Imperion

Imperion Review

Review

Wir sind nicht alleine

Wir schreiben das Jahr 2137 und die Menschheit muss wieder einmal entdecken, dass sie nicht alleine im Universum ist. Im Browsergame Imperion streiten die Xen und die Titanen gemeinsam mit der Menschheit um die Vorherrschaft im All und versuchen immer neue Welten zu kolonisieren.

Dementsprechend steht zu Beginn des Spiels die Wahl der Rasse an. Jede der drei Fraktionen hat eigene Vorteile, die sich an unterschiedliche Spielertypen richten. Die Xen, eine besonders aggressive Rasse, richten sich vor allem an Spieler, die gern offensiv agieren und auf Angriff setzen. Ihr Schiffe können Verteidiger bei Angriffen schwere Schäden zufügen und ihre eigenen Verluste schnell wieder ersetzen. Wer dagegen lieber defensiv spielt und eher auf Verteidigung und die Erforschung neuer Technologien setzt, sollte sich für die Titanen entscheiden. Diese verfügen über teuere aber effektive Schiffe, die sich exzellent zur Verteidigung des eigenen Territoriums eignen. Zudem lassen sich sowohl verteidigende Einheiten als auch Abwehreinrichtungen durch gezielte Forschung verstärken. Die Terraner sind dagegen eine eher ausgeglichene Fraktion, die über eine gute Mischung aus offensiven und defensiven Einheiten verfügen. Sie besitzen in keinem der beiden Bereiche besonders große Nachteile, dafür aber auch keine überragenden Stärken. Wer nun sofort an Spiele wie StarCraft denkt, liegt nicht nur in Sachen Gamedesign, sondern auch optisch richtig: Die Rassen sehen den Zerg und Protos recht ähnlich und auch ihre Bauten erinnern an den Blizzard-Klassiker.


Der Aufbau beginnt

Ganz gleich, für welche Fraktion ihr euch entscheidet, steht dann der Aufbau der eigenen Welt im Mittelpunkt. Da in Imperion die gesamte Galaxis als Spielwelt zur Verfügung steht, ist jeder Planet für eine eigene Siedlung reserviert. Innerhalb eines Sonnensystems befinden sich also mehrere Planeten, die ihr besiedeln könnt. Je nach Lage ergeben sich dann Boni oder Malus, die sich auf die Ressourcenproduktion der Kolonie auswirken.

Das Wirtschaftssystem von Imperion fußt auf mehreren Ressourcen: Grundlegend sind Metall, Kristalle und Tritium, die in eigenen Produktionsstätten abgebaut werden. Abhängig von der Ausbaustufe produzieren die Metall- und Kristallmine bzw. der Tritiumförderturm mehr Rohstoffe pro Stunde. Neben diesen Elementen benötigt ihr aber auch Energie zum Bau und Betrieb einzelner Gebäude und zum Unterhalt eurer Raumflotte. Die Energie könnt ihr entweder durch Solar- und Windanlagen oder durch Wasser- bzw. Termalkraftwerke erzeugen; abhängig von den Eigenschaften eures Planeten sind nämlich bestimmte Arten der Energiegewinnung effektiver als andere. Nur wenn ihr einen ausreichenden Energieüberschuss produziert, könnt ihr neue Bauten errichten.

Darüber hinaus ist die Bevölkerungszahl wichtig, die in eigenen Unterkünften wohnt und stetig zunimmt. Ist die Zahl der Bewohner groß genug, könnt ihr neue Bauplätze freischalten oder aber andere Welten kolonisieren. Wer außerdem noch Forschung betreiben möchte, sollte auch die entsprechenden Forschungseinrichtungen bauen, die dann stetig Forschungspunkte liefern. Habt ihr eine ausreichende Menge beisammen und alle anderen Voraussetzungen erfüllt, könnt ihr diese gegen Upgrades eintauschen.


Immer neue Fortschritte

Der Forschungsbaum unterteilt sich dabei in die Kategorien Energie, Forschung, Militär, Verteidigung, Zivil und Wirtschaft. In jeder Kategorie befinden sich mehrere einzelne Forschungsvorhaben, die ihr alle in bis zu zehn Stufen ausbauen könnt. So könnt ihr beispielsweise die Energiegewinnung eurer Solaranlagen steigern, neue Einheiten erforschen und verbessern, die Fluggeschwindigkeit erhöhen oder die Produktionsrate eurer Minen steigern.

Da der Lebensraum im All hart umkämpft ist, kommt ihr nicht umhin früher oder später nicht umhin, euch zu verteidigen. Dies könnt ihr entweder über Verteidigungseinrichtungen eures Planeten oder über eure Raumflotte tun. Solltet ihr die stationären Varianten bevorzugen, könnt ihr nach der Erforschung der Baupläne über Technologien wie Raketenbatterien, den Bosonen Beschleuniger oder den Paratec verfügen, mit der ihr ankommende Feinde effektiv bekämpfen könnt. Zudem können die Titanen auch einen planetaren Schild errichten, der vor orbitalem Bombardement schützt.


Raumflotten

Wer lieber auf eine mobile Version in Form einer großen Flotte setzt, kann auch hier unter zahlreichen Varianten wählen. Unterteilt werden alle militärischen Schiffe in die Kategorien Angriff, Aufklärung, Artillerie und Verteidigung. Die Zugehörigkeit ist vor allem aus strategischen Gesichtspunkten interessant, da sich einige Schiffstypen besser zum Angriff auf bestimmte Klassen eigenen als andere. Wer sich beispielsweise einer großen Gruppe von Defensivschiffen gegenübersieht, tut als Titan gut daran, Terminatoren in seinen Verband zu integrieren, da diese besonders effektiv gegen Verteidigungsschiffe kämpfen. Im Gegenzug sind diese aber verwundbar, wenn sie auf Angriffsschiffe treffen. Dieses Stein-Schere-Papier-Prinzip zieht sich durch alle drei Rassen hindurch und erlaubt gewitzten Strategen, sich durch Aufklärung und die richtige Zusammenstellung der eigenen Flotte Vorteile zu verschaffen.

Neben den militärischen Einheiten gibt es aber auch zivile Schiffe, mit denen ihr beispielsweise Rohstoffe zu euren Kolonien oder Verbündeten transportieren könnt. Außerdem lassen sich durch den Einsatz von Frachtern die Lagerkapazitäten von Angriffsflotten erhöhen, sodass ihr beim Plündern anderer Kolonien mehr Rohstoffe erbeuten könnt. Darüber hinaus bietet euch das Spiel auch ein Schiff an, dass bei den Terranern und Titanen auf den Namen „Recycler“ hört und bei den Xen Octopon genannt wird: Mit diesem Schiff lassen sich Trümmerfelder, die nach einer Schlacht zurückbleiben, oder vorbeiziehende Asteroiden abbauen, sodass ihr zusätzliche Ressourcen beziehen könnt.


Charakterentwicklung

Aber nicht nur durch die Erforschung neuer Upgrades könnt ihr euch Vorteile verschaffen, sondern auch durch den Einsatz eures Admirals. Diesen wählt ihr zu Beginn des Spiels und könnt ihn fortan weiterentwickeln. Durch Kämpfe erhaltet ihr nämlich Erfahrungspunkte, die mit der Zeit zum Aufstieg des Befehlshabers führen. Nach jedem Aufstieg erhaltet ihr Fertigkeitspunkte, die ihr auf Offensive und Defensive Fertigkeiten verteilen könnt. So bekommt ihr beispielsweise in Verteidigungsgefechten mehr Erfahrungspunkte, erhöht die Schlagkraft eurer Truppen bei Angriffen oder erhöht die Zahl der gleichzeitig einsetzbaren Flottenverbände. Das bringt zusätzliche taktische Möglichkeiten und lässt eine gewisse Individualisierung zu.

Alle Spieler starten in einer geschützten Galaxie, die auf den Namen Fornax hört. Hier kolonisiert ihr eure erste Welt und lernt das Spiel kennen. Gleichzeitig seid ihr hier auch vor Angriffen sicher, denn diese Welt kann nicht von anderen Spielern angegriffen werden. Doch schon im Laufe des Tutorials erhaltet ihr Zugang zur Centaurus-Galaxie, dem eigentlichen Spielfeld. Hier findet ihr unzählige Sonnensysteme mit vielen verschiedenen Planeten, die ihr kolonisieren könnt. Gleichzeitig steht ihr hier aber auch im direkten Wettbewerb mit euren Mitspielern, sodass ihr euch vor Angriffen und Überfällen in acht nehmen solltet. Im späteren Spielverlauf wird die Spielwelt auch noch um eine dritte Galaxie erweitert, die Phoenix genannt wird und noch mehr eroberbares Territorium bietet.

Damit ihr euch nicht alleine gegen all eure Feinde zur Wehr setzen müsst, könnt ihr euch auch in Imperion mit anderen Spielern zusammenschließen und verbünden. Dabei seid ihr natürlich nicht auf Angehörige eurer eigenen Rasse beschränkt, sondern könnt euch eine beliebige Allianz wählen oder gar selbst eine gründen. In jedem Fall solltet ihr aber auf die Lage der Mitglieder achten, denn die Reisezeiten zwischen einzelnen Systemen kann mitunter ziemlich lange dauern; wer Pech hat, muss also auf zur Hilfe eilende Flotten lange warten.

Mit Imperion erhaltet ihr ein klassisch angelegtes Strategiebrowserspiel, dass das Schlachtfeld in den Weltraum verlegt und dank der riesigen Galaxie viel Raum für Expansion bietet. Zudem könnt ihr euch entsprechend euren Vorlieben die passende Spielfraktion wählen, sodass jeder das Spiel problemlos antesten kann.



Über den Autor
Christina | Editor/Redakteurin

Christina ist eine Expertin wenn es um Browserspiele geht. Egal ob MMO oder Gelegenheitsspiele - Christina kann sich für alles begeistern.


comments powered by Disqus