Star Trek Timelines

Star Trek Timelines

Das legendäre Star Trek-Universum kann nicht nur in Film und Fernsehen auf eine lange Geschichte zurückblicken, sondern wurde auch in Videospielen schon unzählige Male thematisiert. Doch obwohl es in der Sci-Fi-Welt von Gene Roddenberry um weit mehr als nur Kampf und Krieg geht, sind die meisten Star Trek-Spiele nur simple Action-Titel gewesen. Mit Star Trek Timelines, das zunächst exklusiv für iOS und Android erschienen ist, geht man jedoch einen anderen Weg und orientiert sich mehr an den ursprünglichen Werten des Klassikers.

Star Trek Timelines ist also nicht etwa ein Shooter wie Ravens Elite Force oder ein Space-MMO wie Star Trek Online, sondern eine Mischung aus Strategie und Rollenspiel, bei der Cleverness wichtiger ist als schnelle Reflexe. Im Spiel sammelt ihr zahlreiche Charaktere, die von den Anfängen mit Captain Kirk und seiner Crew bis hin zu den modernen Star Trek-Geschichten reichen. Mit dieser gut gemischten Mannschaft und den individuellen Fähigkeiten der Figuren dürft ihr dann verschiedenste Probleme lösen, die innerhalb kleinerer Geschichten auftreten. Genau wie in der Vorlage stellt jedes Abenteuer dabei andere Anforderungen an euch und so braucht ihr mal diplomatisches Feingefühl, dann wieder wissenschaftlichen Scharfsinn und gelegentlich auch ein wenig Gewalt.

Charaktere aus allen Epochen vereint

Der Hintergrund zu Star Trek Timelines schafft ein Szenario, wie es eigentlich nur einem glühenden Fan einfallen konnte. Es ist ein Riss im Raumzeitkontinuum entstanden und das hat dazu geführt, das plötzlich alle (wichtigen) Charaktere aus den fünf Serien sowie den ersten zehn Filmen auf der gleichen Zeitachse existieren. Das sorgt natürlich nicht nur für Verwirrung unter den Crews, sondern stürzt auch die unendlichen Weiten ins Chaos. Um alles wieder in Ordnung zu bringen, hat die Föderation ihre Wissenschaftler bereits damit beauftragt, einen Weg zu finden, wie die Charaktere wieder in ihre Zeit zurückkehren können, doch das ist nicht so einfach. Bis eine Lösung gefunden wird, ist es daher an euch, aus den bekannten Helden (und auch Schurken) eine Mannschaft zu formen, welche die Galaxie vor dem Zusammenbruch bewahrt.

Das fühlt sich dann die meiste Zeit über an wie eine Mischung aus Pen & Paper-Rollenspiel, einem Sammelkartenspiel und dem bekannten Mobile-Konzept mit Energie/Zeit-System. Ihr stellt kleine Gruppen zusammen und schickt diese dann auf Missionen, die sich an bestimmten Punkten verzweigen. An diesen Stellen sind dann die jeweiligen Fähigkeiten der Charaktere gefordert, um die Geschichte voranzutreiben und die Mission erfolgreich abzuschließen. Die Figuren unterscheiden sich dabei in den sechs Kategorien Command, Diplomacy, Engineering, Medicine, Science und Security. Darüber hinaus können Charaktere auch noch über individuelle Merkmale verfügen wie etwa die Zugehörigkeit zu einer Organisation wie der Föderation oder die Persönlichkeit einer Spielernatur. Das Spiel sagt euch aber nicht immer ganz genau, was euch erwartet und der Verlauf einer Mission ist nicht immer linear, also müsst ihr immer etwas vorausschauend denken und euer Team entsprechend vielseitig zusammenstellen.

Vorstellungskraft statt Grafikpracht

Wie schon erwähnt, ist Star Trek Timelines eher ein langsames Spiel und das spiegelt sich auch in der Präsentation wieder. Ob ihr nun mit einem Shuttle auf Kollisionskurs seid oder in einem Duell mit einem grimmigen Klingonen, das meiste davon findet in eurem Kopf statt. Die Missionen werden zwar mit Texten mehr oder weniger detailliert beschrieben, aber abgesehen von ein paar Bildern hier und da bekommt ihr von den Ereignissen nichts zu sehen.

Da das Spiel Free to Play ist, müssen die Entwickler natürlich auf anderem Wege Geld in die Kassen spülen und das läuft hier so ähnlich wie in den meisten Card Games. Ihr könnt für echtes Geld und für Ingame-Währung Pakete kaufen, die euch neue Charaktere und nützliche Gegenstände bescheren. Wer kein Geld ausgeben mag, der muss entsprechend mehr Zeit investieren, um an die richtig guten Charaktere heranzukommen. Die Preise sind relativ fair und auch sonst macht Star Trek Timelines einen guten ersten Eindruck. Man kann zudem davon ausgehen, dass die Entwickler bei Disruptor Beam (Game of Thrones Ascent) noch einiges am Spiel verbessern werden.


Über den Autor
Roberto | Redakteur

Roberto begann seine Videospiel-Karriere mit dem SEGA Mega Drive und seit seinem ersten Kontakt mit Sonic und Co. sind Videospiele ein fester Bestandteil seines Lebens. Er hat eine besondere Schwäche für die Indie-Szene und experimentelle Spiele, die sich nicht den üblichen Genre-Konventionen unterwerfen.

Tipps

Star Trek Timelines Guide: Tipps zu Crew, Missions, Equipment etc.

In unserem Guide zu Star Trek Timelines geben wir u.a. Tipps, wie ihr die Missions übersteht, eure Crew vergrößert und das Equipment nutzt.

18.03.2016 um 16:51 Uhr

Tags: Rollenspiel | Strategie

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