Rebel Galaxy

Das Indie-Studio Double Damage wurde vor gar nicht so langer Zeit von zwei Veteranen gegründet, die zuvor bereits an Hits wie Diablo und Torchlight gewerkelt haben. Doch statt sich weiter auf klassische Action-RPGs mit Fantasy-Setting zu konzentrieren, wagen sie mit Rebel Galaxy den Sprung ins wiedererstarkte Genre der Space-Sims.

Der Weltraum ist der Wilde Westen

In den unendlichen Weiten des Alls, die in diesem Fall sehr an den Wilden Westen erinnern, übernehmt ihr die Rolle eines einfachen Weltraum-Abenteurers. Gleich zu Beginn erhaltet ihr eine geheimnisvolle Nachricht von eurer Tante Juno, die anschließend spurlos verschwindet. Also macht ihr euch auf die Suche nach ihr und trefft dabei auf allerlei freundliche und gefährliche Weltraum-Reisende. Darunter auch eine künstliche Intelligenz namens Trell, die euch zwar weiterhelfen könnte, aber leider ihre Erinnerungen verloren hat. Selbige sind jedoch quer in der Galaxie verteilt und so jagt ihr ihnen nach. Doch einfach wird das nicht, denn an jeder Ecke der Galaxie warten Weltraumpiraten und Gangs auf ahnungslose Reisende, die sie überfallen können. Doch damit nicht genug, ein fanatischer Kult gewinnt immer mehr Anhänger und dann gibt es da auch noch eine unheimliche Rasse, die auf Menschen nicht gut zu sprechen ist.

In Rebel Galaxy gibt es also eine ganze Reihe an verschiedenen Gruppierungen und ähnlich BioWares großer Weltraum-Saga Mass Effect könnt ihr versuchen, euch mit ihnen gut zu stellen und Allianzen zu schmieden. Ihr reagiert also auf Notrufsignale und beschützt die Siedlungen oder Schiffe von all jenen, die euch vielleicht von Nutzen sein könnten und attackiert alle anderen. Im All trefft ihr außerdem auch immer wieder einzelne Schiffe, die sich dann als Händler, Piraten oder auch Militär entpuppen und nicht immer einer bestimmten Fraktion angehören.

Eine zufallsgenerierte Galaxie

Überall in der Galaxie könnt ihr Raumstationen finden, wo ihr nicht nur Missionen auf euch warten, sondern auch lukrativer Handel getrieben werden kann. Letzteres setzt natürlich voraus, dass ihr auch entsprechender Ressourcen und Güter an Bord habt, die ihr beispielsweise selbst abbauen oder von anderen Schiffen erbeuten könnt. Die Position der Raumstationen ist dabei für jeden Spieler anders, denn die Galaxie und vieles, was damit zusammenhängt, wird zufällig generiert. Das erhöht natürlich den Wiederspielwert enorm, hat allerdings auch den Makel, dass die Missionen oft ein wenig generisch wirken und nicht immer mit den ausgefeilten Aufträgen einer Space-Sim mithalten können, bei der jedes Detail von Hand erschaffen wurde.

Die Jagd nach dem besten Schiff

In der Folge beschränken sich eure Aufgaben zumeist darauf, etwas oder jemanden auszuschalten oder Dinge bzw. Personen von einem Ende der Galaxie zum anderen zu bringen. Auch das Beschaffen von bestimmten Ressourcen ist ein gängiger Job. Zum Glück seid ihr aber in der Regel nicht dazu gezwungen, eine bestimmte Mission zu machen, sondern könnt frei wählen, welcher Aufgabe ihr als nächstes nachgehen wollt. Außerdem sind da ja auch noch die Story-Missionen, die etwas anspruchsvoller ausfallen und regelmäßig die Handlung vorantreiben. Wie in einem Action-RPG ist jedoch der größte Motivator, der Wunsch, immer mächtiger zu werden. Was ihr also in den Missionen an Geld und Ressourcen einsackt, investiert ihr anschließend in ein besseres Schiff und stärkere Waffen, wodurch ihr es später auch mit Feinden aufnehmen könnt, die euch zu Beginn noch große Probleme machten. Mit dem nötigen Geld könnt ihr sogar helfen anheuern, die dann mit ihrem eigenen Schiff an eurer Seite kämpfen.

Die Kämpfe sind auch der eigentliche Kern des Spiels. Somit kommt ihnen eine besondere Bedeutung zu und dessen waren sich die Entwickler offensichtlich bewusst, denn die Feuergefechte sind auch eine der großen Stärken von Rebel Galaxy. Es gibt zum Beispiel eine breite Auswahl an Waffen, die in drei Kategorien eingeteilt sind und sich zum Teil erheblich unterscheiden. Das wirkt sich auch entsprechend auf die Gefechte aus, die nicht so schnell langweilig werden. Die Umsetzung hebt sich dabei jedoch von den meisten Genre-Vertretern ab und erinnert eher an Seeschlachten als an die typischen Dogfights, wie man sie auch aus Flugsimulationen kennt.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.

Tipps

Rebel Galaxy Guide: Tipps, Waffen, Defense, Components, Schiffe etc.

In unserem Guide zu Rebel Galaxy findet ihr Tipps und Infos zu Waffen, Schiffen und Ausrüstung wie Defense und Components.

18.03.2016 um 16:49 Uhr

Tags: Weltraum | Rollenspiel | Strategie

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