Y42

Y42 Review

Review

Städteverteidigung

Der Städtebau steht im Browsergame Y42 ganz im Mittelpunkt. Allerdings errichtet ihr hier keine prunkvollen Bauten und sorgt für das Wohl eurer Bevölkerung, sondern kümmert euch um deren Schutz, denn eure Stadt ist von zahlreichen Nachbarn bedroht, die nur auf eine gute Gelegenheit warten.

Zu Beginn des Spiels steht aber zunächst die Ausrichtung der eigenen Stadt an. Zu Wahl stehen hier eine wirtschaftliche, militärische und ausgeglichene Ausrichtung, die alle spezielle Boni bringen. Wer sich für eine wirtschaftliche Ausrichtung entscheidet, bekommt einen Bonus auf die Produktion von Rohstoffen, hat eine größere Händlerkapazität und zahlt bei der Erforschung von Technologien weniger, verfügen dafür aber über schlechtere und eher defensiv ausgerichtete Einheiten. Wer sich dagegen für eine militärische Ausrichtung entscheidet, muss geringe Einbußen bei der Produktion hinnehmen und verfügt über eine geringere Händlerkapazität, stellt dafür aber Forschungsprojekte schneller fertig und hat Zugriff auf schlagkräftigere Einheiten. Eine gute Mischung beider Ausrichtungen stellt die Ausgeglichene dar. So kann jeder Spieler seine Fraktion gleich zu Beginn an seine eigene Spielweise anpassen.


Rohstoffproduktion

Nachdem ihr einen Standort, in Form der Himmelsrichtungen, ausgewählt habt, könnt ihr auch direkt ins Spiel einsteigen; allerdings findet ihr dann eine weitgehend leere und unbebaute Stadt vor. Außer der Kommandozentrale verfügt ihr zu Beginn über keinerlei Gebäude und müsst zunächst einmal für die Grundversorgung mit Rohstoffen sorgen. Zu diesen gehören Metall, Treibstoff, Energie und Fullerene, die in Gebäuden wie dem Bergwerk, dem Chemielabor oder dem Kraftwerk hergestellt werden.

Sind alle wichtigen Rohstoffproduzierenden Gebäude einmal gebaut, könnt ihr euch um die anderen Bauten kümmern, die es in Y42 gibt. Eine Hilfestellung ist dabei der Technologiebaum, der euch alle zur Verfügung stehenden Gebäude auflistet und gleichzeitig verrät, welche Voraussetzungen ihr für den Bau erfüllen müsst. Wollt ihr beispielsweise eine Verteidigungszentrale errichten, müsst ihr zunächst eure Kommandozentrale auf die Stufe 3 ausbauen. Später werden die Anforderungen deutlich komplexer, sodass ihr mehrere Gebäude unterschiedlich weit ausbauen müsst, bevor ihr Gebäude wie eine Große Fahrzeugfabrik oder eine Offiziersmesse errichten könnt.

Natürlich seid ihr auch in Y42 nicht alleine: Ein Blick auf die Karte verrät euch, dass sich zahlreiche Spieler in eurer unmittelbaren Umgebung befinden, die vielleicht feindliche Absichten gegen euch und eure Stadt hegen. Damit ihr solchen Angreifern nicht schutzlos gegenübersteht, könnt ihr einige Vorkehrungen treffen. Zu den einfachsten gehört dabei der Bau von Verteidigungsanlagen. Sobald ihr eine Verteidigungszentrale errichtet habt, könnt ihr Geschütztürme und später sogar Schildgeneratoren und Verteilungsanlagen errichten. Auf diese Weise könnt ihr zumindest einen soliden Grundstock und etwas Schutz für eure Stadt schaffen, die später durch verteidigende Truppen verstärkt werden kann.


Hilfe für Anfänger

Gerade zu Beginn sind Spiele wie Y42 für Einsteiger nicht immer ganz einfach zu durchschauen; um dem entgegen zu wirken, nimmt das Spiel Anfänger durch Aufgaben an die Hand und erklärt so Schritt für Schritt, welche Gebäude am Besten gebaut werden sollten und wofür sie überhaupt da sind. Schöner Nebeneffekt: Wer die Aufgaben absolviert, bekommt immer wieder nützliche Belohnungen, die das Vorankommen deutlich erleichtern.

Da Verteidigungsanlagen alleine bald nicht mehr ausreichen werden, um euch vor den Übergriffen gieriger Nachbarn zu schützen, solltet ihr beizeiten mit der Produktion eigener Einheiten beginnen. Grundvoraussetzung dafür ist natürlich eine Kaserne oder eine Fahrzeugfabrik, in der ihr eure Einheiten bauen und ausbilden lassen könnt.

Die einfachste und billigste Einheit ist dabei der Soldatentrupp, den ihr in eurer Kaserne ausbilden könnt. Er ist nicht nur die Billigste, sondern vor allem auch der Einheiten-Typ den alle Spieler, unabhängig von ihrer Ausrichtung, rekrutieren dürfen. Alle nachfolgenden Einheiten unterscheiden sich zum Teil deutlich voneinander: Während wirtschaftlich ausgerichtete Einheiten beispielsweise als zusätzliche Fußtruppe einen Scharfschützen ausbilden können, verfügen ausgeglichene Spieler über einen Mörsertrupp und militärische Befehlshaber über Special Forces-Einheiten. Damit einher gehen auch unterschiedliche Statuswerte, die der jeweiligen Spielweise entgegenkommen. Die Schafschützen haben deutlich bessere Verteidigungswerte als beispielsweise die Special Forces; diese wiederum schlagen aber in Sachen Angriff den Präzisionsschützen um Längen. Dieses Muster zieht sich durch alle 9 verbleibenden Einheiten hindurch.

Zusätzlich unterteilen sich die zur Verfügung stehenden Einheiten auch in die Kategorien Fußtruppen, leichte Fahrzeuge, Schwere Fahrzeuge und Flugzeuge. Abgesehen von den verschiedenen Produktionsgebäuden unterscheiden sich die Einheiten vor allem in Sachen Angriffs- und Verteidigungswerte; aber auch im Treibstoffverbrauch. Fußtruppen sind in dieser Hinsicht am günstigsten, da sie keinerlei Treibstoff für die Fortbewegung brauchen. Im Gegenzug sind sie aber auch mit die langsamsten Einheiten im Spiel. Flugzeuge dagegen legen auch große Strecken recht flott zurück, verbrauchen dafür aber auch sehr viel Treibstoff.


Gute Planung

Letztlich sollten die Art des Angriffs und das Ziel darüber entscheiden, welche Truppen ihr einsetzen wollt. Nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass jede Einheit bei einem Beutezug unterschiedlich viel Beute mit sich schleppen kann, eignen sich manche Truppentypen besser für Überfälle als andere. In jedem Fall solltet ihr aber vor einem Angriff genau auskundschaften, wie gut die Stadt des Gegners befestigt ist. Zu diesem Zweck könnt ihr Spionagedrohnen bauen, die ihr zur Auskundschaftung der gegnerischen Stellungen nutzen könnt. Haben sie Erfolg, bekommt ihr Zugang zu Informationen über die errichteten Gebäude und deren Stufe, Anzahl der im Lager befindlichen Rohstoffe, stationierte Truppen und Verteidigungsanlagen.

Damit ihr aber überhaupt erst einmal Zugang zu Funktionen wie der Spionage oder besseren Einheiten bekommt, müsst ihr zunächst diverse Technologien erforschen. Dies könnt ihr, naheliegenderweise, im Forschungslabor eurer Stadt tun. Hier bietet euch Y42 zahlreiche Wege, die Produktion von Ressourcen zu verbessern oder neue Einheiten zu erforschen. Nur auf diese Weise könnt ihr im späteren Spielverlauf mächtige Einheiten bauen oder schnell für Ressourcennachschub sorgen.

Wer seinem Gegenüber so richtig eins auswischen möchte, kann auch versuchen, die feindlichen Städte und Stützpunkte zu erobern. Zwar funktioniert dies nicht bei der Hauptstadt eines Spielers, kann aber doch ein lohnendes, wenn auch kostspieliges Unterfangen sein. Um eine Eroberung zu starten, braucht ihr zunächst einmal eine Invasionstruppe, die ihr in euren Angriffstrupp integrieren müsst. War der Angriff erfolgreich, folgt im Anschluss eine 24-stündige Belagerung der Stadt, die es beiden Seiten erlaubt, zusätzliche Truppen in Stellung zu bringen. Nach Ablauf der Frist kommt es zur finalen Schlacht: Gewinnt der Angreifer gehört ihm fortan die Stadt; siegen dagegen die Verteidiger ist die Gefahr abgewendet.


Expansionspolitik

Wer statt der militärischen Eroberung lieber auf selbst gegründete Städte setzt, kann dank des Expansionstrupps aber auch auf eigene Faust neue Städte errichten. Dazu müsst ihr den Trupp lediglich zu einem freien Feld auf der Karte schicken, schon habt ihr eine neue Stadt. Statt ganzer Städte könnt ihr aber auch sogenannte Stützpunkte errichten, die euch, je nach Wunsch, unterschiedliche Boni liefern. Dazu gehören eine verbesserte Infrastruktur oder aber verbesserte Kampfeigenschaften für eure Einheiten. Schützen solltet ihr diese Stützpunkte aber genauso gut wie eine Stadt, denn auch diese können von euren Gegnern erobert werden.

Natürlich müsst ihr auch in Y42 nicht alleine gegen all die anderen Spieler antreten, sondern könnt euch mit Gleichgesinnten zu einer Allianz zusammenschließen. Auf diese Weise könnt ihr euch nicht nur im Verteidigungsfall zusammenarbeiten, sondern auch gemeinsame Angriffe planen und durchführen. Darüber hinaus besitzt jede Allianz die Möglichkeit, diplomatische Beziehungen zu anderen Gruppierungen aufzunehmen, sodass ihr Bündnisse und Nichtangriffspakte schließen könnt; oder aber euren Gegnern den Krieg erklären könnt.

Y42 bietet dank seiner vielen Auswahlmöglichkeiten für jeden Spielertyp etwas. Dank der vielen Info- und Hilfe-Texte finden sich auch Neueinsteiger schnell zurecht und können selbst in den spannenden Kampf um die Vorherrschaft eingreifen.



Über den Autor
Matthias | Editor/Redakteur

Matthias kennt sich aus in Sachen Browsergames. Sein fundiertes Fachwissen über jede Menge Action und spannende Abenteuer im Browser gibt er auf Corsual zum Besten!


comments powered by Disqus