Medieval Engineers

Bereits Ende 2013 startete Keen Software House die Early Access-Phase von Space Engineers, das Sandbox-Gameplay für kreative Weltraum-Fans bietet und damit bei den Spielern ordentlich punkten konnte. Dieser Erfolg bewegte das Studio nun dazu, mit Medieval Engineers einen weiteren Titel dieser Machart zu veröffentlichen, obwohl Space Engineers noch gar nicht fertig ist. Die arbeiten am Original sind damit aber natürlich nicht eingestellt, sondern man arbeitet nun einfach parallel an beiden Titeln, was angesichts der Ähnlichkeiten gar nicht verkehrt zu sein scheint.

Obwohl Medieval Engineers gerade erst in den Early Access gestartet ist, macht es bereits eine gute Figur, was sicher auch daran liegt, dass man vieles vom Vorgänger übernehmen konnte. Auch hier geht es um die spielerische Planung, Konstruktion und Wartung von Gebäuden und Maschinen, nur basieren diese nun nicht mehr auf moderner bzw. futuristischer Technologie, sondern auf den Möglichkeiten des Mittelalters. Wer jetzt jedoch glaubt, dadurch gäbe es viel weniger zu tun, der irrt, denn auch in dieser Epoche gab es clevere Köpfe, die mit einfachsten Mitteln hochkomplexe Konstruktionen erschufen.

Das Repertoire reicht von einfachen Festungen über Burgen bis hin zu ganzen Städten, die ihr mit Hilfe zahlreicher Werkzeuge aus dem Boden stampfen könnt. Mechanische Werkzeuge und sogar vollwertige Maschinen ermöglichen es euch, die mittelalterliche Landschaft nach eurem Willen zu formen und sogar tief in die Erde vorzudringen, sofern ihr es denn schafft, diese Hilfsmittel auch zu konstruieren. Die Vorgehensweise ist dabei stets an die Arbeit der echten Ingenieure des Mittelalters angelehnt und basiert auf historischen Erkenntnissen. Ihr müsst also lernen, nicht nur die unumstößlichen Gesetze der Physik einzuhalten, sondern auch mit den Mitteln zu arbeiten, die es zwischen dem fünften und fünfzehnten Jahrhundert auch tatsächlich gab.

Obwohl der kreative Aspekt bei Medieval Engineers klar im Vordergrund steht, kann es hin und wieder auch schon mal um Leben und Tod gehen. Im Mehrspieler-Modus könnt ihr nicht nur friedlich zusammenarbeiten, sondern auch zerstörerische Kriegsmaschinen bauen und damit gegen andere Spieler zu Felde ziehen. Genau wie einst Da Vinci seid ihr nur durch eure eigene Vorstellungskraft und die Mittel (menschliche Kraft oder Windkraft) jener Zeit eingeschränkt. Neben dem Kreativ-Modus, der euch völlig frei bauen lässt und dem Mehrspieler-Modus, gibt es auch noch einen Survival-Modus, der euch im Stile von Minecraft oder DayZ aktiv nach Ressourcen suchen lässt.

Wer Space Engineers schon mochte (oder kreativ ist, aber es bodenständiger mag), der kann sich also auch in Medieval Engineers kreativ austoben.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.

Tipps

Guide: Medieval Engineers Tipps & Basics

Unser Guide zu Medieval Engineers bietet Tipps für Einsteiger, die euch das Basiswissen vermitteln und bei den ersten Konstruktionen helfen sollen.

13.08.2015 um 14:33 Uhr

Tags: Sandbox | Mittelalter | Simulation

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