Kingdoms

Der Indie-Entwickler Max Peskov hat sich mit Kingdoms ziemlich hohe Ziele gesetzt. Ein mittelalterliches RPG mit einer offenen Spielwelt wäre eigentlich schon schwer genug, aber ihm reicht das noch lange nicht. Sein Ziel ist absolute Freiheit in einer aufregenden Welt, die euch immer wieder vor ungeahnte Herausforderungen stellt und um das zu erreichen, generiert er die Spielwelt bei jedem Durchgang komplett neu.

Obwohl Kingdoms auch Elemente des Survival-Genres aufgreift, versteht es sich aber in erster Linie als Rollenspiel und das bedeutet, dass ihr im Grunde alles werden könnt, was ihr wollt. Es bleibt ganz euch überlassen, ob ihr ein einfaches Leben als Bauer oder Holzfäller führt, oder euch stattdessen zum Herrscher über ein eigenes Reich aufschwingt. Es gibt kein festes Ziel und da die Welt immer wieder neu generiert wird, könnt ihr nie wissen, was hinter der nächsten Lichtung wartet. Erforscht Höhlen und Ruinen, geht in den dichten Wäldern auf die Jagd oder legt euch mit Banditen an. Genauso könnt ihr aber auch heimisch werden und eigene Läden, Tavernen oder ganze Ortschaften erschaffen.

Eine lebendige Welt

All das bringt natürlich nichts, wenn ihr in der Spielwelt allein seid und darum trefft ihr auf euren Reisen immer wieder andere Bewohner. Die sind in Kingdoms aber nicht etwa andere Spieler, sondern allesamt NPCs, die von einem ausgefeilten KI-System gesteuert werden. Dies sorgt dafür, dass alle virtuellen Bewohner der Spielwelt ihren eigenen Zielen nachgehen und ihre Umwelt eigenständig verändern. Ohne euer Zutun entstehen so etwa neue Siedlungen, Tavernen, Geschäfte und dergleichen.

Mit euren eigenen Aktionen beeinflusst ihr diese Entwicklung ständig und so macht ihr euch mit der Zeit Freunde und Feinde. Letztere müsst ihr dann mit Hilfe des simulationslastigen Kampfsystems bekämpfen. Die Bewegungen eurer Maus werden dabei mehr oder weniger direkt auf die virtuelle Klinge übertragen, was etwas Übung erfordert, aber auch taktischere Kämpfe ermöglicht.

Die Entwicklung von Kingdoms ist zwar längst noch nicht abgeschlossen, aber schon jetzt unterstützt es die Mod-Szene. Mit dem mitgelieferten K-Editor können kreativen Spieler selbst Hand anlegen und eigene Gegenständer, Kreaturen oder ganze Welten erschaffen und problemlos ins Spiel übertragen.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.

Tags: Sandbox | Rollenspiel | Mittelalter

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