SimCity Social

SimCity Social Review

Review

Der Klassiker

 

SimCity ist die wohl bekannteste Städtebausimulation der Spielegeschichte, die auf eine lange Tradition und zahlreiche Ableger zurückblicken kann. Nun bringt Publisher EA das Spiel einen neuen Ableger in Form eines SocialGames auf den Markt.

Die Grundidee des Klassikers bleibt dabei erhalten: Auch in SimCity Social seid ihr der Bürgermeister eurer eigenen kleinen Stadt, der für dessen Wohl und Wachstum sorgen muss. Und gerade Letzteres ist besonders nötig, da ihr zu Beginn nur über eine Durchgangsstraße und ein paar einzelne Häuser verfügt. Immerhin habt ihr schon euer eigenes Bürgermeisterhaus, das ihr im Laufe der Zeit immer weiter ausbauen könnt.

Trotzdem solltet ihr sogleich damit beginnen, die Stadt zu erweitern. Dazu habt ihr jede Menge Baumöglichkeiten, von denen die häufigste natürlich das einfache Wohnhaus sein wird. Dabei gebt ihr nur eine kleine Parzelle vor, die dann automatisch bezogen wird. Die gesamte Karte ist in kleine Planquadrate unterteilt, auf denen ihr die Gebäude ausrichten könnt. Im Falle des Wohnhauses könnt ihr entweder eine Parzelle vorgeben, die (bei entsprechendem Platz) 2x2, 2x1 oder 1x1 Felder groß ist.

Die Wohnhäuser können bis zu acht Level aufsteigen und damit mehr Einwohner beherbergen. Auf der ersten Stufe passen maximal 16 Personen in so ein Haus, wobei zu Beginn gerade mal eine vierköpfige Familie einzieht. Schafft ihr aber durch Attraktionen und Dekorationen ein angenehmes Umfeld, wird das Haus immer weiter ausgebaut, sodass im maximalen Level ganze 660 Einwohner dort Platz finden. Es gilt also von Beginn an die Stadt richtig zu planen, damit ihr möglichst viele Personen auf wenig Platz unterbringt.


Die Kunst des Planens

Apropos Platz: Der ist in SimCity Social natürlich stark begrenzt. Um eure Startgebäude herum gibt es zwar noch jede Menge Land; das müsst ihr aber zunächst käuflich erwerben, bevor ihr dort bauen dürft. Dazu benötigt ihr neben jeder Menge Geld (das hier Simoleons genannt wird) auch Baugenehmigungen, die ihr von euren Freunden geschenkt bekommt. Erst wenn ihr ausreichend davon gesammelt habt, dürft ihr ein neues Feld freischalten. Für Platzprobleme sorgen auch die Beschaffenheiten der Karte, denn Flussläufe und natürliche Gegebenheiten wie Berge oder das Meer begrenzen den Bauplatz.

Neben den Wohnhäusern und den bereits angesprochenen Dekorationen gibt es zwei weitere wichtige Gebäudetypen: Geschäfte und Fabriken. Beide gibt es in zahlreichen Ausführungen, sodass ihr im Laufe der Zeit Gebäude mit immer größerem Ertrag errichten könnt. Geschäfte, wie zum Beispiel Restaurants, Einkaufsläden oder Bürogebäude, liefern euch in bestimmten Abständen Simoleons. Fabriken, zu denen nicht nur die Computer- und Spielzeugfabrik, sondern auch das Hightechlabor und das Innovationscenter gehören, liefern euch dagegen Materialien. Beides benötigt ihr zum Ausbau eurer Gebäude und zum Errichten neuer Bauten.

Um Geld und Materialien einzusammeln, müsst ihr nach Ablauf des Countdowns das Gebäude, das dann ein entsprechendes Symbol zeigt, anklicken. Solche Aktivitäten kosten euch Energie, die sich nur langsam wieder regeneriert. Neben dem Einsammeln von Gegenständen braucht ihr diese auch für den Bau von Häusern, dem Freiräumen von Feldern oder dem Interagieren mit Gebäuden. Sollte euch die Energie ausgehen, könnt ihr sie mit speziellen Items wieder auffüllen oder sie euch von Freunden schenken lassen. Ansonsten heißt es nämlich warten.


Die Gefahren des Alltags

Natürlich müsst ihr in eurer Stadt nicht nur die vielen verschiedenen Gebäude errichten, sondern vor allem auch das Straßennetz richtig ausbauen. Wichtig ist, dass nahezu alle Gebäude an einer Straße liegen müssen, um richtig zu funktionieren. Das kann sich zu einer echten Herausforderung entwickeln, wenn man versucht auch das Letzte bisschen Platz zu bebauen. Glücklicherweise dürft ihr alle Gebäude auch im Nachhinein noch versetzen und Dekorationen auch im Inventar zwischenparken. Der Bau und Abriss von Straßen ist übrigens kostenlos, sodass ihr nach Lust und Laune herumexperimentieren könnt.

Eure Stadt sieht sich aber auch mit zahlreichen Problemen konfrontiert, für die ihr vorsorgen müsst: Immer wieder kommt es zu Überfällen und Bränden, die eure Stadt bedrohen. Hier hilft nur der Bau von Feuerwehrstationen und Polizeiwachen, die dann im Notfall ausrücken. Alleine schon deswegen ist es wichtig, das Straßennetz gut zu planen; sollte die Feuerwehr nämlich erst riesen Umwege fahren müssen, um den Brandherd zu erreichen, kann es vielleicht schon zu spät sein. Später im Spiel kommt außerdem noch die Gefahr von Krankheiten hinzu, sodass ihr ebenfalls für ärztliche Versorgung durch ein Krankenhaus sorgen müsst. Sollten es die Rettungskräfte trotzdem einmal nicht schaffen, die Unglücksstelle rechtzeitig zu erreichen, ist das aber noch kein Beinbruch. Durch einen einfachen Klick auf die Ruine des betroffenen Gebäudes könnt ihr es sofort wiederherstellen; das kostet euch allerdings eine Energieeinheit. Gleiches gilt übrigens auch für die Giftwolken, die manche Fabriken gelegentlich produzieren und die dann ein zufälliges Gebäude durch eine Smogwolke blockieren.


In geheimer Mission

Damit ihr immer neue Anreize und Spielziele habt, liefert euch das Spiel immer wieder neue Auftraggeber, die euch zahlreiche Aufgaben stellen. Diese bestehen aus zusammenhängenden Aufträgen, an deren Ende tolle Belohnungen wie zusätzliche Gebäude oder Attraktionen auf euch warten. Außerdem bekommt ihr nach jeder Teilaufgabe Geld und Waren geschenkt. Es lohnt sich also immer, sich um die Wünsche der Personen zu kümmern.

Wie es in vielen SocialGames der Fall ist, seid ihr auch in SimCity Social auf die Mithilfe eurer Freunde angewiesen. Die braucht ihr nicht nur bei der Erweiterung eurer Stadt, sondern auch beim Bau bestimmter Gebäude. Diese benötigen nämlich oftmals nicht nur die Baumaterialien, sondern auch bestimmte Sammleritems wie Visitenkarten, Bauhelme oder Souvenirs. Diese bekommt ihr entweder durch die Interaktion mit verschiedenen Bauten oder aber durch eure Freunde. Außerdem brauchen einige Gebäude wie die Feuerwehrstation Personal, das in Form eurer Freunde gestellt wird. Habt ihr nicht genug Bekannte, die das Spiel ebenfalls spielen, müsst ihr diese Plätze durch Diamanten, die Premiumwährung des Spiels, freikaufen.

Ihr könnt die Städte eurer Nachbarn aber auch besuchen, um dort entweder gute Taten zu vollbringen oder boshafte Streiche spielen. Durch jede Tat wird ein Balken gefüllt, der eure Beziehungen beschreibt. So könnt ihr entweder bald zu einem guten Freund oder zu einem Erzfeind werden und bekommt auf diese Weise zahlreiche wichtige Items, die ihr ebenfalls für die Errichtung eurer Gebäude oder die Erfüllung von Quests benötigt.

Neben den regulären Aufträgen liefern die Entwickler immer wieder auch zeitlich begrenzte Aktionen und dazu passende Gebäude. Wenn ihr innerhalb der vorgegebenen Zeit alle Aufträge erfüllt, winken besonders wertvolle Preise und einzigartige Gebäude. Ganz gleich ob es die Olympischen Spiele, ein Japan-Event oder die neue Hochschule sind: Alle Gebäude könnt ihr auch nach Ablauf der Aktion auch noch kaufen, allerdings müsst ihr dann dafür jede Menge Diamanten zahlen. Wer schnell ist, kann also hier jede Menge Geld sparen.


Schön anzuschauen

Ein echtes Highlight des Spiels ist natürlich die Grafik: Abhängig von der gewählten Zoomstufe könnt ihr entweder die ganze Stadt überblicken oder jede Menge Details an Häusern und der Landschaft erkennen. Das vermittelt auch den Eindruck, dass eure Stadt tatsächlich bewohnt ist, denn überall fahren Autos herum, rasen Krankenwagen durch die Straßen und gehen Fußfänger spazieren.

Auch wenn Fans der Serie sich vielleicht erst an die bekannten SocialGames-Spielmechaniken gewöhnen müssen, ist SimCity Social eine tolle Umsetzung geworden, in der sich Städtebauer und angehende Bürgermeister über lange Zeit hinweg austoben können. Wann errichtet ihr eure eigene Stadt?



Über den Autor
Matthias | Editor/Redakteur

Matthias kennt sich aus in Sachen Browsergames. Sein fundiertes Fachwissen über jede Menge Action und spannende Abenteuer im Browser gibt er auf Corsual zum Besten!


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