FantasyRama

FantasyRama Review

Review

Ein weiterer Spross der Aufbaureihe

FantasyRama ist eine browserbasierte Aufbausimulation von Bigpoint, mit der die aus anderen Hits bekannte Spielerfahrung rund ums Gärtnern und Züchten, mit einem lebensbejahendem Fantasy-Setting verquirlt wird. Der Reiz des Spiels zieht sich aus der freien Gestaltbarkeit eines wundersamen Weidenhains, dem der Spieler mit farbenprächtigen Zauberkräutern, majestätischen Bäumen und putzigen Magiewesen Leben einhaucht.
 
Die verborgene Welt der Feen ist in der Krise: Die alteingesessenen Bewohner sind mit ihrer eigenen Fantasie am Ende, der Zauber ihres Reichs ist bedroht. Die einzige Chance ist nun, einen fantasievol-len Gast ins Reich der Magie einzuladen und zum Gartenbau zu überreden. Nur ein unverbrauchter Außenseiter kann die Gärten mit wohlgeplanter Strategie zum Gedeihen bringen. Damit sich die Fan-tasielosigkeit in der Magiewelt nicht weiter um sich greift, muss der Spieler seinen tristen Weiden-hain in ein vor Magie pulsierendes Paradies verwandeln.
 
Vom engen Verwandten Farmerama übernimmt FantasyRama die gewohnte, flüssige Bedienung, die Veteranen keinerlei Schwierigkeiten bereiten wird und auch von Anfängern schnell verinnerlicht werden sollte. Die Präsentation hat sich dagegen ganz dem Szenario rund um freundliche Feen und gutherzige Magie verschrieben. Mystische Natur und magische Wesen sind in farbenfrohem und detailreichem Design gehalten, alle Items und Funktionen sind mit fantasievollen Begriffen integriert und zeichnen ein stimmiges Bild vom Feenreich, das besonders junge und zartbesaitete Spieler mit seinen niedlichen und witzigen Einfällen verzücken wird.

Was das Gärtnern magisch macht

Den Spieler erwartet die Aufgabe, verschiedenste magische Pflanzen und Tiere nach eigenen Vorstel-lungen anzusiedeln, um mit ihrer Kraft den Baum des Lebens zu stärken. Der Baum des Lebens ist vielleicht das Zentrum des Feenreichs, eigentlicher Spielplatz ist aber eine zu Beginn fast leere Hain-Lichtung mit Blick auf den monumentalen Baum im Hintergrund. Seine Macht hält die Fantasiewelt vor unliebsamen Eindringlingen verborgen - man stelle sich nur vor, was Sternekoch Jamie Oliver in einem magischen Kräutergarten voller noch nie verzehrter Zauberwesen alles anrichten könnte. We-niger kochbegeisterten Spielern liegt aber das bedingungslose Wohl des Fantasie-Biotops am Herzen, was Aufforstung und den Bau von Behausungen für Fabeltiere aller Art beinhaltet. Dabei sind die verborgenen Wesen alles andere als unauffällig: Für den eingeweihten Betrachter eröffnet sich hier ein bunter Mikrokosmos magischer Fauna und Flora, der im Spielverlauf an Vielfalt und Dichte zu-nimmt und immer neue, detailreich animierte Bewohner beherbergt. 


Hilfreiche Geister im verwunschenen Forst

Gleich drei hilfreiche Tutoren bringen dem Spieler zu Beginn die grundlegenden Funktionen von Fan-tasyRama näher. Floralie, Eleanor und Flavius sind die hilfreichen Geister der Feenschule, die einen in die recht umfangreiche Funktionsfülle des Aufbaustrategie-Spiels einweisen. Alle Feinheiten er-schließen sich aber sowieso erst im Verlauf des Spiels, zu Beginn müssen erst einmal überschaubare Abläufe erlernt werden. Anpflanzen, Pflege und Ernten ist das zentrale Tagewerk der Magie-Wesen, also bepflanzt man Beete mit fantasievoll designten Setzlingen wie Jade-Klee, Goldköpfchen und Rotschlund-Lilien.
 
Ein Beet hat dabei immer nur Platz für eine Staude oder Pflanze, die bei Reife aber mehr als nur eine Einheit zum Pflücken bereithält. Für mehr Platz zum Anpflanzen wird man kleine, mittelgroße und große Beete in seinem Gartenreich anlegen. Saat, Ernte und andere Aktionen werden per Mausklick im Kontextmenü des Beets gewählt, Erträge wandern direkt in euer Inventar und sind das zentrale Element, um den weiteren Aufbau eurer Zauber-Plantage voranzutreiben. Dieses bietet aber nicht nur Platz für Kräuter, sondern auch für die mit dem Lebensbaum verwandten magischen Bäume. Als letzten Aspekt übernimmt der Spieler noch die Aufzucht hilfsbedürftiger Kreaturen. Die danken ih-rem Gastgeber und dessen Pflanzenwelt mit nahrhaftem Ambrosia, ziehen aber erst gegen finanzielle Anreize auf die Lichtung. Ein Klick auf die Behausung des Wesens offenbart zugewiesene Funktionen, etwa für das notwendige Füttern und Tränken. Fühlen sich die Bewohner wohl, gibt es Nachwuchs, für den es am Markt interessierte Abnehmer gibt.

Markt

Eure gehorteten Kräuter, Baumfrüchte und Kreaturen könnt ihr am 'Portal' gegen Erfahrung und die Ingame-Währung 'Sternentaler' abgeben. Neue Arten von Saatgut oder Bäume kann man immer dann auf dem Kräuterbasar bzw. im Forsthaus erwerben, wenn der nötige Level erreicht ist und genügend Sternentaler in der Feenbörse einen Tausch zulassen. Der spielinterne Markt mit seinen Unterabteilungen ist über einen Button zu erreichen. Er ist Teil der zwei Buttonleisten, die den Blick auf das Spielfeld einrahmen und am linken und rechten Rand die wichtigsten Funktionen Klick-bereit arrangieren. Am oberen Bildrand sind Level und Ressourcen platziert, sodass sich jederzeit ablesen lässt, wie bald Neuerungen freigeschaltet werden oder ob finanzielle Engpässe bevorstehen. Dann gilt es, zu reagieren: Mit der Maus gibt man sämtliche Anweisungen, häufige anfallende Aktionen wie das Ernten gehen mit einem Klick vonstatten. Mit ihren schnellen Wachstumsraten halten einen die Kräuterpflanzen auf Trab, die Bäume und gerade höher-levelige Tiere bedürfen deutlich seltener Aufmerksamkeit. Behält man beim Gärtnern den Überblick und hat das Tagewerk im Griff, stehen einem zusätzlich Aufgaben vom Feenvolk offen. Hier werden zusätzlich zum reinen Endlos-Spiel Herausforderungen geboten, die mit besonderen Belohnungen verbunden sind.

Kurz erwähnt sei die Premiumwährung 'Mondkristall': Mit ihr lassen sich zum Beispiel Erntehelfer einstellen oder die Reifungszeiten der Kräuter, Früchte und Tierchen beschleunigen. Einige Brocken des seltenen Gesteins werden einem aber auch im regulären Spiel gutgeschrieben, so dass man solche Komfort-Funktionen auch ohne Geld regelmäßig ausprobieren kann.


Jenseits des Weidenhains

Ein Klick auf den Stein der Navigatoren erlaubt den Blick über den Tellerrand. Es gibt in FantasyRama noch mehr Areale zu entdecken als die eigene Weiden-Lichtung. Die Weltkarte gewährt zumindest den Blick über den ganzen Hain mit dem Lebensbaum als Zentrum der magischen Wälder. In Fantasi-a, der Stadt der Feen, finden sich ein Postsystem, ein Auktionshaus und der Wunschbrunnen, der Nutzern jeden Tag einmal das Fischen nach mehr oder weniger exklusiven Geschenken erlaubt.
 
Ein interessanter Ort zusätzlich zu den Anbauflächen 'Weidenhain' und später 'Mondschattenaue' ist vor allem das Kreamagi-Ei, das eine weitere Überraschung für Tierfreunde bereithält. Der Ort ist die Spielwiese für ein besonders interaktives Haustier, das früh im Spielverlauf aus seinem Ei schlüpft. Es handelt sich dabei um eines verschiedener märchenhafter Wesen, etwa einen Babydrachen. Der erhält vom Spieler einen eigenen Namen und durchlebt verschiedene Wachstumsstufen, die man verfolgen und auf verschiedene Weisen fördern kann. So hat jede Kreatur ein Lieblingsfutter, eine Aura und ein Sternzeichen. Je nach Entwicklungsstadium kann man auf unterschiedliche Weise mit seinem Zögling spielen, das geeignete Spielzeug findet sich beim Bewirtschaften der Lichtung. Damit man den Kreamagi nicht vergisst, gibt es dort auch eine Anzeige für dessen Glücklichkeit. Glück-lichsein wirkt sich positiv auf die Aura deines Fabeltiers aus, die das Gärtnern des Spielers wahlweise mit dauerhaften oder temporären Vorteilen unterstützt.
 
FantasyRama bietet auf den ersten Blick Gewohntes in neuem Gewand. Das Aufbauspiel stellt aber eine Fortentwicklung dar, die ein fesselndes Spielprinzip entrümpelt, es in ein stimmungsvolles Fan-tasy-Setting überführt und um eigenständige Ideen bereichert.


Über den Autor
Christina | Editor/Redakteurin

Christina ist eine Expertin wenn es um Browserspiele geht. Egal ob MMO oder Gelegenheitsspiele - Christina kann sich für alles begeistern.


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