Elvenar Vorschau

Wir tauchen in die Fantasy-Welt von Elvenar ein und berichten euch, was wir in der Closed Beta des Strategiespiels erlebt haben.

Elvenar Vorschau Preview Teaser

Erste Schritte mit magischen Elfen

Am 11. November, der für leidenschaftliche Narren und Jecken den Beginn der Karnevalszeit markiert, hat Spielepublisher Innogames erstmals das neue Strategiespiel Elvenar angekündigt. Wenige Wochen später folgten zusätzliche Details zum free-to-play Browsergame inklusive eines ungefähren Starttermins für die Closed Beta. Wie einige von euch feststellen konnten, haben die Macher von Forge of Empires und Grepolis Wort gehalten. In der vergangenen Woche fiel nämlich der Startschuss für die geschlossene Testphase und die ersten Beta-Keys wurden verschickt. Auch wir haben bereits in der ersten Runde einen Zugangscode ergattert. Wenn ihr diesmal noch nicht mit dabei wart, braucht ihr euch allerdings nicht gleich zu ärgern, denn bald sollen weitere Keys verschickt werden. Elvenar ist zunächst nur im Browser und während der Closed Beta ausschließlich in English verfügbar sein, doch eine Mobile App ist laut Entwicklerteam bereits in Planung.

Elvenar Völker

Bevor wir in Elvenar mit dem Ausbau unserer Stadt beginnen, stehen wir vor der alles entscheidenden Frage: Menschen oder Elfen? Obwohl die Menschen ein sehr interessantes Völkchen zu sein scheinen, entscheiden wir uns dennoch für die Elfen. Mensch sein kann man ja immer. Wir verzichten darauf, besonders gute Baumeister zu sein und ausgefallene Technologien zu nutzen, um in die magische Welt der Fantasy-Gestalten einzutauchen. Zunächst fällt uns auf, dass wir in der Closed Beta von Elvenar nicht in einem Levelsystem aufsteigen, sondern ausschließlich in einer Rangliste mit anderen Spielern konkurrieren. Das hat den Vorteil, dass wir unter den richtigen Voraussetzungen sämtliche Gebäude, Kampfeinheiten und andere Items sofort freischalten können, ohne zuvor eine bestimmte Levelstufe erreichen zu müssen. Was wir hierfür jedoch brauchen, sind sogenannte Knowledge Points (Wissens- oder Forschungspunkte). 

Elvenar Forschungsbaum ElfenDie setzen wir im Forschungsbaum unseres Elfen-Volks ein, um neue Produktionsstätten, Landerweiterungen und Dekorationen zu ergattern. Am oberen Rand der Spieloberfläche von Elvenar finden wir eine Leiste, in der wir bis zu zehn Punkte sammeln und speichern können. Die werden automatisch generiert, wobei ein Forschungspunkt eine Stunde in Anspruch nimmt. Da wir nicht so lange warten wollen und die Anzahl der geforderten Punkte allmählich steigt, begeben wir uns auf die Weltkarte und erkunden die Gebiete, die in direkter Umgebung zu unserer Stadt liegen. Die Expeditionen kosten uns Gold und dauern zu Beginn nur ein bis zwei Minuten. Je mehr Bereiche wir erkunden, desto mehr steigen die Preise und Wartezeiten. Bislang lassen sich die Aufklärungsmissionen jedoch in weniger als zehn Minuten beenden. Generell haben wir die Möglichkeit, Wartezeiten mit Hilfe von Diamanten abzukürzen. Die Premiumwährung ist allerdings ziemlich selten – genauer gesagt, hatten wir bislang keine Gelegenheit, zusätzliche Diamanten zu erspielen. Wir müssen Diamanten also zwangsläufig mit richtigem Geld kaufen, wenn wir sie verwenden wollen.

Elvenar Karte RelikteWährend des Tutorials hat uns einer der Nichtspielercharaktere (NPCs) bereits die Hälfte unseres Startguthabens an Premiumwährung abgeknöpft. Für die rund 100 Diamanten mussten wir einen zweiten Arbeiter engagieren, um weiterspielen zu können. Obwohl wir keine andere Wahl hatten, erkennen wir natürlich den Vorteil, denn schließlich steht es uns jetzt frei, zwei Gebäude auf einmal zu erbauen oder zu verbessern. Da Aufwertungsprozesse in höheren Stufen oftmals mehrere Stunden in Anspruch nehmen, wären ein paar zusätzliche Arbeiter ganz nützlich. Nachdem wir unsere Builder’s Hut (Bauarbeiterhütte) auf Level 2 gebracht haben, steht uns die Option offen, einen weiteren Arbeiter zu engagieren. Dafür bräuchten wir jedoch 500 Diamanten. Der gleiche Betrag wird fällig, wenn wir unsere Bauarbeiterhütte ausbauen wollen, um weitere Bauslots freizuschalten. Angesichts der Tatsache, dass wir bislang keine kostenlose Premiumwährung abstauben konnten und sie demnach mit echtem Geld kaufen müssten, verzichten wir vorerst komplett auf den Einsatz von Diamanten und üben uns in Geduld.


Wachsende Bevölkerungszahl und Kulturstätten bedingen den Ausbau

In Elvenar errichten wir viele Wohnhäuser, denn weitere Gebäude erfordern nicht nur Gold und Ressourcen, sondern unter anderem auch eine bestimmte Einwohnerzahl. Außerdem platzieren wir ein paar Dekorationen, um unseren Kulturwert zu erhöhen. Nach dem Freischalten bauen wir Rohstoffgebäude, in denen wir Marmor, Holz und Eisen fördern. Die arbeiten nur auf Befehl und der kürzeste Prozess dauert in der Regel drei Stunden, wobei wir in niederen Gebäudestufen eine recht geringe Ausbeute im einstelligen Bereich verzeichnen. Deshalb machen wir uns daran, die Produktionsstätten rasch auszubauen und anschließend ständig in Betrieb zu halten.

Elvenar Stadt PreviewDie Wartezeiten bleiben die gleichen, während die Produktionsmenge geringfügig ansteigt. Das wirkt zunächst nicht sehr motivierend, aber wir hoffen, dass es sich auf lange Sicht auszahlt. Für die meisten Aktionen – darunter Bauarbeiten, Expeditionen und das Aktivieren erforschter Items – brauchen wir Supplies (Proviant), die wir in Workshops herstellen. Das dauert zwischen 15 Minuten und 24 Stunden, wobei sich die Ausbeute ebenfalls durch Verbesserung der Gebäude erhöht. Der Ertrag ist jedoch viel höher als bei den Ressourcen – macht ja auch Sinn, weil wir Proviant viel öfter und in höheren Mengen brauchen. Anfangs ergattern wir viel zusätzlichen Proviant, indem wir Aufgaben lösen. Die Aufträge bringen uns nicht nur Belohnungen ein, sondern leiten uns zu Beginn auch zielführend durchs Spiel. Allerdings sind stets nur zwei Aufgaben gleichzeitig aktiv. Manche davon können wir ablehnen, was sich jedoch nicht rückgängig machen lässt. Mitunter nehmen die Aufgaben jedoch recht viel Zeit in Anspruch.

Elvenar Marktplatz TraderWährend wir darauf warten, dass Verbesserungsprozesse abgeschlossen werden, schauen wir uns einige der Gebiete an, die wir mittlerweile auf der Karte von Elvenar freigeschaltet haben. Hierbei besuchen wir unter anderem die Städte anderer Spieler und unterstützen sie mit Gold und Boosts. Damit bezeugen wir nicht nur unsere Hilfsbereitschaft, sondern heimsen zudem Belohnungen in Form von Gold ein. Wenn wir durch einen der Spieler in den vergangenen 24 Stunden Unterstützung in unserer eigenen Stadt erfahren haben, dürfen wir uns zudem über Proviant freuen. Die Nachbarschaftshilfe stellt demnach eine gute Option dar, Vorräte aufzufüllen. Sobald wir den Trader (Marktplatz) erforscht haben, können wir Handel treiben, wobei wir Rohstoff gegen Rohstoff tauschen. Angriffe auf andere Spieler sind bislang nicht möglich. Mittlerweile steht in unserer Stadt schon eine Baracke. Außerdem haben wir Schwerttänzer und Bogenschützen erforscht und ausgebildet, die wir nun gerne einsetzen möchten.


Verhandlungen und Kämpfe in zahlreichen Provinzen

Über die Weltkarte begeben wir uns in eine der NPC-Provinzen, die wiederum aus einzelnen Stationen bestehen, in denen wir Relikte und Wissenspunkte ergattern können. Sobald wir alle Teilen einer Provinz abgegrast haben, gilt der Bereich als abgeschlossen. Eine gewisse Anzahl an erledigten Gebieten beschert uns wiederum eine Landerweiterung, die wir anschließend mit Gold erwerben. Alternativ können wir zusätzliche Landflächen mit Diamanten erwerben. Relikte brauchen wir, um erforschbare Booster zu verbessern, die unsere jeweilige Produktion steigern.

Elvenar Provinz Relikt

In den Gebieten stehen uns zwei Optionen offen: Verhandeln und Kämpfen. Eine friedliche Lösung erfordert Gold und zudem Proviant oder einen bestimmten Rohstoff. Sobald wir die gewünschten Abgaben geleistet haben, gehen ein Relikt und ein Forschungspunkt in unseren Besitz über – ohne Wartezeit. Doch nun wollen wir endlich die erste Schlacht schlagen und fordern einen machbaren Gegner heraus, dessen Truppen in der Unterzahl oder schwächer sind – nicht ganz fair, aber vielversprechend. Nachdem wir einen Kampf gestartet haben, finden wir uns auf einem Hexagon-Schlachtfeld wieder und leisten uns ein rundenbasiertes Gefecht mit unserem Kontrahenten. Dabei und auch in anderen Aspekten des Spiels fühlen wir uns stark an InnoGames' Forge of Empires erinnert.

Elvenar Schlachtfeld GefechtDie Kampfoption bietet eine nette Abwechslung zum Städtebau und erspart uns außerdem die Zahlung bei Verhandlungen. Mit den Wissenspunkten, die wir eingesackt haben, arbeiten wir uns weiter im Forschungsbaum voran, der neben verbesserten Versionen bereits existierender Gebäude unter anderem eine Kristall-, eine Seidenfabrik und darüber hinaus weitere Kampfeinheiten bereithält. Ein Blick auf die künftigen Items, Gebäude und Truppen hält uns bei der Stange, obwohl wir immer größere Pausen zwischen Spielsessions einlegen. Wieso sollten wir auch online bleiben, wenn es nicht viel zu tun gibt? Nachdem wir die leichteren Gegner besiegt haben, starten wir Ausbildungs-, Produktions- und Ausbauprozesse und verabschieden uns daraufhin für gut drei Stunden aus dem Spiel.


Unser erster Eindruck von Elvenar

Vor allem den Spielern, die bereits in Forge of Empires Erfahrungen gesammelt haben, dürfte das Spielprinzip und der Aufbau von Elvenar ziemlich bekannt vorkommen. Der Forschungsbaum, der unserem Elfenvolk zur Verfügung steht, ist sehr umfangreich und lässt sich unabhängig vom Level mit Wissenspunkten nach und nach freischalten. Die Wartezeiten im Browsergame sind anfangs ziemlich kurz, steigen mit der Zeit jedoch immer weiter an. F2P-Strategiespiel-Kenner sollten daran jedoch mittlerweile gewöhnt sein. Verbesserungsprozesse und Ressourcenförderung können bis zu mehrere Stunden dauern, wobei in Produktionsstätten verschiedene Optionen offen stehen.

Elvenar Aufgabe TruppenDas Verhältnis von Aktionsdauer zu Rohstoffausbeute in Elvenar wirkt anfangs ein wenig demotivierend – eine Mindestdauer von drei Stunden, nach der wir nur eine Handvoll Holzlatten verzeichnen können, finden wir auf den ersten Blick nicht sonderlich effizient. Mit weitaus höherstufigen Gebäuden dürfte sich das jedoch ändern. Zum Glück brauchen wir die Ressourcen in überwiegend moderaten Mengen nur für bestimmte Aktionen wie Gebäudeverbesserungen oder Verhandlungen in Provinzen. Dennoch kann es schon eine Weile dauern, bis wir ausreichend Rohstoffe für Ausbauarbeiten beisammen haben. Die Aufgaben, die uns zur Verfügung stehen, sind auch gut ohne den Einsatz von Premiumwährung zu bewältigen, mitunter allerdings recht langwierig. Bislang konnten wir keine Möglichkeiten entdecken, um kostenlose Diamanten abzustauben. Die bräuchten wir jedoch lediglich, um uns weitere Arbeiter zu sichern, gegebenenfalls Landerweiterungen zu erwerben oder für die eine oder andere Dekoration. Eine Echtgeld-Investition in Diamanten ist demnach nicht unbedingt notwendig, um in Elvenar voranzukommen. Durch ein paar umherlaufende Elfen und Bewegungen in aktiven Produktionsgebäuden kommt ein wenig Leben auf den Bildschirm und auch die musikalische Untermalung ist recht angenehm. Die Soundeffekte, die mit kreischenden Vögeln und Bling-Geräuschen einhergehen, finden wir nach einer Weile etwas lästig. Glücklicherweise können wir die Musik und die Soundeffekte unabhängig voneinander abschalten.

Elvenar Relikte RathausWährend der Wartezeiten steht es uns frei, Gebiete nach Relikten und Wissenspunkten abzugrasen – was uns aber auch nur über einen gewissen Zeitraum bei der Stange hält, so dass wir ab und an mehrstündige Pausen einlegen, bevor wir unseren Elfen den nächsten Besuch abstatten. Zwischendurch machen wir kurze Abstecher in die Städte anderer Spieler, die wir mit Geschenken unterstützen. Dadurch sichern wir uns Belohnungen und haben die Chance auf eine Gegenleistung. Hilfsaktionen in unserer eigenen Stadt bescheren uns unter anderem zusätzliches Gold und verkürzte Bauprozesse. Wer möchte, kann in Elvenar Mitteilungen an die Spieler verschicken, deren Städte bereits entdeckt wurden. Weitere Interaktionsmöglichkeiten stehen bislang nicht offen, doch wir gehen einmal davon aus, dass sich das im Laufe der Zeit noch ändert. Wer sich im Allgemeinen für Strategiespiele begeistert und die anfängliche Rohstoffknappheit überwindet, kann in Elvenar sicherlich eine Menge Spaß haben.


Elvenar
Pro
Schöne Grafik
Gelungene Übersetzung
Kampfsystem bietet taktische Möglichkeiten
Contra
Wenig Interaktionsmöglichkeiten
Kaum Motivation nach dem Tutorial und später
Viele verwaiste Geisterstädte
Hart monetarisiert (keine Gratis-Diamanten)
Ewig lange Wartezeiten
2 / 5

Über den Autor
Silvio Wagner | Redakteur

Silvio liebt alles, was auch nur ansatzweise mit Strategie zu tun hat. Zur Abwechslung stürzt er sich aber auch gerne mal in MMORPGs wie Tribal Wars 2.


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