Seafight

Seafight Review

Review

Willkommen an Bord

Leinen los und Segel setzen. Das ist das Motto im Browsergame Seafight, in dem ihr das Kommando über euer eigenes Piratenschiff übernehmt.

Bereits zum Einstieg erhaltet ihr ein eigenes kleines Schiff, mit dem ihr die Weiten der Meere erkunden könnt. Doch wie so oft handelt es sich dabei nur um eine einfache Schaluppe, die alles andere als beeindruckend ist und über kaum eine nennenswerte Bewaffnung verfügt. Doch das kann sich, mit etwas Glück und ein wenig Geschick, bald ändern, denn in Seafight dreht sich alles um den Kampf und das Beschaffen besserer Ausrüstung.

Im späteren Spielverlauf stehen euch, die nötigen finanziellen Mittel vorausgesetzt, deutlich größere Schiffe zur Verfügung. So könnt ihr bald auf einer Brigg segeln, später auf eine Karavelle oder eine Kogge umsteigen und vielleicht sogar irgendwann eine Galeone oder sogar ein Linienschiff euer Eigen nennen. Alle Schiffe unterscheiden sich in Sachen Geschwindigkeit, Besatzung und Bewaffnung. Je größer das Schiff, desto mehr Matrosen könnt ihr unterbringen und desto mehr Kanonen finden darauf Platz. Ähnlich sieht es bei der Geschwindigkeit aus; hier bieten größere Schiffe die Möglichkeit, schneller über die Karte zu segeln und damit auch einen Vorteil gegenüber anderen Spielern und feindlichen Schiffen.


Gefährliche See

Überall auf der großen Spielkarte, auf der ihr euer Schiff in Echtzeit steuert, finden sich, neben anderen Spielern, zahlreiche NPC-Schiffe und Seemonster, die ihr jederzeit anklicken und damit angreifen könnt. Während ihr die NPC-Schiffe mit euren Kanonen und der entsprechenden Munition attackieren könnt, braucht ihr für den Kampf gegen Wale, Haie und Seeschlangen Harpunen. Durch erfolgreiche Angriffe erhaltet ihr Erfahrungspunkte und mit etwas Glück auch Beutegegenstände. Mit der Zeit steigt ihr auf diese Weise immer weiter im Rang auf. Außerdem habt ihr die Möglichkeit, verschiedene Talente zu erlernen, die euch praktische Boni bieten: Habt ihr beispielsweise in das Talent „Kritische Treffer“ investiert, erhöht sich die Chance, dass eure Angriffe zusätzlichen Schaden verursachen. Wer dagegen die Fähigkeit „Erfahrung der Feinde“ nutzt, kann sich über zusätzliche Erfahrungspunkte beim Sieg über NPCs freuen.

Jedes Schiff, ganz gleich ob euer eigenes oder das eurer Gegner, verfügt über eine bestimmte Menge an Hitpoints. Um ein Schiff zu besiegen, müsst ihr diese komplett auf Null bringen, bevor eure eigenen Trefferpunkte aufgebraucht sind. Je besser euer Schiff ist, desto mehr Treffer könnt ihr dabei verkraften. Es gibt aber noch weitere Wege als nur eine hohe Zahl an Hitpoints, um einen Angriff erfolgreich zu überstehen: Jedes Schiff kann sich auch einen Voodoo-Schild zulegen, der zusätzlichen Schutz bietet und die Überlebenschancen deutlich erhöht.

Wie es sich für ein gutes Piratenspiel gehört, werdet ihr sehr oft in Kämpfe verwickelt, die euren Kahn immer wieder beschädigen. Doch einen echten Piraten schockt so etwas nicht; stattdessen solltet ihr einfach die nächste Werft anlaufen, in der euer Schiff, natürlich ganz fachmännisch, wieder auf Vordermann gebracht wird. Auf diese Weise lassen sich auch im Kampf vollständig zerstörte Schiffe wieder retten; wer sich also einmal zu sehr übernommen hat, braucht keine Angst vor dem virtuellen Tod haben.


Gut gerüstet

Beim Händler findet ihr alles, was das Seeräuberherz begehrt: neue Schiffe, Ausrüstung und Zubehör sowie jede Menge Waffen. Letztere unterteilen sich in die Kategorien Kanonen und Harpunen. Bei den Kanonen findet ihr alles, um gegnerische Schiffe fachgerecht auf den Grund des Meeres zu schicken. Von der 8 Pfünder bis zur riesigen 50 Pfünder Kanone ist alles dabei. Dabei unterscheiden sich die Kanonen aber nicht nur in Sachen Schadenspotential, sondern auch in ihrer Reichweite: Größere Kanonen erlauben es euch, eure Gegner bereits aus großer Entfernung anzugreifen und so Schaden zu verursachen, bevor sie überhaupt das Feuer eröffnen können. Die Harpunen dagegen sind speziell für den Kampf gegen die zahlreichen Meeresungeheuer gedacht, die sich überall auf der Karte herumtreiben. Für den Kampf gegen Wale, Haie und Seeschlangen findet ihr hier vier verschiedene Harpunenklassen, die unterschiedlich viel Schaden verursachen.

Aber nicht nur die Klasse der Kanonen ist für den Sieg über eure Gegner entscheidend, sondern auch die Art der Kanonenkugeln, die ihr beim Händler erwerben könnt. Von der Kettenkugel über eine einfache Steinkugel bis hin zu Splitter- und Brandkugeln ist alles mit dabei. Auch hier gilt, dass sich die einzelnen Exemplare durch den verursachten Schaden unterscheiden und dementsprechend auch unterschiedlich viel Gold kosten. Eine ganz besondere Art der Munition ist die Voodoo-Kugel, die extra für das Dezimieren der gegnerischen Voodoo-Schilde entwickelt wurde. Trifft sie auf eben dieses, verursacht sie besonders viel Schaden und hilft so die gegnerische Verteidigung schnell und effektiv zu neutralisieren.

Neben dem Händler könnt ihr aber auch jederzeit dem Schmied einen Besuch abstatten, der euch ebenfalls mit Waffen und Ausrüstung versorgen kann. Allerdings müsst ihr hier die benötigten Materialen für besonders gute Kanonen selbst mitbringen, ansonsten geht ihr hier leer aus. Auf dem Marktplatz findet ihr außerdem zahlreiche Angebote, auf dir ihr im Stile einer Auktion bieten könnt. Mit etwas Glück bekommt ihr dann den Zuschlag; falls ihr aber sichergehen wollt, dass kein anderer Spieler euch im letzten Moment überbietet, gibt es auch die Möglichkeit des Sofortkaufs.


Zwielichtige Zeitgeister

In der Taverne finden sich allerlei dunkle Gestalten zusammen, die ihr für eure Kaperfahrten anheuern könnt. Jeder der Freibeuter verlangt für seine Dienste unterschiedlich viel Gold und ist unterschiedlich stark. Wie viele Männer ihr anheuern könnt, hängt von der Größe eures Schiffs ab: Nur wenn ihr freie Plätze habt, könnt ihr zusätzliche Matrosen an Bord nehmen. Außerdem findet ihr in der Taverne auch Assistenten, die euch mit ihren Fähigkeiten zur Seite stehen und eurer Mannschaft diverse Boni verpassen. Ein Arzt erhöht beispielsweise das Durchhaltevermögen der Mannschaft, während ein Erster Offizier mehr Männer an Bord bringt. Habt ihr einen Ausguck mit an Bord, könnt ihr auf euren Abenteuerfahrten deutlich weiter blicken; das ist vor allem dann besonders günstig, wenn ihr dank eines Loters die Fahrtgeschwindigkeit erhöht. Aber auch in Gefechten sind die Assistenten hilfreich, beispielsweise wenn ein Kanonier die Trefferquote erhöht oder ein Reparaturmaat Löcher im Rumpf flickt. Beinahe jeden Assistenten gibt es dabei in unterschiedlichen „Qualitätsstufen“, sodass ihr die Effekt sogar noch steigern könnt, was aber andererseits auch wieder für höhere Kosten beim Anheuern sorgt.

Ebenfalls in der Taverne findet ihr eine Auflistung all eurer Quests, egal ob absolviert, abgebrochen oder laufend. Außerdem erzählt man sich beim Umtrunk auch Geschichten von Seemonstern; praktischerweise gleich mit den Koordinaten und der Belohnung für das Erlegen der Untiere.

Wer nicht gerne alleine spielt, kann sich mit seinen Freunden zu einer Gilde zusammenschließen. Entweder ihr tretet einer bereits bestehenden Gilde bei oder gründet gleich eine neue. Letzteres kostet euch aber einen ganzen Batzen Gold, weshalb ihr diesen Schritt gut überdenken solltet. Seid ihr der Gründer, könnt ihr im Gegenzug aber auch „Steuern“ von den Mitgliedern erheben, sodass ihr über kurz oder lang auch wieder auf eure Kosten kommt.


Trautes Heim

Ein Besuch in der Kajüte lohnt sich ebenfalls, denn hier findet ihr allerlei nützliche Informationen. Neben eurem Profil, das unter anderem euren Rang aufzeigt, könnt ihr hier auch die Talente erwerben und Premiumabonnements abschließen. Dazu gehören Sparpakete genauso wie der Kauf von Perlen, die die Premiumwährung in Seafight darstellen. Außerdem findet ihr in der Kajüte auch das Bestiarium: Hier bekommt ihr Informationen über alle möglichen seltsamen Tiere, die ihr euch als Pets im Schiff halten könnt. Neben dem Kraken Aeroctopoda gibt es auch unterschiedliche Drachen und ganz besondere Seepferdchen. Genauere Informationen, wie zum Beispiel die Fähigkeiten der einzelnen Begleiter, findet ihr also stets hier. Zu guter Letzt findet ihr der Kajüte auch eure Buddylist und könnt euch per Nachrichtensystem mit anderen Spielern und euren Freunden austauschen.

Wer sich für Piraten und andere Freibeuter begeistern kann und die Gefahren der offenen See nicht scheut, ist bei Seafight genau richtig und kann die Segel in Richtung Abenteuer setzen!


Seafight
Pro
Einfacher Spieleinstieg
Große Auswahl an Schiffsmodellen
Verschiedene Spielmodi (PvE, PvP)
Viele aktive Spieler und Gilden, entsprechend immer genug Gegner
Contra
Die Grafik ist schon etwas angestaubt
Vorteile sind mit Perlen käuflich
4 / 5

Über den Autor
Christina | Editor/Redakteurin

Christina ist eine Expertin wenn es um Browserspiele geht. Egal ob MMO oder Gelegenheitsspiele - Christina kann sich für alles begeistern.


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