Airtight Games geschlossen

Veröffentlicht am 04.07.2014 um 12:59 Uhr von Roberto

Auch die Veröffentlichung von Murdered: Soul Suspect konnte das Studio nicht mehr vor der Schließung bewahren.

Dark Void Cover Airtight GamesErst vor ziemlich genau einem Monat erschien Murdered: Soul Suspect, das neueste Spiel von Airtight Games. Doch trotz teilweise wirklich passabler Wertungen und guter Resonanz von den Spielern markiert das ungewöhnliche Action-Adventure rund um einen toten Polizisten, der seinen eigenen Mord aufklären muss, auch das Ende des Studios. Via Twitter verabschiedete sich das Studio von den Spielern und bedankte sich noch mal bei den vielen Menschen, die dort über die Jahre gearbeitet haben.

Für manch einen kommt diese Meldung jedoch wenig überraschend, denn bereits im April wurden 14 Mitarbeiter aufgrund von nötigen Umstrukturierungen entlassen. Damals betonte man noch, dass diese Entlassungen nur zum ganz normalen Auf und Ab während der Entwicklung gehörten. Kurz zuvor hatte auch die Star-Entwicklerin Kim Swift, die u.a. Valves Hit Portal geschaffen hatte und 2009 zu Airtight Games ging, das Studio wieder verlassen, um bei Amazon zu arbeiten.

Airtight Games wurde 2004 in Redmond gegründet und setzte sich vornehmlich aus ehemaligen Mitarbeitern der FASA Studios (MechAssault), Microsoft und den Will Vinton Studios (Animationsfilme) zusammen. Bis zur Veröffentlichung ihres ersten Spiels, dem Third-Person-Shooter DARK Void, dauerte es jedoch gut 6 Jahre. Nur zwei Jahre später folgte dann Kim Swifts Puzzler Quantum Conundrum. Anschließend entwickelte man zwei kleinere iOS-Titel (Pixld, DerpBike) und das OUYA-exklusive Soul Fjord. Mit Murdered: Soul Suspect veröffentlichte man im Juni das ambitionierteste Spiel des Studios, dessen mäßige Verkäufe nun offenbar zum letzten Sargnagel geworden sind.

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Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.


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