Dead State

Wenn es um Zombies und Survival geht, dann führt für gewöhnlich kein Weg an der Ego-Perspektive vorbei. Ob DayZ, Zombie U oder Left 4 Dead, jeder große Zombie-Titel der letzten Jahre wurde aus der Ich-Perspektive gespielt und kaum einer würde auf die Idee kommen, daran etwas zu ändern. Dabei kann man den Kampf ums Überleben auch auf andere Weise erzählen, wie DoubleBear Productions mit Dead State beweisen will.

Das Spiel begann auf Kickstarter, wo es über 300.000 US Dollar sammeln konnte und somit die erhoffte Summer sogar mehr als verdoppeln konnte. Mit diesem Budget werkelte man anschließend mehr als zwei Jahre an einem Survival-Titel, den man so noch nicht gesehen hat. Dead State geht nämlich viele Elemente des Genres ganz anders an als man es von den Platzhirschen so kennt. Das fängt schon bei der Perspektive an, denn ihr seht das Geschehen von oben. Das mag für manche das Mittendrin-Gefühl stören, doch die Entwickler haben einen guten Grund dafür, denn Dead State ist kein simpler Action-Horror, sondern kombiniert Strategie, Rollenspiel und Simulation.

Als Anführer einer kleinen Gruppe von Überlebenden müsst ihr im Angesicht der untoten Horden schwierige Entscheidungen treffen, die vielfältige kaum sein könnten. Es gibt ganz offensichtliche Aufgaben wie den Aufbau und die Absicherung einer Notunterkunft, in der ihr euch vor den Zombies schützen und eure nächsten Schritte planen könnt. Dazu gehört natürlich auch die Versorgung eurer Gruppe mit Nahrung und Wasser sowie wichtiger Ausrüstung wie etwa Waffen oder auch Medikamenten. Um diese Dinge zu bekommen müsst ihr immer wieder den Schutz eurer Basis verlassen und euch in der gefährlichen Umgebung auf Schatzsuche begeben.

Doch es gibt eben auch noch subtilere Facetten, die in anderen Spielen oft ignoriert werden. Der ständige Kampf ums Überleben zerrt an den Nerven jedes Einzelnen und als Anführer der Gruppe müsst ihr einen kühlen Kopf bewahren und dafür sorgen, dass eure Kameraden zusammenhalten, statt sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen. Die Interaktion mit den Gruppenmitgliedern und Fremden ist also ebenso wichtig wie der Bau eurer Basis und der direkte Kampf mit den Untoten. Auf diese Weise baut ihr auch schnell eine Bindung zu den Charakteren auf, was dazu führt, dass ihr euch wirklich Sorgen macht und mit den Figuren mitfiebert. Und das zieht euch garantiert noch viel mehr ins Spiel als der bloße Einsatz der Ego-Perspektive.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.

Tipps

Dead State Guide mit Tipps für Einsteiger

In diesem kleinen Guide zum Strategie-RPG Dead State wollen wir allen neuen Spielern ein paar nützliche Tipps geben, mit denen sie lebendig durch die ...

18.03.2016 um 15:19 Uhr

Tags: Survival | Rundenbasierte Strategie | Zombies

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