Lords of the Fallen

Mit seiner Souls-Reihe mauserte sich das japanische Studio From Software vom Nischenentwickler zu einem der angesagtesten Studios weltweit. Mit ihren hammerharten Action-RPGs inspirierten sie Entwickler auf der ganzen Welt und so finden sich inzwischen immer mehr Elemente der Reihe in anderen Spielen wieder. Auch der deutsche Entwickler Deck 13 war fasziniert vom Gamedesign der Japaner und das merkt man ihrem neuen Spiel Lords of the Fallen auch deutlich an.

Eine plumpe Kopie der Erfolgsserie soll es jedoch nicht sein und darum hat man sich bemüht, dem Spiel trotz der Parallelen seinen eigenen Stil zu verpassen. Das zeigt sich vor allem bei der Präsentation und der Story. Während Demons und Dark Souls hier eher leise Töne anschlagen, nimmt Harkyn, der Held von Lords of the Fallen, sicher kein Blatt vor den Mund. Der bärtige Glatzkopf ist wütend und das lässt er seine Umwelt auch spüren. Auf das übliche Geschwafel der Dorfbewohner antwortet er schon mal mit einem lauten: „Why should I care?“ und wenn ein kranker alter Mann ihn um Hilfe bittet, dann holt er nicht etwa einen Arzt , sondern hackt ihm die kranke Hand einfach ab.

Ich denke, ihr könnt euch dank dieser Beispiele ganz vorstellen, wie Harkyn mit echten Feinden umgeht. In klassischer Verfolgerperspektive zieht er seine Waffe und wütet los. Blind auf den Tasten rumzuhämmern wird ihn jedoch nicht zum Sieg führen. Genau wie in der Souls-Reihe ist hier nämlich neben guten Reflexen vor allem Taktik gefragt. Die Gegner wollen genau studiert werden und wenn ihr ihre Verhaltensweisen erkannt habt, dann müsst ihr gezielt ihre Schwächen ausnutzen. Dabei gilt es natürlich auch immer Lebensenergie sowie Stamina im Auge zu behalten und die Defensive nicht zu vergessen. Oft sind ein geschickter Block oder ein flinker Sprung zur Seite auch eure einzige Möglichkeit, den Gegner da zu treffen, wo es wehtut.

Wer den Kampf meistert, der wird natürlich reichlich mit Erfahrung und Loot belohnt, womit ihr Harkyn zu einem noch furchterregenderen Krieger machen könnt. Auf diese Weise arbeitet ihr euch dann Schritt für Schritt an immer gefährlichere Feinde heran, bis ihr es schließlich auch mit monströsen Bossen aufnehmen könnt.

Bei der Technik verlässt sich Deck 13 erneut auf die Unreal Engine, mit der man eine aufwendige Fantasy-Spielwelt auf den Bildschirm zaubert, die laut den Entwicklern so nicht mehr auf PlayStation 3 und Xbox 360 machbar gewesen wäre. Wenn ihr also in die Haut von Lords of the Fallens Harkyn schlüpfen wollt, braucht ihr entweder einen PC oder eine PlayStation 4 bzw. eine Xbox One.

 

 


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.

Tags: Action-RPG | Fantasy

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