Das Flappy Bird Theater

Veröffentlicht am 10.02.2014 um 11:21 Uhr von Roberto

Die Absurdität des Mobile-Gamings: Vom Shitstorm zu Happy Poo Flap.

In den letzten Wochen sorgte ein Mobile-Game namens Flappy Bird für einiges Aufsehen. Das kostenlose und ebenso simple wie austauschbare Geschicklichkeitsspiel des vietnamesischen Entwicklers Dong Nguyen wurde millionenfach heruntergeladen. Laut dem Entwickler brachte die App täglich rund 50.000 $ an Werbeeinnahmen ein und trotzdem kündigte er Samstag via Twitter an, dass er die App aus dem Store nehmen würde.

Laut Nguyen hat dies jedoch keine rechtlichen Gründe. Vielmehr hat es den Anschein, dass ihm der Shitstorm, der momentan in den Social Networks gegen ihn betrieben wird, einfach zu viel wird. Als Reaktion darauf erntete er jedoch, neben einiger Rückendeckung von Branchenkollegen, sogar noch mehr Hass. Doch die Aktion hat offenbar nicht nur Nachteile, denn seit der Ankündigung ist die Zahl seiner Follower geradezu explodiert.

Währenddessen nutzen andere Entwickler die Chance, um den Markt von iOS und Android mit Klonen wie Happy Poo Flap und Flying Flappy Unicorn Bird: The Frozen Sky Fall zu überfluten. Besonders absurde Formen nimmt die Sache hingegen auf ebay an, wo momentan diverse Smartphones mit der nun nicht mehr erhältlichen Flappy Bird App angeboten werden und tatsächlich auch deutlich höhere Preise erzielen.

Wer sich die Geschichte von Flappy Bird anschaut, der braucht sich eigentlich nicht zu wundern, dass es noch immer erschreckend wenige Entwickler gibt, die dort mit hochwertigen Titeln erfolgreich sind.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.


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