GoG bald mit Early Access Programm?

Veröffentlicht am 19.05.2014 um 12:19 Uhr von Roberto

Der Download-Anbieter Good Old Games denkt aktuell darüber nach, ein eigenes Early Access Programm zu starten.

GoG.com Store LogoIn letzter Zeit hat es vermehrt negative Meldungen zu Steams Early Access Programm gegeben. So hat Valve zum Beispiel erst vor wenigen Tagen das Projekt „Earth: Year 2066“ wieder entfernt, weil es offenbar bewusst die Käufer mit falschen Versprechungen lockte und ihnen so das Geld aus der Tasche zog. Viele Spieler und Entwickler sind jedoch nach wie vor von dem Konzept überzeugt und das bringt offenbar auch andere Anbieter dazu, laut über einen eigenen Ansatz nachzudenken. Das gilt offenbar auch für GoG.com, das Download-Portal des polnischen Entwicklers CD Projekt, wie Marcin Iwinski, Mitgründer von CD Projekt, jetzt gegenüber Eurogamer verraten hat.

Laut Iwinski schaue man sich das Konzept derzeit zwar genauer an, aber da GoG ganz allgemein ein anderes Konzept verfolgt als Steam, würde man so ein Programm natürlich auch auf seine ganz eigene Weise umsetzen. Iwinski kritisierte außerdem die Unübersichtlichkeit anderer Stores und die aktuelle Flut an neuen Titeln bei Steam. Seiner Ansicht nach ist es besser, wenn die Plattform die angebotenen Titel gezielter auswählt. Er gibt auch zu, dass Steams Ansatz sehr gut funktioniert, aber er berge eben auch die Gefahr, dass auch negative Projekte wie das oben genannte „Earth: Year 2066“ ihren Weg zum Kunden finden. Darum würde man ein solches Programm bei GoG nur mit entsprechender Regulierung und Kontrolle umsetzen. Laut Iwinski sieht man sich bei GoG als: „verantwortlich für das, was Sie [die Spieler] auf GoG kaufen“. Er würde daher auch eine Art von Schutz für die Käufer anbieten wollen, der es beispielsweise erlaubt, aus einem Early Access Kauf wieder auszusteigen.

Ein weiteres Early Access Programm findet sich übrigens auch beim Indie-Store Desura, der von den Machern von modDB gegründet wurde. Außerdem bieten inzwischen auch immer mehr Entwickler einen Kauf ihrer Alpha- und Beta-Projekte direkt über einen eigenen Store bzw. das Humble Widget an. Auf diese Weise bekommen die Entwickler am Ende einen größeren Anteil am Kaufpreis, weil die Gebühren wegfallen oder zumindest deutlich geringer ausfallen. Im Gegensatz zu großen Anbietern wie Steam hat der Käufer bei dieser Variante aber natürlich deutlich weniger Schutz vor betrügerischen Projekten.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.


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