz; und nicht selten auch Grund für jede Menge Frust: Verspätungen, hohe Ticketpreise und nie ist die richtige Linie vor der Haustür. Da macht man sich gern mal Luft, dass diese Betriebe nur von unfähigen Stümpern geführt werden und man das selbst sehr viel besser hinkriegen würde.

Doch stimmt das wirklich? Das könnt ihr nun in der Simulation Cities in Motion herausfinden, denn hier führt ihr euer eigenes Verkehrsunternehmen, das in zahlreichen europäischen Großstädten dafür sorgen soll, dass die Bürger pünktlich und glücklich zur Arbeit kommen. Und das ist wahrlich keine leichte Aufgabe!


Europaweiter Nahverkehr

In Cities in Motion könnt ihr euch in zahlreichen europäischen Städten der Herausforderung stellen, den öffentlichen Nahverkehr für die Bürger und Touristen bereitzustellen. Darunter sind bekannte Städte, wie Berlin, München, Wien, Helsinki oder Amsterdam, die alle mehr oder minder dem Original nachempfunden sind. Wer sich dagegen lieber auf einer selbstgezimmerten Karte vergnügen möchte, kann alternativ auch den Mapeditor bemühen.

Je nach Epoche steht ihr dann vor ganz unterschiedlichen Herausforderungen und habt natürlich auch andere Mittel zu eurer Verfügung. Während ihr im Berlin des Jahres 1923 noch mit kleinen Bussen und den Trams begnügen müsst, sind in späteren Szenarien auch U-Bahnen, Helikopter oder Wassertaxis drin. Zu Beginn sind in der Regel kaum Nahverkehrsstrukturen vorhanden, sodass ihr zunächst einmal eine Grundlegende Versorgung sicherstellen müsst. Dazu erhaltet ihr ein gewisses Startguthaben, mit dem ihr die ersten Linien in Betrieb nehmen könnt.


Bauvorhaben

Der Bau einer jeden Linie beginnt mit dem Festlegen der Haltestellen. Dazu wählt ihr in eurem Baumenü einfach das Haltestellen-Symbol für das gewünschte Verkehrsmittel aus. Anschließend könnt ihr diese an beliebigen Stellen auf der Karte platzieren. Wichtig ist dabei die Fahrtrichtung, denn eure geplante Linie kann die Haltestelle nur in die jeweilige Richtung anfahren. Außerdem seht ihr vor dem Platzieren den Einzugsbereich, den ihr durch diese Haltestelle abdeckt. Habt ihr genug Haltestellen platziert, könnt ihr mit dem Festlegen der Linie beginnen. Dazu erstellt ihr im entsprechenden Menü einen neuen Eintrag und verbindet dann die gewünschten Haltestellen miteinander. Sobald ihr beispielsweise mit einem Bus einen vollständigen Kreis geschlossen habt, könnt ihr dann die Linie auch schon in Betrieb nehmen; alles was dazu noch fehlt, ist mindestens ein Fahrzeug.

Etwas komplizierter wird es, wenn ihr eine Tram-Strecke bauen wollt. Immerhin fahren diese auf Gleisstrecken, sodass ihr diese zunächst verlegen müsst. Das funktioniert glücklicherweise ähnlich unkompliziert, wie das Anlegen von Haltestellen. Die Gleise müssen entlang einer Straße geführt werden, sodass ihr sie nahtlos in euer Verkehrsnetz einbinden könnt. Bedenkt bei der Erstellung eines Tram-Netzes aber, dass ihr all die Gleisstrecken auch bezahlen müsst. Wer also gleich zu Beginn die halbe Stadt mit Schienen zupflastert, steht schnell ohne Geld da.

Die Königsdisziplin ist aber die Metro oder U-Bahn. Sie kann große Personengruppen schnell und effizient befördern, ohne dabei auf andere Verkehrsteilnehmer Rücksicht nehmen zu müssen; schließlich fährt sie unterirdisch. Dementsprechend teuer ist sie auch und kann erst spät im Spiel tatsächlich gebaut werden. Ausgangspunkt ist immer ein Bahnhof, den ihr zunächst platzieren müsst und der dann auch die Haltestelle in Form eines Treppenabgangs darstellt. Anschließend müsst ihr die Fahrtröhre verlegen, wobei ihr immer bedenken solltet, dass die Fahrzeuge keine scharfen Kurven fahren können. Das gilt vor allem bei der Einfahrt in Bahnhöfe, sodass hier besonders gute Planung notwendig und der Rückbau nicht gerade billig ist. Wer knapp bei Kasse ist, wird sich sicher freuen zu hören, dass die U-Bahnen in Cities in Motion nicht unbedingt einen komplett geschlossenen Ring brauchen. Stattdessen können sie auch einfach zwischen zwei Stationen hin- und herpendeln.

Wem Busse, Tram und Metro zu konventionell sind, kann aber auch auf etwas ausgefallenere Transportmittel setzen. Spät im Spiel bekommt ihr auch Zugriff auf Helikopter und Wassertaxis. Damit lassen sich auch in wasserreichen Städten schnelle Verbindungen aufbauen; allerdings haben beispielsweise Helikopter keine besonders große Kapazitäten und sind ziemlich teuer.


Haushalt(en)

Wer viele neue Verkehrslinien baut und zusätzliche Fahrzeuge anschafft, wird schnell merken, dass auch in Cities in Motion das Geld eine wichtige Rolle spielt. In großen Städten kann das Startkapital schnell zur Neige gehen, weshalb ihr bald schon dafür sorgen müsst, dass frisches Kapital reinkommt. Neben den Ticketpreisen, die ihr für jeden Verkehrstyp entsprechend anpassen könnt, gibt es auch die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen. Dieser fällt dann aber mit Zinsen negativ in der Bilanz auf; genauso wie die Gehälter für Techniker, Fahrer oder Büroangestellte. Wer der Meinung ist, dass diese zu hoch sind, kann jede Angestelltenklasse entsprechend anpassen. Und an Haltestellen- und Fahrzeugwartung kann ebenfalls gespart werden. Doch Vorsicht: Schlechte Wartung kann zu Ausfällen führen, während zu hohe Ticketpreise die Meinung über euer Unternehmen in den Keller rutschen lässt.

Eine weitere Möglichkeit an zusätzliches Geld zu kommen, sind die immer wieder erscheinenden Nebenaufgaben. Hier bitten euch die unterschiedlichsten Personen darum, sie an das Verkehrsnetz anzubinden, beispielsweise ein Pfadfinder, der für seine Gruppe aus den Vororten eine Verbindung in die Stadt möchte. Oder der Besitzer eines Bauernhofes, der seine Arbeiter irgendwie aus der Stadt auf den Hof kriegen muss. Erfüllt ihr diese Wünsche, so dürft ihr euch über eine kleine Finanzspritze freuen.


Effizienz dank Konkurrenz

Unglücklicherweise seid ihr in den verschiedenen Städten nicht lange das einzige Unternehmen, das Verkehrsverbindungen anbietet. Bald schon werdet ihr Konkurrenz durch andere Anbieter bekommen und nur wer es schafft, seine Fahrgäste zufrieden ans Ziel zu bringen, kann sich gegen seine Mitbewerber durchsetzen. Deshalb solltet ihr verhindern, dass eure Fahrgäste zu lange an den Haltestellen warten oder ihr Ziel gar nicht erst erreichen. Dazu könnt ihr zum einen jede Haltestelle anklicken, um zu erfahren, welche Linien besonders gefragt sind. Oder aber ihr betrachtet die Auslastung der einzelnen Fahrzeuge im entsprechenden Übersichtsmenü, sodass ihr stets im Auge habt, ob zusätzliche Busse oder Bahnen benötigt werden. Aber nicht nur zu viele Fahrgäste können der Grund dafür sein, dass Personen nicht an ihr gewünschtes Ziel gelangen. Auch die Ereignisse innerhalb der Stadt können dazu beitragen. Das einfachste Beispiel dafür sind Staus, die ihr im Übrigen durch eure Busse selbst verursachen könnt. Oder aber der Verkehr gerät aufgrund von Unfällen oder Bränden ins Stocken, sodass eure Linien nicht vorankommen. Da hat derjenige Glück, der für ausreichend Ausweichmöglichkeiten gesorgt hat.

Seid ihr besonders fleissig, so dürft ihr euch auch in Cities in Motion über zahlreiche Achievements freuen. Diese reichen von der Zahl der transportierten Passagiere, über die Anzahl der eingerichteten Fahrtlinien bis hin zu besonders guter Reputation oder das erfüllen vieler Nebenaufgaben. Und selbst wenn ihr stundenlang an den Verbindungen einer Stadt tüftelt, gibt es immer wieder noch etwas zu optimieren, eine neue Verbindung zu eröffnen oder Nebenquests zu absolvieren. Auf diese Weise sorgt Cities in Motion für stundenlangen Spielspaß für alle, die gern tüfteln und Wirtschaftssimulationen lieben.



Über den Autor
Matthias | Editor/Redakteur

Matthias kennt sich aus in Sachen Browsergames. Sein fundiertes Fachwissen über jede Menge Action und spannende Abenteuer im Browser gibt er auf Corsual zum Besten!


comments powered by Disqus