Smash Champs Review

In Erwartung actiongeladener Kämpfe machen wir uns daran, unsere Smash Champs zu trainieren - und erleben eine Überraschung.

Smash Champs Test Teaser

Von flinken Rotznasen zu animalischen Martial-Arts Kriegern

Vor mehr als zwei Jahren hat Kiloo Games die Subway Surfers an den Start geschickt, die seitdem zahlreiche Anhänger gefunden haben. Im Juli verzeichnete der Endless Runner 500 Millionen Downloads. Auch wir haben das Spiel aufs Smartphone geladen und nehmen es immer wieder zur Hand. Es macht Spaß, obwohl das Spielprinzip objektiv betrachtet nur wenig Abwechslung bietet – ist eben eher was für zwischendurch. Nun hat der dänische Spieleentwickler und -publisher einen neuen Kandidaten in die App Stores gebracht, in dem weniger gerannt, dafür jedoch ordentlich mit Tritten und Schlägen ausgeteilt wird. In Smash Champs wird der Spieler zum Meister seines eigenen Dojos und trainiert tierische Krieger. Dabei bestreiten wir rundenbasierte Kämpfe und streben danach, zum legendären Trainer aufzusteigen. Soweit die Beschreibung, die doch schon mal ganz vielversprechend klingt. Also gönnen wir den flinken U-Bahn-Surfern eine Pause und freuen uns auf spannende Kämpfe.


Die Kraft der Elemente – Schwächen und Stärken der Champs

Smash Champs EmberNachdem wir unser Dojo in Smash Champs bezogen haben, wählen wir einen von sechs Helden. Zwei davon sind jeweils einem Element zugeordnet. Fuchs und Jaguar zählen zu den Feuer-Tieren. Sie sind stärker als das Krokodil und die Hyäne, die als Schatten-Tiere gelten. Sie sind wiederum dem Eisbären und dem Gorilla überlegen, die dem Element Erde angehören und einen Vorteil gegenüber den Feuer-Tieren haben. Damit schließt sich der Kreis, ähnlich wie bei Schere-Stein-Papier. Nachdem wir uns alle Kandidaten angeschaut haben, entscheiden wir uns für Füchsin Ember. Sie zeigt bei ihrer Vorstellung ein paar elegante Moves und vielleicht können wir von der vermeintlichen Schläue der Tierart auch im Kampf profitieren. Wir beginnen mit der ersten Trainingseinheit, wobei das weise Sensei-Schwein grüne Bälle in die Luft wirft. Die schleudern wir unserem Champ durch Wischen entgegen. Je mehr Bälle wir auf unseren Schützling abfeuern, desto mehr Punkte sammeln wir. Die brauchen wir, um den anschließenden Kampf zu gewinnen. Die ersten Kämpfe laufen automatisch in animierter Darstellung ab. Dabei stellen wir uns einem der anderen Tiere, das jedoch computergesteuert ist und stellvertretend für den Sensei kämpft.

Smash Champs Ergebnis

Nach dem Tutorial treten wir in Smash Champs gegen die Helden anderer Spieler an. Es steht uns frei, uns via Facebook anzumelden und Freunde herauszufordern. Andernfalls nutzen wir eine Suchfunktion, die zufällige Spieler auswählt. Nun beginnt die Trainings-Prozedur von vorne. Allerdings läuft die Kampfvorführung erst ab, nachdem unser Kontrahent seinen Kampfkünstler trainiert hat. Die dabei erzielten Resultate entscheiden mit darüber, wer den Sieg davonträgt. Der Teilnehmer mit dem überlegenen Element bekommt einen Bonus – bei identischen Elementen wird beiden die gleiche Punktzahl abgezogen. Wie sehr die einzelnen Moves die Figuren schwächen, zeigen entsprechende Balken, die über dem Kampfschauplatz zu sehen sind. Für jede Runde trainieren wir unseren Champ erneut und sobald ein Spieler drei davon gewonnen hat, ist der Kampf vorbei. 


Mit Geschicklichkeit und dem richtigen Krieger punkten

Mit ein bisschen Übung und Glück triumphieren wir und erringen Medaillen, durch die wir Stationen auf unserer Reise zum Legenden-Status freischalten. Auf einer kleinen Karte sehen wir einen Weg, der von unserem Dojo weg führt und auf dem uns kleine, mit Fragezeichen markierte Kisten erwarten. Sobald wir eine Medaille abgestaubt haben, öffnet sich die nächste Box und wir heimsen eine Belohnung ein, meist in Form von Münzen.

Smash Champs Missionen

Die reguläre Spielwährung setzen wir ein, um unsere Schützlinge mit Kopfbedeckungen, Ober- und Beinbekleidung auszustatten. Die Klamotten bescheren uns Bonuspunkte im Kampf gegen Rivalen. Durch Battles sammeln wir zudem Erfahrung, steigen im Level auf und erhöhen somit den Stärke-Wert unserer Krieger. Nebenbei erfüllen wir Missionen, indem wir eine gewisse Anzahl an Siegen erringen oder gegen bestimmte Tiere antreten.

Smash Champs GürtelBevor wir eine Schlacht eröffnen, schauen wir uns unseren Gegner genauer an. In der Liste mit möglichen Widersachern finden wir Infos zu dem Element, mit dem wir es zu tun bekommen und erfahren zudem, wie hoch die Siegchancen unseres Kontrahenten sind. Darüber hinaus sehen wir die Bestleistung beziehungsweise die höchste Punktzahl, die der Kandidat bislang in einem Training verzeichnen konnte. Da wir nach einigen Kisten einen Gürtel ergattert haben, verfügen wir mittlerweile über einen zweiten Schützling, die Hyäne Spike. Nun haben wir die Möglichkeit, zwischen unseren Champs zu wählen und je nach Gegner den passenden in den Ring zu schicken. Ob wir eine hohe Trainingspunktzahl erzielen, hängt vor allem von Glück und unserer Geschicklichkeit ab. Mitunter fliegen nämlich auch Bomben gemeinsam mit den grünen Bällen in die Luft. Wenn wir eine davon erwischen, folgt eine Explosion und die restlichen Bälle gehen verloren. 

 

Smash Champs SpecialEinmal pro Training entdecken wir eine lilafarbene Kugel, mit der wir ein Special aktivieren. Die Bälle, die daraufhin geflogen kommen, zählen doppelt. Sie erscheinen in verschiedenen Formationen. Bilden sie einen Kreis, reicht es aus, den Finger an einer Stelle auf den Touchscreen zu legen. Die rotierenden Geschosse fliegen daraufhin alle zielsicher auf unseren Schützling zu. Manchmal segeln sie aber auch in zwei Reihen über den Touchscreen, wodurch es schwierig wird, sie alle zu erwischen. Das Endergebnis – also die Summe an Punkten, die über Sieg oder Niederlage entscheidet – pushen wir durch weitere Ausrüstungsgegenstände. Dennoch ist ein großer Anteil des Resultats auch Glückssache. 


Abwechslungsreiche Kampfschauplätze und schicke Ausrüstung

Gespannt schauen wir unseren Schützlingen beim Kämpfen zu. Schade ist nur, dass wir nicht mehr eingreifen dürfen. Nach einigen Vorführungen wird es daher ein wenig langweilig. Die Kämpfe dauern nun nicht übermäßig lange, dennoch wäre es ganz praktisch, wenn wir die Show überspringen könnten. Wie zügig hintereinander wir die Trainingseinheiten der Kampfrunden absolvieren, hängt auch von unserem Gegner ab. Ist der Spieler länger nicht aktiv, geht auch nichts voran, da er sein Training abschließen muss, bevor wir erneut trainieren können. Unsere Widersacher sind glücklicherweise fleißig bei der Sache. Hinzu kommt, dass es uns frei steht, mehrere Spieler gleichzeitig herauszufordern. Dadurch brauchen wir nie lange zu warten. 

Smash Champs Kampf

Wir gönnen Spike eine Auszeit und versuchen Ember weiter aufzuleveln, weil wir sehen wollen, ob es außer den immer gleichen Trainingseinheiten und automatischen Kämpfen noch mehr zu entdecken gibt. Dabei verdienen wir Münzen und füllen unser Konto weiter auf. Unser Erspartes setzen wir in Bekleidung um, die uns jeweils bis zu 20 zusätzliche Punkte in jedem Kampf einbringen. Bislang stehen neun Items pro Charakter bereit, von denen wir ein paar erst im späteren Verlauf freischalten. In Sachen Features tut sich leider nichts. Wir stellen weiterhin unsere Geschicklichkeit unter Beweis, schießen mit Bällen und lehnen uns anschließend zurück, um den Tieren beim Schlagen und Treten zuzusehen.

Smash Champs AusrüstungDie Vorführungen sind zugegebenermaßen recht unterhaltsam und finden an verschiedenen Schauplätzen statt, darunter ein Steg in einem Sumpf, eine Stadt mit spanischem Flair und eine Winterlandschaft. Neben den eigentlichen Fußtritten und Faustschlägen nehmen die Viecher auch lustige Posen ein, freuen sich lachend über gelungene Angriffe und gehen in spektakulären Bewegungen zu Boden. Die Grafik ist ähnlich bunt wie in Subway Surfers und hübsch anzuschauen. Die musikalische Untermalung ist recht vielseitig und ändert sich je nach Schauplatz. Auch in Menü und Training bekommen wir verschiedene Kompositionen zu hören. Gleichzeitig ertönen passende Geräusche zum Kampfgeschehen, der sich füllenden Erfahrungsanzeige und den Münzen, die wir einsacken.


Smash Champs - Unser Eindruck

Das Positive zuerst: Die Grafik und der Sound gefallen uns gut. Die Musik ist nicht zu aufdringlich und kann unabhängig von den Geräuschen abgeschaltet werden. Auf die wollen wir auch ungerne verzichten, da sie das Kampfgeschehen lebendiger machen. Da wir gegen mehrere Kontrahenten gleichzeitig antreten können, haben wir ständig etwas zu tun, auch wenn ein paar von ihnen erst nach einer Weile zum Gegenschlag ausholen. Smash Champs kommt bislang ganz ohne Premiumwährung aus. Alle Ausrüstungsobjekte gibt es im Tausch gegen Münzen, die wir durch Kämpfe und Medaillen abräumen. Mit der regulären Spielwährung lassen sich auch Missionen überspringen, worauf wir bislang verzichtet haben. Wir investieren die Taler lieber in Kleidung und stärken unsere Schützlinge. Damit gleichen wir fehlende Trainingspunkte aus, da die Ausbeute, je nach Ablauf der Einheit, recht mau ausfällt. Auf der anderen Seite haben wir hin und wieder das Glück, dass wir erstaunlich hohe Resultate erzielen. Neben Fortuna sind wir vor allem auf unsere Geschicklichkeit angewiesen und darauf basiert im Großen und Ganzen auch das Spielprinzip von Smash Champs. Die Aufgabe ist im Grunde immer die gleiche und erfordert einerseits eine schnelle Reaktion und andererseits Fingerspitzengefühl. Wer darauf aus ist, sich in actiongeladenen Kämpfen auszutoben, der sollte sich lieber ein anderes Spiel suchen.


Smash Champs
Pro
Polierte, farbenfrohe Grafik und animierte Kämpfe
Gegner sind immer verfügbar
Alle Items und Vorteile können erspielt werden
Contra
Immer gleiche Abläufe
Keine Möglichkeit, in Kämpfe einzugreifen
3 / 5

Über den Autor
Silvio Wagner | Redakteur

Silvio liebt alles, was auch nur ansatzweise mit Strategie zu tun hat. Zur Abwechslung stürzt er sich aber auch gerne mal in MMORPGs wie Tribal Wars 2.


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