Kosten für ID@Xbox Entwicklung enthüllt

Veröffentlicht am 30.07.2014 um 12:54 Uhr von Roberto

Der Entwickler von Sixty Second Shooter legt offen, was ihn die Veröffentlichung auf Xbox One gekostet hat.

Dass es für die kleinen Indie-Studios nicht so leicht ist, einen Titel auf Xbox 360 und Xbox One zu veröffentlichen, das wussten wir bereits. Darum hat Microsoft vor einer Weile das ID@Xbox Programm geschaffen, das den Entwicklern den Weg auf die Xbox One erleichtern soll. Wie jetzt Jamie Fristrom, einer der Entwickler von Sixty Second Shooter, zeigt, ist das Veröffentlichen aber auch damit nicht gerade eine kleine Sache für Indie-Teams.

Auf seinem Blog listet er detailliert auf, welche Kosten anfallen, wenn man als Indie sein Spiel für die Xbox One veröffentlichen möchte. Demnach musste das Team zunächst 5143 US Dollar aufbringen, bevor es den Titel tatsächlich auf dem Xbox Live Marktplatz verkaufen konnte. Die genaue Aufstellung der Kosten sieht folgendermaßen aus:
 

Kosten für die Sixty Second Shooter URL

19 $

Versand des zweiten Dev Kits an Teamkollege Brett Douville

63 $

Hardware (USB- und Videokabel etc.)

72 $

Videograbber (zur Aufnahme des Trailers)

181 $

Lokalisierung (Französisch, Spanisch, Italienisch, Portugiesisch)

729 $

Versicherungsgebühren (Copyright etc.)

2037 $

Alterseinstufungen (PEGI, USK)

2042 $

Die beiden teuersten Punkte, also Versicherungen und die Alterseinstufungen, werden übrigens von Microsoft vorausgesetzt. Um Kosten zu sparen verzichtete das Team außerdem auf eine Veröffentlichung in Australien und Neuseeland, da dafür eine weitere Alterseinstufung fällig geworden wäre.

Mit über 5000 US Dollar sind die Kosten also noch immer eine schwierige Hürde im Vergleich zur Veröffentlichung auf dem PC, aber dafür ist die Konkurrenz auf der Xbox One auch (noch) deutlich kleiner als zum Beispiel auf Steam, sodass sich dieser Schritt dennoch lohnen kann.

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Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.


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