Grepolis

Grepolis Review

Review

Eure eigene Polis

Im Strategiespiel Grepolis taucht ihr ein in die Welt des antiken Griechenlands und seiner komplizierten Stadtstaaten-Welt. In der kleinteiligen Inselwelt des Ägäischen Meers könnt ihr auf kleinen Inseln eine eigene Siedlung errichten und eure Vorherrschaft gegen andere Spieler behaupten; sofern ihr die nötige militärische und ökonomische Stärke dafür besitzt.
 
Ihr bekommt die Führung über eine griechische Polis erteilt, deren Geschicke und Schicksal ihr fortan führen sollt. Eure Siedlung befindet sich auf einer kleinen Insel, die ihr mit mehreren anderen Spielern teilt. Außerdem befinden sich um euer Eiland herum zahlreiche weitere Inselgruppen, die ebenfalls von Spielern bewohnt werden und nur per Schiff zu erreichen sind.
 
Die Grundlage für jede Polis bildet das Senatsgebäude, das auch die Voraussetzung für die Errichtung und den Ausbau aller anderen Bauten in der Stadt bildet. Je weiter ihr den Senat ausbaut, desto schneller werden andere Gebäude errichtet, was vor allem im späteren Spielverlauf, wenn die Bauzeiten in die Höhe schießen, sehr nützlich sein kann. Neben dem Senat bilden die Rohstoff produzierenden Gebäude wie Holzfäller, Steinbruch und Silbermine das Fundament, denn sie liefern euch das Baumaterial für alle anderen Bauten sowie für die Ausbildung von Einheiten und für die Forschung. Neben Holz, Stein und Silber braucht aber jede Stadt auch ausreichend Bauernhöfe, mit denen ihr eure Bewohner und Truppen mit Nahrung versorgen könnt. Erst wenn diese ausreichend weiter ausgebaut sind, könnt ihr eine große Armee ausheben oder neue Gebäude errichten; denn Letztere brauchen Personal, das sie in Betrieb nimmt und die Produktion am Laufen hält.
 
Habt ihr eure Polis soweit ausgebaut, dass ihr die Akademie errichten könnt, bekommt ihr Zugriff auf ein Forschungsmenü. Hier warten zahlreiche Verbesserungen auf euch, die allesamt kleine Vorteile bringen. Neben Technologien wie der Keramik, die die Größe eures Lagers erweitert, oder der Architektur, die die Baukosten aller Gebäude senkt, könnt ihr dort auch neue und stärkere Truppentypen erforschen. Zu Beginn verfügt ihr nämlich nur über einige recht schwache Schwertkämpfer, mit denen sich zwar die ersten Bauerndörfer erobern lassen, die aber bei Angriffen anderer Spieler schnell vernichtet werden. Deshalb solltet ihr euch recht bald daran machen, weitere Einheiten zu erforschen, denn mit Hilfe von Bogenschützen oder den bekannten Hopliten könnt ihr euch deutlich effektiver zur Wehr setzen. Außerdem erhaltet ihr später auch Zugriff auf berittene Einheiten und Streitwägen, mit denen sich schnelle Überfälle ausführen lassen.
 
Da sich die meisten eurer Gegner auf anderen Inseln befinden, könnt ihr in Grepolis aber nicht nur Landeinheiten ausheben, sondern auch Schiffe bauen. Dazu zählen unter anderem Bireme, Feuerschiffe und Trireme, aber auch Transport- und Kolonieschiffe. Mit Letzteren könnt ihr sogar neue Städte gründen, sofern ihr dort noch unbebaute Gebiete findet. Sind alle Küstenregionen aber breite besiedelt, bleibt euch nichts anderes übrig, als eine Stadt eurer Gegner für euch zu erobern; das kann aber ein sehr kostspieliges Unterfangen sein.

Wer die Wahl hat...

Der Ausbau der eigenen Stadt bringt euch aber neben den Forschungsmöglichkeiten auch weitere Vorteile, die sich in Form von Zusatzgebäuden ausdrücken: So könnt ihr im späteren Spielverlauf zwei der acht zur Verfügung stehenden Sondergebäude errichten, die euch besondere Boni verschaffen. Voraussetzung dafür ist, dass ihr alle dafür nötigen Gebäude in der Stadt ausreichend weit ausgebaut habt, was für sich alleine genommen bereits recht teuer ist. Die Zusatzgebäude unterteilen sich in zwei Gruppen, aus der ihr jeweils ein Gebäude wählen könnt: In der ersten Gruppe befinden sich neben dem Theater und den Thermen auch die Bibliothek und der Leuchtturm. Mit diesen Gebäuden könnt ihr den Kulturwert oder die Zahl der Bevölkerung erhöhen, zusätzliche Forschungspunkte bekommen oder gar die Geschwindigkeit eurer Flotten steigern. In der zweiten Gruppe befinden sich dagegen ein Turm, eine Götterstatue, das Orakel oder ein Handelskontor. Mit diesen Bauten könnt ihr die Verteidigung eurer Stadt verbessern, die göttliche Gunst erhöhen, mithilfe des Orakels Angriffe voraussehen oder die Handelskapazität der Stadt steigern.


Wir sind nicht alleine!

Neben eurer Stadt und der eurer unmittelbaren Nachbarn befinden sich auch einige Bauerndörfer auf eurer Insel; diese könnt ihr erobern und, den Sieg über die Verteidiger vorausgesetzt, plündern. Alternativ könnt ihr sie aber auch fortan zu Tributzahlungen verpflichten. So könnt ihr euch zusätzliche Einnahmequellen sichern und damit in bestimmten Abständen an Holz, Stein und Münzen gelangen; allerdings nur solange, wie die Stimmung innerhalb der Dörfer ausreichend gut ist. Zu oft solltet ihr ein Dorf also nicht plündern, sonst beginnen sich die Bewohner bald zur Wehr zusetzen.
 
Wie im alten Griechenland spielen auch in Grepolis die Götter eine wichtige Rolle. Um ihnen Ehre zu erweisen, könnt ihr in eurer Stadt einen Tempel errichten, den ihr dann einer der sechs zur Auswahl stehenden Gottheiten widmen dürft. Neben dem Göttervater Zeus und seiner Frau Hera könnt ihr euch auch für Poseidon, Athene, Hades oder Artemis entscheiden. Jede Gottheit bringt eigene Vorteile und damit verbinden vier verschiedene Kräfte; darüber hinaus gewähren sie euch außerdem auch Zugriff auf zwei mythische Einheiten. So könnt ihr dank Zeus einen Blitz auf feindliche Siedlungen hernieder schießen lassen, der ein zufälliges Gebäude beschädigt, und Minotauren einfordern. Entscheidet ihr euch dagegen für Artemis, könnt ihr auf Geschenke der Natur hoffen und Greifen zu Hilfe rufen. Um eine göttliche Kraft einzusetzen oder eine Einheit herbeirufen zu können, benötigt ihr göttliche Gunst, die im Tempel automatisch gewonnen wird. Je weiter das Gebäude ausgebaut ist und je mehr Menschen dementsprechend dort beten, desto schneller kommt ihr an die Ressource.
 
Je nach Spielweise lohnt es sich, eine andere Gottheit um seine oder ihre Gunst zu bitten. Ihr seid aber bei eurer Wahl nicht auf einen bestimmten Gott festgelegt, sondern könnt im späteren Spielverlauf auch einen anderen anbeten lassen. Dies kostet euch dann aber auch alle eure bisher erworbenen Gunst-Punkte, weshalb ihr euch einen Wechsel gut überlegen solltet.

Freund oder Feind?

Nicht immer sind euch eure Nachbarn in Grepolis freundlich gesinnt, denn große Reichtümer und Erfolg führen beinahe automatisch zu Neid und Missgunst. Deshalb lohnt es sich, stets für eine gute Verteidigung des eigenen Besitzes zu sorgen. Dazu bietet euch das Spiel eine Vielzahl von unterschiedlichen Einheiten an, die ihr im Laufe der Zeit durch den Ausbau der Akademie erforschen und später in der Kaserne ausbilden könnt. Das Spiel unterscheidet dabei zwischen Einheiten mit dem Angriffstyp Schlag, Stich und Schuss. Im Kampf werden die Verteidigungs- und Angriffswerte der einzelnen Einheiten verglichen, sodass die Zusammensetzung der Truppe durchaus einen Unterschied machen kann. Darüber hinaus könnt ihr eure Stadt auch durch die Errichtung einer Stadtmauer und den Bau eines Turmes verstärken und notfalls eure Bürger in Form einer Milz bewaffnen, sodass es Angreifern schwerer fallen dürfte, eure Siedlung zu plündern. Aber selbst wenn es den Angreifern doch einmal gelingen sollte, eure Linien zu durchbrechen, ist noch nicht alles verloren: Solltet ihr zuvor eine Höhle in eurer Polis errichtet haben, könnt ihr einen Teil der Ressourcen vor den Angreifern verstecken. Die Höhe richtet sich dabei nach der Ausbaustufe der Höhle: Je weiter ausgebaut, desto größer ist das Versteck.
 
Damit ihr euch nicht alleine gegen all die anderen Stadtstaaten im Spiel verteidigen müsst, könnt ihr euch natürlich auch in Grepolis mit anderen Spielern zusammenschließen und gemeinsam eine Allianz gründen. Das bringt nicht nur taktische Vorteile, sondern vereinfacht auch die Kommunikation zwischen den Mitgliedern einer Allianz, da ihr innerhalb des Verbundes auf ein eigenes Forum zugreifen könnt und nicht mehr nur auf einzelne Nachrichten angewiesen seid. Natürlich gibt es auch innerhalb einer Allianz verschiedene Ämter wie den Leiter oder den Moderator, der besondere Rechte genießt. Außerdem könnt ihr einen Chefdiplomaten festlegen, der die Verhandlungen mit anderen Allianzen führt, Nicht-Angriffs-Pakte aushandelt oder Bündnisse ausruft. Gleichwohl ist aber der gegenseitige Schutz das wichtigste Argument einer Allianz beizutreten, da euch im Angriffsfall so befreundete Spieler schnell zusätzliche Truppen schicken können.

Der Handel

Nicht immer sind die eigenen Ressourcenvorräte ausreichend, wenn man schnell neue Truppen produzieren, Erweiterungen bauen oder Technologien erforschen möchte. Hinzu kommt, dass jede Insel in Grepolis besondere Eigenschaften hat, die zwar den Abbau einer bestimmten Ressource erleichtern, gleichzeitig aber auch eine andere negativ beeinflussen. Um diesen Nachteil auszugleichen, könnt ihr mit anderen Spielern handel treiben. Einzige Voraussetzung dafür ist, dass ihr in eurer Stadt einen Marktplatz errichtet habt, von dem aus ihr eure Handelskaravanen losschicken könnt. Als Handelspartner bieten sich zu Beginn vor allem die Bauerndörfer an, die sich auf eurer Insel befinden. Ist die Stimmung im Dorf ausreichend gut, lassen sie sich auf einen Handel ein und bieten euch bestimmte Waren an. Sollte aber keines der Dörfer das richtige Angebot für euch haben, könnt ihr auch mit anderen Mitspielern in Verhandlungen treten. Dazu müsst ihr aber den Marktplatz zunächst weiter ausbauen, da der Handel mit Spielern auf anderen Inseln aufwendiger ist. Habt ihr alle Voraussetzungen erfüllt, könnt ihr entweder eigene Angebote einstellen oder aus der Liste der bestehenden Vorschläge eines auswählen, das euch am meisten zusagt. Auf diese Weise lassen sich kleine Engpässe leicht überbrücken und freundschaftliche Beziehungen zu anderen Spielern aufbauen und stärken.
 
Alle Fans des antiken Griechenlands können dank Hopliten, Götter und Minotauren bedenkenlos bei Grepolis einsteigen. Aber auch diejenigen, die eine große Spielwelt mit vielen Mitspielern suchen, finden hier genau das richtige Strategie-Browserspiel. Es wartet viel Spaß und Abwechslung auf euch und eure Freunde; also nichts wie los und direkt die eigene Polis gründen!


Über den Autor
Matthias | Editor/Redakteur

Matthias kennt sich aus in Sachen Browsergames. Sein fundiertes Fachwissen über jede Menge Action und spannende Abenteuer im Browser gibt er auf Corsual zum Besten!


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