Criminal Case Review

Das Verbrechen schläft nie, doch wie viel Spaß macht die Aufklärung? Finden wir’s heraus in unserem Criminal Case Testbericht!

Criminal Case Review

Das Erfolgsrezept von Criminal Case

Schon lange bevor die große Mobile-Welle begann, feierte das free-to-play Wimmelbildabenteuer Criminal Case auf Facebook Riesenerfolge. Inzwischen gibt es auch eine Criminal Case App für iPhone, iPad und Smartphones und Tablets mit Android-Betriebssystem. Nachdem wir bereits vor langer Zeit unsere Karriere als Meisterdetektiv auf Facebook begonnen hatten, setzen wir unsere Laufbahn nun auf dem iPad fort und versuchen einmal die Frage zu klären, warum sich das Spiel derart großer Beliebtheit erfreut.

Worum geht’s? In Criminal Case schlüpfen wir als Spieler in die Rolle eines Polizeiermittlers, wobei wir uns gleich zu Beginn einen Avatar aussuchen dürfen, für den wir im weiteren Spielverlauf Accessoires und Klamotten freischalten. Einfluss auf unsere Ermittlungserfolge hat das nicht, hier zählt nur die Optik. Wir lösen in der App nicht nur einen Mordfall, sondern sehr viele, aber natürlich nicht gleichzeitig. Auf der Übersichtskarte sehen wir eine Stadt, die wir Distrikt um Distrikt nach Verbrechen durchforsten. Immer wenn wir einen Fall erfolgreich gelöst haben, dürfen wir zum nächsten übergehen, wobei wir jedesmal die Hilfe von drei befreundeten Spielern brauchen, die uns bei unseren "Abschlussberichten" unterstützen. Das ist letztlich nur eine Metapher als Vorwand für soziale Interaktion. Und da wären wir schon bei einem wesentlichen Punkt, der zum Teil zu dem Erfolg von Criminal Case beigetragen hat: Viralität. Ohne Freunde kommen wir kaum beziehungsweise nur sehr langsam im Spiel voran.

Criminal Case Energie

In fast allen Bereichen hilft uns unser Facebook-Bekanntenkreis dabei, dem Verbrechen schneller auf den Grund zu gehen. Neben der Freischaltung neuer Fälle betrifft das in allererster Linie die Energie. Das kennen wir mittlerweile aus vielen Social- und Mobilegames, die nach dem Free-to-Play-Modell funktionieren: Wir können nur eine gewisse Menge an Aktionen ausführen, bis uns die Energie ausgeht, hier dargestellt durch kleine Blitze. Ist sie alle, müssen wir pausieren oder neue Energie kaufen oder – und das ist natürlich die attraktivste Variante – wir betteln einfach unsere Freunde an, dass sie uns doch bitte Energie schicken sollen. Hat der Freundeskreis eine bestimmte Größe erreicht, wird das zum bequemen Selbstläufer. Wir finden Energie-Geschenke im Postfach und beantworten einfach alles automatisch, indem wir neue Energie zurückschicken. Unserer Freunde machen das gleiche und so entsteht der ewige Kreislauf des Ermittlerlebens.


Tipp: Hier erfahrt ihr Details dazu, wie ihr eure Energie wieder aufladet!


 


Indiziensuche im Wimmelbild-Chaos

Wofür brauchen wir nun Energie in Criminal Case? Für verschiedene Dinge, in erster Linie aber für die Wimmelbilder beziehungsweise Tatorte. Jeder Fall umfasst mehrere Szenerien, darunter natürlich der gruselige Fundort der jeweiligen Leiche, aber auch Nebenschauplätze wie die Geschäfte von Zeugen und Verdächtigen, dunkle Abwasserkanäle und öffentliche Einrichtungen. Wie das bei Wimmelbildspielen so üblich ist, untersuchen wir die Bilder mit genauem Blick nach den vorgegebenen Gegenständen, wobei die Zeit ein wesentlicher Faktor ist. Je schneller wir alle gesuchten Items erspähen und anklicken (beziehungsweise antippen), desto mehr Punkte gibt es am Ende. Auch können wir mit einem Bonus die Punktzahl in die Höhe treiben und zwar bekommen wir den in Criminal Case immer dann, wenn wir schnell hintereinander mehrere richtige Gegenstände finden.

Criminal Case Wimmelbild

Je besser unsere Punkteausbeute, desto schneller füllen wir die bis zu fünf Sterne, die wir mit jedem Wimmelbild insgesamt sammeln können. Und die Sterne wiederum benötigen wir dringend für die weiteren Ermittlungsarbeiten. Dazu gehört es beispielsweise Zeugen und verdächtige Personen zu befragen. Die Dialoge geben uns manchmal nützliche Hinweise, wobei es, um das mal ganz deutlich zu sagen, unmöglich ist, in Criminal Case in die falsche Richtung zu ermitteln. Wir fassen den Täter am Ende immer, nur braucht es eben eine Weile, bis wir genügend Sterne und Indizien beisammen haben, um aus den Reihen der Verdächtigen denjenigen herauszupicken, der den Mord begangen hat. Neben der Befragung lassen wir auch Beweisstücke ins Labor wandern, wo sie auf Spuren wie Fingerabdrücke untersucht werden. Hier können wir nichts anderes tun als warten. Anders verhält es sich bei den diversen Minigames in Criminal Case. So müssen wir manchmal zerrissene Papiere wieder zusammensetzen oder Codes knacken. Auch das gilt es möglichst geschwind zu erledigen, wobei wir nun mit Energie belohnt werden – umso mehr, je schneller wir das Spielchen lösen. Das war im Prinzip alles an Ermittlungsarbeiten: Wimmelbilder, Minigames, Befragungen und Laboruntersuchungen. So kommen wir dem Täter immer näher.

Criminal Case Sterne


Mit befreundeten Ermittlern geht die Verbrechersuche schneller

Es gibt noch ein paar andere Aspekte in Criminal Case, die aber auch wieder in Zusammenhang mit unseren befreundeten Spielern stehen. Mit Freunden meinen wir natürlich Facebook-Kontakte, die auch aktiv im Spiel sind – egal ob wir direkt im sozialen Netzwerk spielen oder die Mobile-App nutzen. Und zwar nehmen wir zu jeder Tatort-Untersuchung (also zu jedem Wimmelbild) einen zufällig ausgewählten "Partner" mit. Das hat überhaupt keinen Einfluss auf das Wimmelbild oder unsere Arbeit, aber wichtig ist, dass wir diesem Partner im Anschluss an die Untersuchung eine Spielkarte zukommen lassen, als kleines Dankeschön sozusagen. Wenn wir Glück haben, macht er das auch, denn auf diese Weise komplettieren wir nach und nach Kartensammlungen, die uns verschiedene Belohnungen einbringen. Dabei kann es sich zum Beispiel um Energie-Spender wie Saft oder Hamburger handeln oder auch um Münzen, die Spielwährung in Criminal Case.

Criminal Case Kartensammlung

Münzen brauchen wir tatsächlich gar nicht so häufig im Spiel, nur im Shop, wo wir uns damit allerlei Equipment kaufen können, sofern wir das jeweilige Mindestlevel schon erreicht haben. Im Level steigen wir übrigens auf, indem wir Polizeimarken sammeln, sie dienen also als Erfahrungspunkte. Eine große Rolle spielt unser Level eigentlich nicht in Criminal Case. Es ist nicht so, dass wir bessere Polizisten werden, wenn wir an Erfahrung gewinnen. Praktisch ist so ein Levelaufstieg aber allemal, da nämlich unsere Energie aufgefüllt wird!


Unsere Criminal Case Bewertung

Dem einen oder anderen mag es so vorkommen, als ob es Zufall ist, dass manche Spiele durch die Decke gehen und andere eben nicht. Tatsächlich ist Glück aber nur ein kleiner Faktor. Criminal Case macht einfach viel richtig: Das beginnt bei bugfreier Funktionalität und setzt sich über häufigen Content-Nachschub und Abwechslungsreichtum bei den einzelnen Fällen fort. Das ist alles überhaupt nicht neu oder gar innovativ, aber das Gesamtpaket ist schlicht gelungen. Hinzu kommt natürlich der virale Faktor. Ohne Freunde macht das Ganze viel weniger Spaß, also nerven die Spieler ihre Facebook-Bekannten so lange, bis die endlich mal reinschauen und dann auch in den Sog der Verbrechensbekämpfung gezogen werden. Wer auf kurzweilige Unterhaltung steht und gerne Wimmelbilder löst, wird sich in Criminal Case jedenfalls sehr wohlfühlen.

Criminal Case Stadt


Criminal Case
Pro
Viel Inhalt! Etliche Fälle und abwechslungsreiche Straftaten
Regelmäßiger Nachschub an neuen Features und Aktionen
Riesige Community macht das Freunde-Finden einfacher
Contra
Ohne Freunde geht nicht viel, Einzelspieler kommen nicht weit
Energie-Armut bremst den Spielspaß
Eher grobschlächtiger Humor und kaum Story-Tiefgang
3 / 5

Über den Autor
Jennifer | Redakteurin

Jennifer ist eine Casual-Spielerin auf Hardcore-Niveau. Sie mag vor allem Aufbauspiele im Browser (alte Gewohnheiten wird man ja schlecht los), zockt inzwischen aber auch fast jedes Mobilegame, das neu erscheint. Am liebsten Puzzle- und Rätselspiele. Oder was mit Tieren. Hauptsache bunt.


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