Forge of Empires Guide für Einsteiger

Wir erklären euch in unserem Guide die grundlegenden Aufgaben und Features des Aufbauspiels Forge of Empires.

Forge Of Empires News Teaser

Worum geht's? - Die Grundlagen

Forge of Empires ist ein kostenloses Strategiespiel, das den Schwerpunkt auf den Aufbau einer eigenen Stadt legt. Allerdings sticht der Titel durch eine Besonderheit hervor: Statt euch auf ein Szenario zu konzentrieren, führt ihr euer Volk durch die gesamte Menschheitsgeschichte. Ihr fangt an in der Steinzeit und erreicht nach und nach neue Zeitalter. Bereits nach dem Tutorial habt ihr die Bronzezeit erreicht, danach folgt die Eisenzeit, das frühe, Hoch- und Spätmittelalter, die Kolonialzeit, das Industriezeitalter, die Jahrhunderwende (also 1900), die Moderne, die Postmodernde, die Gegenwart, das Zeitalter namens „Morgen“ und zu guter Letzt die frisch integrierte Zukunft

Im Grunde fußt das Spielprinzip von Forge of Empires auf drei Grundbausteinen: Im Stadtbildschirm baut ihr eure Siedlung aus und kümmert euch um die Produktion von Bauressourcen und anderen Gütern sowie die Rekrutierung von Soldaten. Außerdem sorgt ihr dafür, dass eure Bevölkerung zufrieden ist, indem ihr die Stadt zum Beispiel mit Dekorationen verschönert. Der zweite wichtige Bereich ist die Forschung. In diesem Menü habt ihr einen riesigen Forschungsbaum vor euch, der alle Zeitalter und jede Menge Technologien, Gebäude und andere Errungenschaften der Menschheitsgeschichte umfasst. Um eine neue Epoche zu erreichen, müsst ihr eine Technologie aus jener Zeit erforschen. Dazu benötigt ihr die sogenannten Forge-Punkte, die ihr automatisch jede Stunde erhaltet oder alternativ kaufen könnt. Eins steht fest: Ohne Forschung geht in Forge of Empires gar nichts!

Doch in Forge of Empires geht es nicht nur friedlich zu. Neue Gebiete wollen erobert werden und dazu benötigt ihr natürlich eine schlagkräftige Armee. Hier wären wir beim dritten grundlegenden Bereich des Spiels, der „Karte der Kontinente“ und den Kämpfen. Über die Map kundschaftet ihr benachbarte Gebiete aus. So erfahrt ihr, welche Ressourcen es dort zu holen gibt. Damit ihr an die wichtigen Materialen gelangt, müsst ihr eure Soldaten in die Ländereien schicken. Dann habt ihr die Wahl: Kauft ihr einen Sektor mit dem Einsatz von Echtgeld oder blast ihr mit euren Truppen zum Angriff? In beiden Fällen kommt ihr zum gleichen Ergebnis, sofern ihr euch denn in den rundenbastierten Gefechten gut schlagt und als Sieger hervorgeht: Das Gebiet gehört euch und ihr erbeutet die dort vorhandenen Ressourcen, um eure Stadt weiter auszubauen.


Was braucht ihr für einen erfolgreichen Siedlungsbau? - Die Ressourcen

Ohne Moos nix los – dieses allseits bekannte Motto gilt auch in Forge of Empires. Doch hier zählt wesentlich mehr als nur euer virtueller Kontostand. Es gibt so einige Ressourcen im free-to-play Browsergame, die teils ganz unterschiedlichen Zwecken dienen. Damit ihr nicht den Überblick verliert, listen wir alle auf und erklären euch, wofür ihr sie benötigt.

Münzen: Keine Stadt, kein Königreich, kein Imperium funktioniert, ohne dass die Bevölkerung Steuern bezahlt. Goldmünzen verdient ihr in Forge of Empires, indem ihr Wohngebäude baut. Die werfen in regelmäßigen Abständen Bares ab. Außerdem erhaltet ihr jeden Tag einen Bonus, den ihr euch in eurem Hauptgebäude abholt. Eine weitere wichtige Einnahmequelle sind natürlich die Quests, mit denen euch eure Berater regelmäßig beauftragen. Aber auch die Eroberung von Sektoren und Provinzen kann sehr lukrativ sein. Und wenn ihr gerne offensiv spielt und andere Spieler ärgert, könnt ihr auch ordentlich plündern und euch so ein nettes Zubrot verdienen. Münzen werden im Grunde genommen für alle Aktionen im Spiel benötigt: Gebäude bauen, Erweiterungen kaufen, die Forschung, Einheiten rekrutieren, Provinzen ausspähen und Infiltrationen. Ohne Gold geht in Forge of Empires gar nichts.

Vorräte: Es gibt zwei Arten von Waren, die ihr in eurer Stadt herstellt. Eine davon sind Vorräte, die ihr für den Bau von Gebäuden, zur Einheitenrekrutierung und für die Forschung benötigt. Die Töpferei ist eine der ersten Arbeitsstätten, mit der ihr an Vorräte gelangt. Dort stellt ihr zum Beispiel Flaschen, Kannen oder Krüge her, die euch jeweils eine bestimmte Menge der Ressource liefern. Je mehr Vorräte ein Gegenstand euch einbringt, desto länger dauert die Produktion. Ein Beispiel: Eine Flasche ist in fünf Minuten hergestellt und sorgt für eine Vorratslieferung von 8 Stück. Kleine Töpfe hingegen benötigen 15 Minuten zur Fertigstellung, sind dann aber auch 21 Vorräte wert. Wer nachrechnet, wird feststellen, dass es mehr bringt, dreimal hintereinander eine Flasche herzustellen, um in der gleichen Zeit 24 Vorräte zu gewinnen. Im Grunde genommen kann man also sagen, je länger ein Gegenstand bis zu seiner Fertigstellung benötigt, desto weniger Vorräte pro Minute wirft er ab. Wenn ihr also sowieso längere Zeit am Stück Forge of Empires spielt, dann haltet euch im Fall der Töpferei immer an die Flaschen. Nur wenn ihr für mehrere Stunden offline geht, lohnt es sich eine Kanne, Amphore oder einen Krug herzustellen, damit die Werkstatt in dieser Zeit nicht untätig ist.

 

Güter: Neben den Vorräten stellt ihr in eurer Stadt noch Güter her. Während Ersteres aber eine einzelne Ressource ist, gibt es viele unterschiedliche Güter wie Holz, Stein, Eisen, Granit oder auch Honig. Ihr bekommt erst nach und nach im Spiel die Möglichkeit, die verschiedenen Produkte herzustellen, allerdings werdet ihr niemals Zugang zu allen Rohstoffen haben, weshalb der Handel mit anderen Spielern bei der Beschaffung eine wichtige Rolle spielt. Manchmal gibt es Güter aber auch als Belohnung für absolvierte Quests. Ihr benötigt die Rohstoffe, wenn ihr Sektoren einnehmen, dabei aber einen Kampf umgehen wollt. Außerdem sind Güter für die Erforschung mancher Technologien vonnöten.

Forge-Punkte: Forge-Punkte sind der Grundbaustein für die Weiterentwicklung eurer Stadt in Forge of Empires, denn ohne sie könnt ihr nichts erforschen. Darüber hinaus braucht ihr die Punkte, um Handel zu treiben und legendäre Bauwerke hochzuleveln. Jede Stunde wird euch ein Forge-Punkt aufs Konto gezahlt, allerdings stoppt das automatische Sammeln bei einer maximalen Punktzahl von 10. Um mehr zu erhalten, müsst ihr die Punkte entweder für Münzen oder die kostenpflichtige Premiumwährung Diamanten kaufen.

Bevölkerung: Es mag komisch klingen, dass Bevölkerung eine Ressource in Forge of Empires ist, aber aus spielmechanischer Sicht ist das natürlich der Fall. Wenn ihr nämlich nicht genug Einwohner habt, könnt ihr keine Produktionsgebäude bauen, schließlich benötigen die ja Arbeitskräfte. Damit ausreichend tatkräftige Leute vorhanden sind, solltet ihr Wohnhäuser errichten. Bedenkt, dass wenn ihr die Unterkünfte wieder einreißt, ihr deren Bewohner auch verliert. Daher ist es auch nicht möglich, Wohnhäuser dem Erdboden gleichzumachen, wenn ihr nicht genug freie Bevölkerung habt. Im Zweifelsfall erhaltet ihr wieder mehr freie Arbeiter, wenn ihr Produktionsgebäude verkauft.

Zufriedenheit: Eine große Bevölkerung allein reicht nicht, glücklich sollte sie auch sein. Die Zufriedenheit eurer Einwohner spielt in der Tat eine wichtige Rolle in Forge of Empires, denn wer keine gute Laune hat, ist auch weniger produktiv und das kann sich auf eure Möglichkeiten zu handeln oder Krieg zu führen auswirken. Um die Moral der Bevölkerung zu erhöhen, baut ihr einfach ein paar dekorative Objekte in eure Stadt, errichtet Kulturgebäude oder verbessert die Straßen. Denn wie sagt man so schön: „Eine gepflasterte Straße am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen“ – oder so ähnlich halt.

Diamanten: Diamanten sind die wohl wertvollste Ressource in Forge of Empires. Das liegt schlicht und ergreifend daran, dass es sich hierbei um die kostenpflichtige Premiumwährung des Spiels handelt. Für 4,99 Euro bekommt ihr 300 Stück, das teuerste Paket mit 13.000 der geschliffenen Steine kostet 79,99 Euro. Damit lässt sich dann aber auch eine ganze Menge anstellen: Ihr könnt die Produktion von Vorräten und Gütern beschleunigen, Forge-Punkte oder nicht vorhandene Güter kaufen, die Zeit für das Erkunden von Gebieten verkürzen sowie spezielle Gebäude bezahlen. Das investierte Geld soll sich ja schließlich lohnen. Mit etwas Glück erhaltet ihr Diamanten aber auch als seltene Belohnung für Quests.

Medaillen: In Forge of Empires gibt es natürlich auch PvP (Spieler gegen Spieler) und Erfolge in diesem Bereich sollen nicht unbelohnt bleiben. Für Siege in den PvP-Türmen erhaltet ihr Medaillen, die ihr nutzen könnt, um neue Erweiterungen für eure Stadt zu kaufen. Wer lieber andere Spieler beim Bau von legendären Bauwerken unterstützt anstatt sie zu bekämpfen, darf sich ebenfalls über die nützlichen Auszeichnungen freuen.


Gebäude und andere Bauoptionen

Wie bereits erwähnt, ist Forge of Empires ein klassisches Aufbaustrategiespiel. Die meiste Zeit verbringt ihr mit dem Aufbau eurer Stadt. Im Folgenden erklären wir euch die einzelnen Bauoptionen.

Rathaus: Euer Eigenheim in Forge of Empires hat einige nützliche Funktionen. Zum Beispiel könnt ihr hier eine Übersicht über alle eure Güter einsehen, euer Profil bearbeiten, den Namen der Stadt ändern oder nachlesen, was zuletzt in eurer Siedlung passiert ist. 

Wohnhäuser: Das Herz einer Stadt sind natürlich ihre Einwohner. Und damit die nicht unter freiem Himmel schlafen müssen, stellt ihr ihnen schöne Unterkünfte in die Gegend. Wohnhäuser erfüllen zwei Zwecke: Zum einen steigt mit jedem Heim eure Bevölkerungszahl, zum anderen zahlen die Menschen Steuern. Regelmäßig holt ihr euch Münzen bei den Wohngebäuden ab. Klickt einfach auf die Häuser, wenn das Münzsymbol über ihnen erscheint, um euer Konto aufzufüllen. Die unterschiedlichen Arten von Unterkünften werfen übrigens verschieden große Mengen Geld ab. Das Prinzip ist dabei das gleiche wie bei den Produkionsgebäuden: Je größer die Summe, desto länger ist der Zeitraum zwischen zwei Zahlungen. Wenn ihr aber regelmäßig online seid, solltet ihr lieber auf Wohnhäuser setzen, die in kurzer Zeit kleine Beträge produzieren, da ihr so auf Dauer mehr Münzen verdient.

Produktionsstätten: Mit diesen Gebäuden stellt ihr Vorräte her, die ihr für den Ausbau eurer Stadt, die Forschung oder zur Rekrutierung von Einheiten benötigt. Stellt einfach einen Gegenstand her, wartet die angegebene Zeit und holt euch dann die Vorräte per Klick auf das Haus ab. Dabei gilt: Je länger ein Item für die Herstellung braucht, desto größer ist zwar die Summe an Vorräten, doch wer längere Zeit am Stück spielt, erhält die gleiche Menge, indem er einfach mehrmals hintereinander die schneller zu produzierenden Objekte in Auftrag gibt.

Gütergebäude: Der Name lässt keine Zweifel aufkommen, dass es sich hierbei um Werkstätten handelt, die Güter produzieren, die ihr zum Beispiel für bestimmte Forschungen braucht. Das Herstellungsprinzip ist das gleiche wie bei den Produktionsstätten.

Militärgebäude: Eine Armee entsteht nicht von alleine, irgendwo müssen eure Soldaten ja ausgebildet werden. Das passiert in den Militärgebäuden. Hier könnt ihr zeitgleich maximal fünf Einheiten rekrutieren. Die einzelnen Slots dafür müsst ihr zunächst jedoch erst mal freischalten. Dafür benötigt ihr entweder die geforderte Anzahl Münzen und Vorräte oder ihr kauft euch die Plätze mit Diamanten.

Kulturelle Gebäude: Diese Bauwerke, zu denen zum Beispiel eine Schule, eine Taverne oder ein Theater gehören, erhöhen die Zufriedenheit eurer Einwohner. Denn wer sich nach einem harten Arbeitstag bei einem Bierchen oder einem tollen Theaterstück entspannen kann, ist automatisch glücklicher. 

Dekorationen: Dekorative Objekte erfüllen im Grunde den gleichen Zweck wie die kulturellen Gebäude: Sie steigern die Zufriedenheit eurer Bevölkerung, denn nicht nur euch selbst gefällt es, wenn die Stadt durch bunte Blumenbeete oder Teiche verschönert wird. Zwar haben die Dekorationen nicht so große Auswirkungen auf die Zufriedenheit wie Schule und Co, dafür beanspruchen sie deutlich weniger Baufläche und benötigen keinen Anschluss an das Straßennetz.

Straßen: Straßen spielen in Aufbauspielen seit jeher eine große Rolle. Egal ob in Anno, Die Siedler oder eben Forge of Empires – ohne ein vernünftiges Netz an Wegen läuft gar nichts. Ist ein Produktions- beziehungsweise Gütergebäude nicht per Straße mit dem Rathaus verbunden, verrichtet es seine Arbeit nicht. Nur Dekorationen müssen nicht zwingend am Wegesrand liegen. Straßen haben aber auch noch einen weiteren Vorteil: Zumindest manche Typen erhöhen die Zufriedenheit eures Volkes.

Legendäre Bauwerke: Sie sind sozusagen die Königsklasse unter den „Forge of Empires“-Gebäuden. Um ein legendäres Bauwerk errichten zu können, braucht ihr erst einmal neun Blaupausen und die passenden Güter. Doch selbst wenn ihr das alles beisammen und ein Gebäude aus dem Boden gestampft habt, bedeutet das noch lange nicht, dass ihr einen Bonus dadurch erhaltet. Dafür müsst ihr das Bauwerk ausbauen, wofür Forge-Punkte benötigt werden – und zwar viele Forge-Punkte. Wie gut, dass ihr euch von Freunden beziehungsweise Verbündeten helfen lassen dürft, indem sie euch Punkte spendieren. Mit jeder erreichten Stufe verbessert sich dann der Bonus. Wichtig: Ihr könnt jedes legendäre Bauwerk nur einmal bauen.

Erweiterungen: Wenn der Bauplatz zur Neige geht, ist das kein Weltuntergang. Im Laufe des Spiels schaltet ihr Erweiterungen frei, mit denen ihr euer Land vergrößert. Allerdings kostet es euch nochmal Münzen oder Diamanten, wenn ihr eine Erweiterung kaufen wollt. Zudem steigt der Preis mit jedem weiteren zusätzlichen Flecken Erde.


Krieg ist unverzichtbar - Einheiten und Kämpfe

Auch wenn in Forge of Empires ganz klar der friedliche Ausbau eurer Stadt im Mittelpunkt steht, kommt ihr ohne eine schlagkräftige Armee nicht weit. Tatsächlich spielen die Soldaten eine sehr wichtige Rolle, denn zum einen benötigt ihr sie, um Sektoren zu erobern, zum anderen zur Verteidigung eurer Siedlung. Für Letzteres müsst ihr einfach nur im Armee-Organisator auf die blaue Fläche links neben euren Einheiten klicken und dann die bevorzugten Recken auswählen, die die Stadt bewachen sollen.

Insgesamt gibt es in Forge of Empires fünf Einheitentypen, die allesamt in eigenen Gebäuden rekrutiert werden. Daran ändert sich im Laufe der Zeitalter nichts. Klar, die Bewaffnung wird immer moderner, in Sachen Gameplay bleiben die Grundbausteine aber immer gleich.

Leichte Einheiten: Die normale Infanterie bildet die Basis eurer Armee. Die leichten Einheiten sind die Allrounder von Forge of Empires. Sie sind beweglich, verursachen ordentlich Schaden, halten aber auch einiges aus. 

Fernkampf-Einheiten: Während die leichte Infanterie an vorderster Front steht, bleiben die Fernkämpfer im besten Fall eher hinten und schießen auf ihre Gegner. Auf diese Weise fügen sie den Feinden viel Schaden zu. Werden sie jedoch angegriffen, können sie sich nur schwer verteidigen.

Schnelle Einheiten: Sie können sich nochmal wesentlich schneller über die Karte bewegen als die leichten Einheiten, dafür verursachen sie aber auch recht wenig Schaden und können nicht allzu viel einstecken. Am besten nutzt ihr die schnellen Kämpfer dazu, um feindliche Schützen auszuschalten, die sich, wie bereits erwähnt, im Nahkampf mehr schlecht als recht zu wehren wissen.

Schwere Einheiten: Sie sind das komplette Gegenteil zu den schnellen Soldaten: dick gepanzert, sehr stark im Nahkampf, aber äußerst langsam. 

Artillerie-Einheiten: Die Artillerie ist wie die schweren Einheiten von der eher langsamen Sorte. Allerdings macht sie noch dazu weniger Schaden und ist im Nahkampf absolut chancenlos. Ihr großer Vorteil liegt dafür in der enormen Reichweite. Die Artillerie kann auf Gegner schießen, die fast am anderen Ende des Schlachtfeldes stehen. Daher ist es kaum notwendig, die Einheiten über die Karte zu bewegen.

Die Kämpfe in Forge of Empires laufen rundenbasiert ab. Am linken Rand der Karte starten eure Einheiten, rechts die des Feindes. Die Maps sind in Hexfelder (Sechsecke) unterteilt, über die sich eure Soldaten bewegen. Nacheinander ziehen beide Parteien mit ihren Einheiten über das Schlachtfeld. Jeder Kämpfer hat pro Runde eine bestimmte Anzahl Bewegungspunkte – der eine mehr, der andere weniger. Das hängt eben vom Einheitentyp ab. Damit Nahkämpfer feindliche Soldaten angreifen können, müssen sie direkt neben ihnen stehen, Schützen überwinden weite Distanzen mit Pfeil und Bogen beziehungsweise Gewehren in den späteren Zeitepochen. Fernkämpfer haben auch den Vorteil, dass sie nach einer Attacke nicht direkt einen Gegenschlag zu befürchten haben, sofern der Feind weiter weg steht. Greift ihr mit Infanterie an, wird sich das Ziel wehren. Jedoch kann jede Einheit nur einmal pro Runde zurückschlagen. Nehmt ihr also einen Soldaten mit mehreren Leuten in die Mangel, wird er nicht mehr viel ausrichten können.
 
Die Höhe des verursachten Schadens errechnet sich aus dem Angriffswert des Attackierenden, seinen verbleibenden Lebenspunkten (verwundete Einheiten sind weniger schlagkräftig), dem Verteidigungswert des Gegners und besonderen Boni, die manche Soldatentypen gegen bestimmte andere Einheitenklassen haben. Hinzu kommen noch ein kleiner Zufallsfaktor und die Gegebenheiten des Terrains. Denn in Forge of Empires spielt auch die Umgebung eine wichtige Rolle. Postiert ihr eure leichte Infanterie etwa in Büschen, erhöht sich ihr Verteidigungswert, während Artillerie besonders effektiv ist, wenn sie auf einem Hügel steht. Nur die schnellen Einheiten profitieren nicht von irgendeiner Art Terrain. Manche der Felder kosten euch aber auch zusätzliche Bewegungspunkte, wenn ihr sie betreten wollt. Postiert ihr etwa einen Fernkämpfer auf einem Felsen, weil er von dort aus mehr Schaden verursacht, benötigt ihr vier Bewegungspunkte statt nur zwei, wie es bei Grasebenen der Fall ist. Und Wasser lässt sich gar nicht erst überqueren.

Nach einem Gefecht, ob erfolgreich oder nicht, sind einige eurer Einheiten verletzt. Das ist aber gar nicht weiter schlimm, denn die Soldaten regenerieren ihre Lebenspunkte automatisch im Laufe der Zeit. Kritisch wird es nur dann, wenn ein Kämpfer getötet wurde. Die einzige Möglichkeit, ihn dann wiederzubeleben, ist die Investition von Diamanten. Allerdings sorgt ein gefallener Soldat wiederum für einen freien Slot im dazugehörigen Militärgebäude, so dass ihr eine neue Einheit ausbilden könnt. Es gibt allerdings auch Krieger, die ihr durch Quests oder Ereignisse im Spiel erhaltet. Fallen diese im Kampf, könnt ihr sie nicht ersetzen. In dem Fall bleibt euch dann nur noch die Wiederbelebung mit der Echtgeldwährung, sofern ihr denn den jeweiligen Soldaten nicht verlieren wollt.


Jetzt gibt's was auf die Zwölf - Das PvP-System

In Forge of Empires kämpft ihr natürlich nicht nur gegen neutrale Einheiten. PvP, der Kampf zwischen Spielern, spielt eine durchaus große Rolle in dem Browsergame. Denn es kann sich richtig lohnen, die Ländereien anderer Herrscher zu überfallen. Um euch in die PvP-Gefechte zu wagen, braucht ihr natürlich eine schlagkräftige Armee. Habt ihr eine solche im Armee-Organisator aufgestellt, kann es losgehen – zum Beispiel, indem ihr einen Gegner über die Nachbarschaftsleiste am unteren Rand des Bildschirms auswählt. Bevor ihr jedoch mit euren Truppen an den Stadttoren des Kontrahenten klopft, ist es sinnvoll, sich seine Siedlung genau anzusehen. Zum einen verschafft ihr euch so einen Überblick über die Gebäude, die sich zu plündern lohnen. Zum anderen seht ihr, über welche Militäreinrichtungen euer Feind verfügt. So könnt ihr in etwa einschätzen, mit welchen Einheitentypen ihr als Gegenwehr zu rechnen habt. 

Wenn ihr einen anderen Spieler in Forge of Empires attackiert, steuert der seine Einheiten nicht selbst. Das übernimmt die KI. Das Gleiche gilt, wenn eure Stadt von jemand anderem angegriffen wird. Ihr müsst euch jedoch keine Sorgen machen, in dem Fall die verteidigenden Einheiten zu verlieren. Auch wenn euer Feind sie vielleicht im Kampf besiegt, fallen sie nicht permanent aus, sondern sind in der nächsten Abwehrschlacht wieder bereit, eure Siedlung bis zum Tode zu verteidigen. Ihr solltet immer darauf achten, nicht all eure Soldaten in die Offensive zu schicken, sondern eine gute Abwehr zu haben. Sollet ihr keine Einheiten als Defensivtruppen in eurer Stadt platziert haben, kämpfen zwei Speerkämpfer für euch, wenn ihr attackiert werdet. Aber dass die zwei allein keine allzu gute Verteidigung darstellen, dürfte niemanden überraschen.

Wenn ihr die Stadt eines anderen Spielers angegriffen habt und siegreich wart, könnt ihr die dortigen Gebäude plündern. Die Anzahl der Ziele ist jedoch begrenzt: Ihr dürft lediglich eine Produktionsstätte, ein Wohnhaus und ein Gütergebäude ausrauben. Das geht jedoch nur, wenn in diesen Einrichtungen eine fertiggestellte Ware gelagert wird, die der gegnerische Spieler noch nicht abgeholt hat. Sollte es gerade nichts Lohnenswertes zu Plündern geben, müsst ihr noch nicht die Flinte ins Korn werfen. Ihr habt 24 Stunden, in denen ihr in die Siedlung zurückkehren und einen Beutezug vollenden könnt. 

Neben einzelnen Gefechten zwischen Spielern gibt es in Forge of Empires auch noch PvP-Turniere. Um an den Wettbewerben teilzunehmen, müsst ihr Gebiete erobern, in denen PvP-Türme stehen. Jedes Zeitalter hat seinen eigenen Turm, der für ein eigenes Turnier steht. Habt ihr einen Sektor in eurer Gewalt, der über ein solches Gebäude verfügt, nehmt ihr automatisch an dem jeweiligen Turnier teil. Fortan werden alle eure Schlachten für den Wettkampf gewertet. Dazu erhaltet ihr nach erfolgreichen Gefechten Führungspunkte, die euren Turnierrang erhöhen. Ihr gewinnt die Punkte für jede vernichtete feindliche Einheit, für Verluste auf eurer Seite werden euch wiederum Punkte abgezogen.



Über den Autor
Silvio Wagner | Redakteur

Silvio liebt alles, was auch nur ansatzweise mit Strategie zu tun hat. Zur Abwechslung stürzt er sich aber auch gerne mal in MMORPGs wie Tribal Wars 2.


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