My Little Farmies

 

Beschauliche Einblicke ins friedliche Mittelalter

Im Verbund mit King Art Games bringt uns Browsergame-Spezi Upjers die Wirtschaftskreisläufe einer beschaulichen Mittelalter-Siedlung näher. In My Little Farmies geht es noch ursprünglich und lokal zur Sache: Wir bauen das eigene Dörfchen zum florierenden Produktionsstandort aus, mahlen unser Korn in der eigenen Mühle und schieben in der Backstube nebenan Brote in den Ofen. Die Kundschaft steht am Markt Schlange, um dem Spieler die frischen Erzeugnisse aus Ackerbau und Viehzucht abzunehmen. My Little Farmies lockert die Zeitreise dabei mit charmanter Wusel-Grafik und vielseitigem Gameplay auf.


Genre-Update in Tradition der Vorbilder

Im Kern greift die neue Mittelalter-Simulation die Stärken bekannter Spieleklassiker auf: 'Die Siedler' und 'Die Völker' haben eine eigene Sparte der Wirtschaftssimulation begründet, die sich durch tief gehende Warenkreisläufe und eine lebendige Präsentation auszeichnen. Solche Spiele haben den Begriff des 'Wuselfaktors' mitgeprägt und ihn zum Markenzeichen gemacht. Dessen Charme hat Entwickler King Art Games nun sehr gelungen umgesetzt, mit My Little Farmies begeben wir uns in eine Spielumgebung, die mit zoombarer, isometrischer 2D-Grafik und wuselnden Dörflern und enormer Detailfülle Erinnerungen an die besten Zeiten des Genres wachruft. Mit der Maus wird der gerade sichtbare Abschnitt der Siedlung verschoben, einfach die linke Maustaste gedrückt halten und in die gewünschte Richtung bewegen. Der Wechsel in den Vollbildmodus bringt die Pixelpracht zur vollen Geltung und macht das Retro-Flair von My Little Farmies perfekt.  Es wird allerorts gewerkelt, geschäftige Mägde, Bauern und Knechte pendeln zielstrebig über die Wege eurer Siedlung, während die Kundschaft eure Marktstände ansteuert, vorbei an strohgedeckten Werkstätten und Verarbeitungsbetrieben. Jedes der vielen Gebäude fügt sich mit eigenem Charakter ins das belebte Gesamtbild eines mittelalterlichen Landguts. Ganz genauso verhält es sich mit der Haltung und Zucht verschiedenster Nutztiere, die in den Stallungen eures Dorfs von euch aufgezogen werden. Die einzelnen Arten sind niedlich animiert und drehen den Wuselfaktor des Browsergames kräftig auf. 
Einer der Bauern fasst sich derweil ein Herz und weist uns Neulinge in die Gepflogenheiten mittelalterlichen Wirtschaften ein: Ottmar begrüßt uns im Spiel und schickt uns ohne Umschweife auf den Acker. Es ist Zeit Roggen zu säen, die vorbereiteten Felder warten bereits darauf, von uns bestellt zu werden. Wir wenden uns also den Feldern am Dorfrand zu. 


Ottmars wachsames Auge

Hier wächst schon etwas Roggen, wie bei jedem Spielelement im Dorf präsentiert das Spiel uns nach Anklicken weitere Infos. Für einen ausreichenden Anbau der Getreidesorte erhalten wir dann auch unsere erste Belohnung, eine fürstlichen Summe Taler und XP. Die ersten fünf Klicks des Spiels befördern uns direkt auf Stufe 2. Mit jeder Erfahrungsstufe werden neue Spielelemente verfügbar. Am oberen Bildrand führt eine Buttonleiste zu zentralen Spielfunktionen wie dem Lager oder dem Shop, der uns gegen ein paar der hart verdienten Taler neue Ausbaumöglichkeiten für unser Dörfchen bereitstellt. Der Ablauf ist für jeden Neubau der gleiche - über den Spielerlevel werden neue Gebäude wie die Kornmühle oder die Schneiderei verfügbar. Wollen wir eine Mühle bauen, kaufen wir sie zunächst als Karte im Shop. Wir bestimmen die Baustelle, weitere Ressourcen werden nicht verbraucht, außer Talern müssen also keine weiteren Voraussetzungen für den Bau von Gebäuden erfüllt werden. Wollen wir später noch eine errichten, erneuern wir das Baurecht ein zweites Mal, und so weiter. Im Hauptbildschirm wartet der geplante Bau dann in der unteren Leiste auf seine Umsetzung - freie Baufläche vorausgesetzt. Gesetzte Objekte lassen sich übrigens an einen anderen Standort verschieben oder sogar wieder in die Kartenleiste zurückbefördern, um verkauft oder später eingesetzt zu werden.
Der Shop bietet eine enorme Fülle an Neuerungen für die Siedlung, die nicht nur Gebäude umfasst. Der Übersicht halber sind die Angebote über mehrere Stufen geordnet. Pflanzen, Tiere, Deko und Gebäude sind die übergeordneten Reiter des Shops, ein Klick auf Gebäude eröffnet uns dann noch die Wahl zwischen Bauten für Herstellung, Verkauf, Wege oder Sonderaufgaben.  
Am linken Bildschirmrand werden aktuelle Ziele dezent eingeblendet, von hier behält uns auch Berater und Questgeber Ottmar unauffällig im Auge.


Mit Geduld zu wertvollen Waren

Schon mit den Feldern und dem lieben Vieh hätte ein Gutsherr viel zu tun, aber das Spiel rückt die mehrstufige Weiterverarbeitung eurer Erzeugnisse in den Fokus. Obst, Baumwolle und Holz werden rund ums Dorf dort anbaut, wo gerade Platz ist, in den Betrieben unserer Siedlung werden diese und eine Vielzahl weiterer Güter dann zu verkaufsfertigen Waren veredelt. So macht die Saftpresse Früchte zum Trinkgenuss, während erst das Sägewerk unseren Zimmermann mit handlichen Holzleisten ausstatten kann.
Jedes der an den Wirtschaftskreisläufen beteiligten Gebäude hat ein Kontextmenü, über das sich unter anderem die Weiterverarbeitung vorhandener Lagerbestände einleiten lässt. Unser geernteter Roggen wird also automatisch in der Mühle gemahlen, wenn wir das dort in die Wege leiten. Mit dem Roggenmehl im Lager lässt sich dann die Bäckerstube anwerfen, vorausgesetzt alle anderen Zutaten für leckere Brote sind vorhanden. Das Lager verschafft uns jederzeit einen Überblick über die vielen Dutzend Waren.  
Erworbene Tiere können erst im Dorf platziert werden, wenn die zugehörigen Gatter bereits stehen. Bei den Tieren inkorporieren die Entwickler untypische Spielelemente, die Tiere haben eine Laune und brauchen Aufmerksamkeit, um sich bei uns wohlzufühlen. Wie bei den Pflanzen schweben Info-Symbole über den Gänsen, Schafen oder Kühen, die uns direkt Aktionen wie das Füttern ausführen lassen. Zufriedene Kühe sind am Markt mehr wert oder geben in unseren Ställen mehr Milch. Genau wie Ackerpflanzen wachsen auch die Tiere heran, junge Häschen sind irgendwann Hasen, die den Stall für die nächste Generation räumen müssen. Wir bringen die ausgewachsenen Nager zum Markt und erwirtschaften so einen Gewinn für unsere Mühen. 
Baut man die Gehege um eine Behausung aus, können wir uns sogar als Züchter versuchen. Mit zwei erwachsenen Tieren stehen die Chancen gut, dass wir den Nachwuchs nicht mehr zukaufen müssen.  Zuchterfolg schlägt sich übrigens auch auf die Qualität eures Viehs aus: Nur über die Zucht könnt ihr Tiere höheren Levels erhalten, die mehr Ertrag versprechen. Mit solchen Details erreicht das Gameplay von My Little Farmies eine erstaunliche Tiefe.


Der Baulöwe erwacht

So baut man die Möglichkeiten seines Dörfchens weiter und weiter aus. Neue Warenketten brauchen neue Produktionsstätten und Verarbeitungsgebäude, entsprechend müssen wir Bauflächen freischaufeln. Dazu kaufen wir das angrenzende Land stückweise auf, bauen Wege und erschließen neuen Baugrund. So entwickelt sich das Dörfchen zum ausgewachsenen Wirtschaftsstandort, auf dessen Straßen jede Menge Kunden und Arbeiter unterwegs sind.
Fast alle Gebäude lassen sich zudem erweitern, was dann mehr Angestellte erlaubt oder zusätzliche Produktionsslots freischaltet. Dann darf man in der Kornmühle verschiedene Getreidearten verarbeiten, ohne dass einem Roggen- und Weizenmehl durcheinandergeraten. 
Schon im Mittelalter hat die Beliebtheit eurer Einkaufsstraßen bei den Kunden Bedeutung. Allerlei schmückendes Beiwerk macht den Besuch eures Landguts unvergesslich, seltenere Bäume und prächtigere Pflanzen entfalten dabei mehr Deko-Wirkung als die kleineren Exemplare. Aber auch einladende Brunnen und bequeme Bänke lassen eure Kunden beim Feilschen erweichen.
Zunächst verkaufen wir direkt aus dem Lager, etwas mehr können wir verlangen, wenn wir Marktstände errichtet haben. Die meisten Kunden kaufen hier selbstständig ein, einige wollen aber von uns bedient werden. Ein Klick, und der Kundenwunsch ist erfüllt - solange die Warenbestände mitspielen.
My Little Farmies ist ein unbeschwerter Aufbau und Wirtschaften im Mittelalter-Setting, der durch eine Fülle an Ausbaumöglichkeiten und tiefgehende Verkettungen viel und anhaltenden Spielspaß verspricht.


 
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