Payday 2 Designer verlässt Overkill

Veröffentlicht am 14.07.2014 um 18:39 Uhr von Roberto

David Goldfarb, der Game Director von Payday 2, verlässt Overkill und gründet ein eigenes Indie-Studio.

David GoldfarbNachdem bereits Payday: The Heist erste Achtungserfolge erzielte, avancierte Payday 2 zu einem echten Hit, der nicht nur bei den Kritikern gut ankommt, sondern sich auch millionenfach verkauft. Dieser Erfolg ist zu einem nicht unerheblichen Teil dem Game Director David Goldfarb zuzuschreiben, der erst 2012 zum schwedischen Entwickler Overkill kam. Doch während manch anderer Game Designer nun seinen Erfolg genießen und aus dem Hit eine große Serie machen würde, hat sich Goldfarb nun ganz überraschend dazu entschieden, sich eine neue Herausforderung zu suchen.

Wie er im Gespräch mit Polygon erzählt, möchte er einfach mehr kreative Freiheit und nicht mehr die Spiele „anderer“ machen. Er hat keine Lust mehr auf die AAA-Entwicklung und möchte sich mit seinem eigenen Studio irgendwo zwischen den ganz kleinen Indies und den AAA-Studios ansiedeln, dem Bereich, in dem Studios kreative Risiken auf sich nehmen, wie es die kleineren Indie-Titel tun. Darum wird sein Studio, das genau wie Overkill in Stockholm sitzt, auch zunächst nur aus vier Entwicklern bestehen. Man befindet sich zwar noch in einer frühen Phase, aber man arbeitet bereits an ersten Ideen.

Neben dem AAA-Format konnte Goldfarb aber bereits einige andere Dinge nennen, die in seinem ersten Indie-Spiel sicher NICHT zu finden sein werden. So kann er auf aktuelle Trends wie das MOBA-Genre, Grafik im Comicstil und Pixelart gut verzichten. Diese Dinge seien zwar alle toll, aber hat einfach keine Lust darauf. Er merkt aber an, dass er Rollenspiele liebt und es somit vielleicht ein RPG werden könnte.

David Goldfarb ist bereits seit rund 15 Jahren in der Gamesbranche tätig und war vor Overkill bei DICE angestellt, wo er u.a. an Titeln wie Battlefield 3 und Mirrors Edge arbeitete.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.


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