Mit Minecraft Geld verdienen – Offizielle Stellungnahme zur Monetarisierung

Veröffentlicht am 16.06.2014 um 13:01 Uhr von Sascha Stieglitz

Mojang, Hersteller von Minecraft, hat jetzt eine detaillierte Stellungnahme dazu abgegeben, wie man mit Minecraft Geldverdienen darf und was untersagt ist. Alle Details hier auf Corsual.com.

Die Klarstellung bezüglich der Monetarisierung von Minecraft wurde von Owen verfasst, einem der Entwickler bei Mojang.

Zunächst einmal stellt Owen klar, dass er das Prinzip liebt, nach dem da draußen so viele Minecraft Server betrieben werden. Mal die Vanilla Version, mal gemoddete Versionen – alles super.

MInecraft Screenshot Gameplay

Er führt weiter aus dass in den letzten Wochen eine Diskussion darüber geführt wurde, inwiefern man mit dem Betreiben eines Minecraft Servers Geld verdienen darf. Immerhin hatte Mojang die eine oder andere Rückforderung erhalten – weil die Kunden fälschlicherweise annahmen dass Mojang selbst die Kohle einkassiert. Dem war und ist aber nicht so: Mojang verdient an Minecraft nur durch die Verkäufe.

Da die Minecraft Macher allerdings einsehen, dass das Betreiben eines Servers durchaus Kosten verursachen können, will man nun das für den User kostenpflichtige Benutzen eines User Servers offiziell legalisieren. Tatsächlich ist es nämlich so, dass User mit Minecraft nur durch Videos Geld verdienen dürfen, beispielsweise auf YouTube oder Twitch.TV. Mit der Server Regel kommt nun die zweite Ausnahme dazu, die allerdings strengen Kriterien unterworfen ist.

 

Man darf Minecraft Spielern das Betreten des Servers in Rechnung stellen

Dies darf allerdings nur in Form eines „Tickets“ gelten, das alle Spieler für das Betreten bezahlen müssen. Eine Mischung von zahlenden und nicht-zahlenden Spielern ist nicht gestattet. Auch darf man keine Tiers mit unterschiedlichen Gameplay Elementen eröffnen oder diese gar für nicht-zahlende Spieler beschränken.

 

Man darf Spenden annehmen

Spenden sind gestattet, und man darf sich sowohl im Spiel als auch außerhalb von Minecraft dafür bedanken. Allerdings darf man die Spender nicht bevorzugt behandeln oder ihnen gar exklusive Gameplay Features zur Verfügung stellen.

 

Man darf Werbung schalten

Wenn man einen Werbepartner oder gar Sponsor hat, dann darf man dessen Werbung auf dem Server schalten.

 

Man darf in-game Items verkaufen solange sie kosmetischer Natur sind

Es ist OK einen Itemshop zu haben, allerdings dürfen die Items nicht das Gameplay beeinflussen. Sprich: Haustiere, Hüte und Partikeleffekte sind erlaubt, aber Schwerter, Tränke und menschenfressende Schweine sind es nicht. Alle Spieler sollen dieselben Chancen haben, egal ob sie zahlen oder nicht.

Ebenfalls unerwünscht sind Umhänge. Diese will Mojang exklusiv für spezielle Mitglieder der Community behalten, deshalb die Bitte: keine Umhänge verkaufen, und nicht einmal für lau anbieten.

 

Man darf keine in-game Währung in echtes Geld umtauschen

Es ist erlaubt eine Währung innerhalb des Servers einzuführen, allerdings darf diese Währung nicht in echtes Geld umgetauscht werden. Keine Items verkaufen die das Gameplay beeinflussen, sonst gibt es Ärger.

 

Man darf nicht so tun als ob man Mojang wäre

Den Spielern ist deutlich klarzumachen, dass die Forderungen nicht von Mojang ausgehen. Es ist zu verdeutlichen, wo das Geld hingeht. Außerdem sind Kontaktdetails und eine Chronik über die Käufe erforderlich. In Ländern wie Deutschland muss man außerdem beachten, dass es sich hierbei um ein Einkommen handelt, dass in der Einkommenssteuererklärung aufzutauchen hat.

 

Corsual Fazit

Es ist schön zu sehen dass Mojang darum bemüht ist, Minecraft vor einem Pay-to-Win Desaster zu bewahren. Aber dass man gleichzeitig den Spielern gewisse Rechte zugesteht ist mehr als vorbildlich. Zumal Mojang komplett auf eine Gebühr usw. zu verzichten scheint. Sowas würde kein einziger großer Spielehersteller zulassen, und es zeigt einmal mehr, dass Indie Spiele und Indie Firmen schlicht und ergreifend spielerfreundlicher sind.

Wir raten allen, die damit Geld verdienen, sich genauestens über die rechtlichen Rahmenbedingungen zu informieren (in Deutschland wäre dies wie gesagt ein Zusatzeinkommen aus selbstständiger Arbeit), und hoffen, dass jeder sich an die von Mojang geforderten Regeln hält. Und davon abgesehen wünschen wir viel Erfolg und hoffentlich einen wahren Geldregen. 


Über den Autor
Sascha Stieglitz | Redakteur / Marketing

Stiegi hat vor vielen Jahren auf dem 386er angefangen, sich für Videopspiele zu interessieren und zockt heute auf PC genauso wie auf Konsole und Android, am liebsten wenn eine gute Story dabei erzählt wird. Als Corsuals Marketing Director ist er außerdem für den reibungslosen Ablauf von Kampagnen verantwortlich.


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