Travian

Travian Review

Review

Wer die Wahl hat...

Ob Gallier, Römer oder Germane: Im Browserspiel Travian wartet jede Menge Spaß und Abwechslung auf euch, wenn ihr die Rolle eines Stammesführers übernehmt und damit beginnt, euere eigene kleine Stadt aufzubauen.

Zu Beginn des Spiels steht, wie in so vielen anderen auch, zunächst die Wahl des Stammes an, dem ihr angehören wollt. Zur Auswahl stehen dabei die Gallier, die Römer und die Germanen, die allesamt eigene Vor- und Nachteile besitzen. Ihr solltet also bereits zu Beginn gut überlegen, welche Spielweise am Besten zu euch passt: Seid ihr eher ein defensiver Spieler, der nur wenig Zeit investieren kann oder will, solltet ihr euch für die Gallier entscheiden. Sie verfügen, neben einer guten Verteidigung vor allem über einen besseren Plünderungsschutz, der bei Überfällen eure Rohstoffe schützt. Außerdem haben sie sehr gute Kavallerieeinheiten, die zu den schnellsten im Spiel gehören.

Wer sich für die Römer entscheidet, kann seine Dörfer besonders schnell ausbauen und verfügt über besonders starke Truppen, die aber deutlich teurer sind als die der anderen Fraktionen. Außerdem habt ihr als Römer gerade in der Anfangsphase des Spiels nur wenig Vorteile; damit sind sie für Anfänger eher weniger geeignet. Die Germanen wiederum sind aufgrund ihrer offensiven Spielweise ein sehr zeitintensives Volk, das aber in den richtigen Händen für eure Gegner brandgefährlich werden kann. Sie verfügen über besonders preiswerte und schnell zu produzierende Truppen, die außerdem bei Angriffen viel Beute tragen können; ideal für Raubzüge in feindlichem Territorium. Wer sich für dieses Volk entscheidet, sollte viel Erfahrung mitbringen, um die Stärken optimal ausspielen zu können.

Ganz gleich, für welches Volk ihr euch entscheidet, das Spiel beginnt stets mit dem Tutorial, das euch die ersten Schritte erklärt und die Spielmechanik beibringt. Im Laufe der Einführung errichtet ihr so die ersten Rohstoffproduzierenden Gebäude, baut die ersten Stadtgebäude und besteht mit eurem Helden Abenteuer.

Im Spiel dreht sich alles um die Ressourcen Holz, Lehm, Eisen und Getreide, die ihr zum Bau der einzelnen Gebäude und Einheiten benötigt. Die Materialien gewinnt ihr in den Produktionsstätten, die ihr um euer Dorf herum verteilt vorfindet: In den dichten Wäldern können Holzfäller Bäume abholzen, während in den Eisenminen das Erz abgebaut und in Lehmgruben das Material für Ziegel ausgehoben wird. Für jeden Bauplatz gibt es insgesamt vier Abbaumöglichkeiten, die ihr in mehreren Stufen ausbauen könnt, was wiederum ihre Produktivität steigert. Einzige Ausnahme bilden die Getreidefelder, von denen ihr insgesamt sechs Stück besitzt. Und das aus gutem Grund, denn die Getreidefelder stellen die Nahrungsversorgung eurer Siedlung sicher. Nur wenn eure Produktionsbilanz positiv ist, könnt ihr daher neue Gebäude errichten und Einheiten produzieren. Ihr solltet dementsprechend stets sichergehen, dass ihr eure Nahrungsvorkommen weit genug ausbaut, sonst könnt ihr im entscheidenden Moment in einem Engpass stecken.


Das Dorf

Neben den Ressourcenbauplätzen gibt es in Travian aber auch innerhalb des Dorfes Bauten, die errichtet werden wollen. Zu Spielbeginn findet ihr hier nur das Hauptgebäude vor, das die Grundlage für alle anderen Bauvorhaben ist. Je weiter ihr das Hauptgebäude ausbaut, desto schneller werden auch andere Häuser errichtet. Des Weiteren findet ihr hier schon bald die Produktionsgebäude für eure Einheiten, Rohstoff- und Getreidelager, Handelskontore und Marktplätze vor. Außerdem könnt ihr hier auch zahlreiche Gebäude errichten, die euch nützliche Boni liefern: Baut ihr beispielsweise einen Steinmetz, verstärkt dieser die Stabilität aller anderen Bauten in der Siedlung. Das gilt natürlich auch für die Palisade, die eure Siedlung schützend umgibt und Angreifern das Leben schwer macht. Ähnlich wie der Steinmetz funktionieren auch die Rohstoffgebäude, die die Produktion der Waren und Güter beschleunigen. Dank eines Sägewerks könnt ihr euch bald über noch mehr Holz freuen, während eine Lehmbrennerei die Ziegelproduktion ankurbelt.


Der "freundliche" Nachbar

Wie man aus dem Geschichtsunterricht und zahlreichen Filmen weiß, waren sich die einzelnen Volksstämme in dieser Zeit nicht immer ganz grün miteinander. Deshalb wundert es auch nicht, dass in Travian Römer, Germanen und Gallier des Öfteren versuchen, sich gegenseitig die Köpfe einzuschlagen. Damit ihr euch gegen ungebetenen Besuch eurer Nachbarn verteidigen könnt, solltet ihr alsbald mit der Ausbildung der ersten Militäreinheiten beginnen. Jedes Volk hat dabei andere Einheiten, die aber zunächst in der Akademie erforscht werden müssen. Zu Beginn könnt ihr nämlich nur eine Grundeinheit ausbilden, die bei den Römern Legionär genannt wird. Die Germanen dagegen können Keulenschwinger rekrutieren und in gallischen Dörfern ist die Phalanx anzutreffen. Die entsprechenden Forschungsvorhaben und Gebäude vorausgesetzt könnt ihr aber bald schon deutlich effektivere Einheiten wie Prätorianer, Axt- und Schwertkämpfer rekrutieren, mit denen ihr auch selbst auf Beutezug gehen könnt.

Falls ihr bereits berittene Truppen euer eigenen nennt, lassen sich mit diesen Einheiten schnelle Raubzüge durchführen, da diese den anderen Truppengattungen vor allem in Sachen Geschwindigkeit weit überlegen sind. Wer dagegen andere Dörfer angreifen oder gar übernehmen will, sollte sich aber auch einige Belagerungseinheiten besorgen, denn mithilfe von Rammbock und Katapult ist es wesentlich leichter, die feindlichen Mauern zu überwinden.


We need a Hero

Neben den gewöhnlichen Fußtruppen verfügt ihr in Travian aber auch über eine ganz besondere Einheit: euren eigenen Helden. Diesen könnt ihr jederzeit ganz nach eurem Geschmack anpassen und sein Äußeres verändern. Der Held ist in allen Bereichen des Spiels eine echte Hilfe, sei es nun bei der Produktion von Gütern, die er durch seine Anwesenheit steigern kann, oder beim Kampf gegen andere Truppen. Außerdem könnt ihr euren Helden auf Abenteuerfahrt schicken und so das Umland genauer erkunden. Mit etwas Glück findet ihr im Laufe eines solchen Ausflugs wertvolle Gegenstände, Ressourcen oder Schätze.

Wie es sich für einen guten Helden gehört, könnt ihr ihm im Laufe der Zeit auch mit einer besseren Ausrüstung ausstatten, sodass er zusätzliche Boni bekommt. Bald schon wird aus dem nahezu nackten Helden ein schwer bewaffneter Kämpfer, der neben einer Rüstung und einem Helm auch Schild und Waffe besitzt. Mit etwas Glück könnt ihr ihm sogar ein treues Pferd an die Seite stellen, das seine Laufgeschwindigkeit deutlich erhöht und ihn so noch effektiver macht. Außerdem finden im Inventar des Helden sogenannte Verbrauchsgegenstände Platz, die zusätzliche Boni liefern. Heilsalben, Gesetzestafeln oder Verbände bringen entweder für den Helden selbst oder gar der ganzen Truppe und Siedlung Vorteile.


Der kleine Unterschied

Unabhängig von seiner Ausrüstung hat der Held, je nach gewähltem Volk, ganz besondere Eigenschaften, die ihr selbst nicht beeinflussen könnt. Römische Helden steigern beispielsweise ihre Kampfkraft beim Levelaufstieg mehr als die der anderen Völker, während germanische Helden dafür sorgen, dass angreifende Einheiten trotz Versteck deutlich mehr Ressourcen plündern können, als dies bei einem normalen Überfall möglich wäre. Spielt ihr dagegen einen Gallier ist euer Held deutlich schneller unterwegs, sollte er über ein Pferd verfügen. So ergeben sich in jeder Partie neue Einsatzmöglichkeiten, die das Spiel immer interessant halten.

Je mehr Erfahrung euer Held sammelt, desto schneller steigt er im Rang auf. Jeder Levelaufstieg gibt euch Zugriff auf sogenannte Skillpunkte, die ihr selbst verteilen dürft. Dazu stehen euch vier Eigenschaften zur Auswahl, die alle bestimmte Vorteile mit sich bringen: Die Kampfkraft erhöht beispielsweise die Angriffs- und Verteidigungswerte eures Helden und machen ihn deutlich widerstandsfähiger. Solltet ihr dagegen in den Off-Bonus investieren, steigert die Anwesenheit eures Helden die Angriffskraft der ganzen Armee, während der Deff-Bonus den gleichen Effekt auf verteidigende Truppen hat. Wer im Bereich der Eigenschaft „Ressourcen“ Punkte vergibt, darf sich über einen höheren Produktionsbonus freuen, der entweder einer bestimmten Rohstoffart oder allen in gleichen Teilen zugutekommt.

Nicht nur Fans der Asterix-Comics und historischer Filme werden mit Travian ihren Spaß haben: Der Klassiker sorgt bei allen Aufbau- und Taktikfreunden für jede Menge Abwechslung und spannende Momente. Und auch Anfänger finden hier einen leichten Zugang und vielleicht den Einstieg zu vielen weiteren Spielen.



Über den Autor
Matthias | Editor/Redakteur

Matthias kennt sich aus in Sachen Browsergames. Sein fundiertes Fachwissen über jede Menge Action und spannende Abenteuer im Browser gibt er auf Corsual zum Besten!


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