Xbox One mit mehr GPU-Leistung

Veröffentlicht am 05.06.2014 um 12:07 Uhr von Roberto

Durch den Wegfall von Kinect senkt Microsoft nicht nur den Preis, sondern erhöht offenbar auch die Leistung der Konsole.

Bereits vor etwa drei Wochen kündigte Microsoft an, dass man die Xbox One nun doch auch ohne Kinect anbieten werde. Da dadurch der Preis auf das Niveau der PlayStation 4 gesenkt werden kann, erhoffte sich das Unternehmen, dass die bislang etwas enttäuschenden Verkäufe endlich anziehen werden. Von den Spielern wurde diese Meldung auch tatsächlich sehr begrüßt, aber es ist nach wie vor nicht gerade so, dass man den Händlern die Xbox One aus den Händen reißt.

Das kann man wohl nur mit wirklich guten Exklusiv-Titeln erreichen und davon will man ja auf der kommenden E3 so einige ankündigen. Neben dem niedrigeren Preis bringt der Verzicht auf Kinect aber auch noch einen weiteren Vorteil: mehr Leistung. Das hatten wir bereits damals vermutet und nun ist es offiziell. Wie Microsofts Phil Spencer via Twitter mitteilt, bekommt die GPU Bandbreite der Xbox One im aktuellen Juni Dev Kit einen deutlichen Schub.

Über die Verbindung zu Kinect kann man hier zwar weiterhin nur spekulieren, aber gegenüber Eurogamer hat Microsoft offiziell bestätigt, dass diese zusätzlichen Ressourcen tatsächlich aus der ursprünglich reservierten GPU Reserve stammen. Dort schreibt man: „Ja, die zusätzlichen Ressourcen erlauben Zugriff auf bis zu 10 Prozent zusätzlicher GPU Leistung.“ In der Stellungnahme sagt man außerdem, dass man es den Entwicklern überlässt, wie diese Ressourcen genutzt werden. Ob dies zu mehr Spielen in 1080p Auflösung und mit 60 Bildern pro Sekunde führen wird, wollte man aber nicht sagen. Man arbeite aber bereits mit den Entwicklern zusammen, um zu klären, wie sich diese neuen Ressourcen am besten nutzen lassen.

Natürlich ist es weiterhin die Entscheidung der Entwickler, ob sie Kinect nutzen oder die Ressourcen lieber zur Steigerung der Grafik-Leistung einsetzen, aber angesichts der anhaltenden Diskussionen um 1080p und die Bildrate wird sich wohl kaum noch ein Entwickler für Kinect entscheiden. Damit scheint das Experiment auch im zweiten Anlauf gescheitert zu sein, was besonders schade ist, weil es bis heute keinen Titel gibt, der das ganze Potential von Kinect wirklich ausgeschöpft hat.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.


comments powered by Disqus