Ikariam

Im Ikariam Review erfahrt ihr, was man in diesem Spiel alle erleben und machen kann!

Review

Willkommen in der Antike

Eine eigene Siedlung in Mitteln einer viel bevölkerten Inselgruppe führen und mit seinen Nachbarn handeln oder sie bekriegen; das sind die Zutaten, aus dem das Browserspiel Ikariam gemacht ist.

In Ikariam findet ihr euch völlig unverhofft auf einer kleinen Insel wieder, auf der ihr eine eigene Siedlung errichten dürft. Dazu nehmen euch eure knuddeligen Berater an die Hand und zeigen euch, wie ihr die ersten Gebäude errichten könnt und an neue Rohstoffe gelangt.

Ikariam greift dabei auf mehrere Spielebenen zurück: In der Stadtansicht findet ihr Bauplätze für Gebäude wie die Kaserne, das Lager oder die Akademie, während ihr auf der Insel, auf der sich eure Polis befindet, Zugriff auf Ressourcenvorkommen wie ein Waldstück oder eine Schwefelgrube bekommt. Diese Vorkommen nutzt ihr jedoch nicht alleine, sondern teilt sie mit den anderen Spielern, die ebenfalls auf eurer Insel siedeln. Jeder Anwohner hat die Möglichkeit, seine Arbeiter in die Lager zu schicken, wo sie für euch Rohstoffe gewinnen. Gemeinsam mit anderen Spielern könnt ihr dann einen Teil der Güter spenden, um so das Gebäude auszubauen und die Effizienz zu steigern. Ob ihr aber das Risiko, Trittbrettfahrern mit euren Spenden zu helfen, tatsächlich eingehen wollt, bleibt ganz euch überlassen. Glücklicherweise erkennt ihr dank einer Tabelle aber sofort, welche Spieler bereits wie viel Güter gespendet und welche sich bisher vornehm zurückgehalten haben.

In eurer Stadt selbst könnt ihr dann das erwirtschaftete Holz für den Bau weiterer Gebäude einsetzen. Das Rathaus beispielsweise bildet das Herz eurer Siedlung. Je weiter ihr es ausbaut, desto mehr Einwohner könnt ihr beherbergen. Darüber hinaus erhaltet ihr hier auch nützliche Informationen über die Zufriedenheit eurer Bürger. In der Kaserne dagegen könnt ihr, naheliegenderweise, eure Einheiten produzieren, mit der ihr eure Siedlung verteidigen oder andere Siedlungen angreifen könnt. Zu Beginn stehen euch aber nur ein paar einfache Einheitentypen zur Verfügung: Speerträger und Steinschleuderer sind die ersten Einheiten, die ihr ausbilden lassen könnt. Später könnt ihr aber auch, die richtigen Forschungsvorhaben vorausgesetzt, Einheiten wie Hopliten, Schwertkämpfer oder sogar Dampfgiganten herstellen, die euer Reich verteidigen. Unterstützen könnt ihr sie dabei durch Fernkampfeinheiten wie Bogenschützen oder Schwefelbüchsen-Schützen.

Wenn ihr aber lieber angreift als verteidigt, müsst ihr euch nicht zwangsweise an den Städten eurer Nachbarn vergreifen. Stattdessen könnt ihr nämlich auch ein Banditenlager, das sich auf eurer Insel befindet, mit euren Truppen angreifen und plündern. Das hat den schönen Nebeneffekt, dass ihr gleichzeitig an zusätzliche Ressourcen kommt, ohne es euch mit euren Nachbarn zu verscherzen. In jedem Fall könnt ihr eure Truppen aber auch durch Support-Einheiten wie den Arzt unterstützen, der eure Krieger bei Bedarf heilt und ihnen so mehr Ausdauer verleiht.


Kleine Helfer

Solltet ihr einmal nicht weiter wissen, könnt ihr jederzeit auch die Berater konsultieren, die euch nützliche Tipps und Hinweise geben. Diese unterteilen sich in vier Kategorien: Der Städte-Berater zeigt euch alle wichtigen Nachrichten an, die eure Stadt betreffen, und übernimmt damit gleichzeitig die Rolle eines Archivs. Außerdem könnt ihr euch hier Handelsrouten anzeigen lassen, die täglich Rohstoffe zum angegeben Ziel transportieren. Der Militärberater dagegen informiert euch über alle Truppenbewegungen, ganz gleich ob es ankommende oder ausgehende Angriffe sind. Zudem könnt ihr bei ihm die Berichte über geschlagene Schlachten einsehen und so erkennen, welche Verluste ihr erlitten habt, wie es um euren Gegner bestellt ist und ob ihr bei einem Überfall vielleicht sogar Rohstoffe erbeutet habt.

Wer Zugriff auf den Forschungsbaum haben möchte, ist beim Forschungs-Berater genau richtig. Er zeigt euch in vier Gebieten, unterteilt nach Seefahrt, Wirtschaft, Wissenschaft und Militär, alle zur Auswahl stehenden Forschungsvorhaben an. Da die Technologien eines Gebietes aufeinander aufbauen, müsst ihr immer zuerst die vorhergehenden Forschungsvorhaben vollenden, bevor das Nächste an der Reihe ist. Die Forschung kostet euch dabei sogenannte Forschungspunkte, die ihr durch die Arbeit von Bürgern in der Akademie erhaltet. Je mehr Bürger ihr dabei einsetzt, desto mehr Forschungspunkte erhaltet ihr pro Stunde. Habt ihr die benötigte Menge angehäuft, könnt ihr mit dem Auftrag beginnen. Die einfachen Technologien stehen euch daher recht bald zur Verfügung, während fortgeschrittenere deutlich längere Wartezeiten haben.

Auf diese Weise kommt ihr auch an zahlreiche neue Gebäude, die ihr in eurer Stadt errichten könnt. Außerdem benötigt ihr bestimmte Forschungsvorhaben, um an neue Rohstoffe und Güter zu gelangen: Zum Beispiel ist die Schwefelgrube, die ihr auf eurer Insel vorfindet, erst nach der Erfindung des „Wohlstandes“ nutzbar; bis dahin könnt ihr hier nichts abbauen. Darüber hinaus kommt ihr über das entsprechende Forschungsgebiet auch an neue Einheitentypen und Boni, die zum Beispiel den Unterhalt der Einheiten verringern.

Zu guter Letzt könnt ihr auch dem Diplomatie-Berater einen Besuch abstatten. Dieser informiert euch über eingehende Nachrichten, Abkommen und Allianzen, denen ihr im Laufe des Spiels beitreten könnt. Außerdem gibt er euch einen Überblick über die Zahl eurer Spione und deren Einsatz. Wer gern mit seinen unmittelbaren Nachbarn in Kontakt treten möchte, kann dazu auch die Agora, den zentralen Treffpunkt eurer Insel, nutzen. Hier könnt ihr für alle auf dem Eiland ansässigen Spieler einsehbare Nachrichten posten, was quasi einer Art Forum entspricht.


Wir stechen in See!

Neben den Bauten auf dem Festland könnt ihr auch an der Küste der Stadt Gebäude errichten: Der Handelshafen erlaubt es euch, Handelsschiffe zu erwerben, mit denen ihr eure Handelsrouten bestücken und Güter an- und verkaufen könnt. Zudem könnt ihr hier auch die Vorbereitungen für die Gründung von neuen Städten legen, denn hierfür braucht ihr neben Gold und Waren auch Handelsschiffe.

In der Kriegswerft hingegen werden die militärischen Schiffseinheiten des Spiels produziert: Zu Beginn des Spiels sind dies einfache Rammschiffe, die aber nur wenig effektiv sind. Später warten dagegen weitaus bessere Einheiten wie Katapultschiffe, Tauchboote oder Raketenschiffe auf euch und eure Gegner. Auch hier gilt, dass die Stufe des Gebäudes einen direkten Einfluss auf die Produktionsgeschwindigkeit hat und damit entscheidend dazu beiträgt, wie schnell ihr etwaige Verluste wieder ersetzen könnt.


In vino est beatitudo

Mit fortschreitendem Spielverlauf und neu erforschten Technologien könnt ihr neben den einfachen Startgebäuden auch weitere wichtige Gebäude errichten: Die Taverne zum Beispiel ermöglicht, durch den Ausschank von Wein die Zufriedenheit der Bevölkerung zu steigern. Ähnlich funktioniert auch das Museum, das aber keinen Wein, sondern stattdessen Kulturgüter benötigt. So wächst eure Stadt immer weiter und ermöglicht euch Zugriff auf immer neue Funktionen und Boni.

Auch in Ikariam ist die Welt deutlich größer, als nur eure kleine Insel. Genaugenommen besteht die Welt aus Hunderten solcher Landflecken, die von zahlreichen anderen Spielern besiedelt werden. Wenn ihr einen kleinen Überblick darüber erhalten wollt, reicht ein einfacher Klick auf die Weltkarte, um anderen Inseln zu entdecken. Bei genauerem Hinsehen werdet ihr also schnell potentielle Handelspartner, Verbündete oder Feinde entdecken. Jede Stadt könnt ihr, die entsprechenden Truppen vorausgesetzt, angreifen und plündern. Alternativ könnt ihr den diplomatischen Weg beschreiten und dem Inhaber eine Nachricht schicken; vielleicht ergibt sich so eine Möglichkeit zum Handel oder vielleicht sogar die Aufnahme in eine große Allianz.

Habt ihr gleichgesinnte Spieler gefunden, könnt ihr euch mit ihnen zu einer Allianz zusammenschließen oder sogar einer bereits bestehenden beitreten. Auf diese Weise könnt ihr eure Ressourcen bündeln und euch gegenseitig schützen. Außerdem erwarten euch innerhalb der Allianz verschiedene Ämter wie das des Innenministers oder des Diplomaten, die spezielle Funktionen innerhalb der Gruppe übernehmen. Seid ihr Teile einer solchen Community, wirkt das vielleicht auch auf möglicherweise feindlich gesinnte Nachbarn abschreckend; denn man weiß nie, welche Verbündeten vielleicht Truppen in einem Dorf als Unterstützung untergebracht haben. 


Richtig regieren

Herrschaftsformen bieten euch eine weitere Möglichkeit, die über die Forschung gewonnen neuen Technologien zu eurem Vorteil einzusetzen. Insgesamt gibt es acht verschiedene Herrschaftsformen, die ihr über den Palast auswählen könnt. Jede Form hat eigene Vorteile, aber auch Nachteile; daher solltet ihr eure Entscheidung an eurer persönlichen Spielart und euren Vorlieben ausrichten. Die Aristokratie beispielsweise reduziert die Bauzeit aller Gebäude und erhöht die Chance, feindliche Spione abzuwehren. Im Gegenzug erhöht sich die Korruption in allen Kolonien. Wenn ihr euch dagegen für die Demokratie entscheidet, erhöht sich die Zufriedenheit in der Bevölkerung und ihr bekommt zusätzliche Forschungspunkte, seid aber anfälliger gegenüber feindlichen Spionen und müsst länger auf die Fertigstellung eurer Einheiten warten.

Wer gern in der Antike spielt, eine eigene Stadt errichtet und es mit der historischen Genauigkeit nicht so ernst nimmt, findet mit Ikariam ein spaßiges Aufbaustrategiespiel, das man wunderbar auch mit seinen Freunden gemeinsam spielen kann.



Über den Autor
Christina | Editor/Redakteurin

Christina ist eine Expertin wenn es um Browserspiele geht. Egal ob MMO oder Gelegenheitsspiele - Christina kann sich für alles begeistern.


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